************************************************************************ * USS Victory * * Auswertung 23 / 05012009 * * 25052380 * * Auf in den Hilfseinsatz! * ************************************************************************ --- Quartier Haris, nächster Morgen Unwillig tastete Lexi nach dem Schalter um den Alarm abzuschalten. Irgendwie hatte sie die Nacht zwar durch geschlafen, aber sie fühlte sich, als hätte sie viel zu kurz geschlafen. Als sie sich etwas mehr bewegte wurde sie sich Annas Anwesenheit bewusst - wer sonst sollte mit ihr das Bett teilen - und rollte sich zu ihr rum, drückte ihr Gesicht an Annas Körper und umfing ihn mit ihren Armen. Sie wollte wenigstens noch ein paar Minuten Ruhe haben. "Computer, Alarm beenden.", murmelte Anna, noch halb im Tiefschlaf steckend und wollte sich umdrehen und nach dem Nachttisch tastend, als sie merkte, dass etwas oder jemand sie festhielt. Dann öffnete sie widerwillig die Augen einen Spalt weit und da fiel es ihr auch schon wieder ein. Sie war gestern nacht ja gar nicht mehr in ihr Quartier zurückgekehrt. Alles was sie jetzt von Lexi sah, war ein ein roter Lockenschopf der sich an sie kuschelte. Sie hauchte ihr einen Kuss auf die Haarspitzen und flüsterte: "Guten Morgen meine Süße." Sie strich ihr sanft über die Locken und entschied sich dann, den Arm um sie zu legen und noch ein paar Minütchen weiter zu dösen. Lexi räkelte sich kurz, als sie Annas Stimme hörte, blinzelte dann in ihre Richtung und lächelte leicht. "Guten Morgen, schöne Frau", erwiderte sie flüsternd und drückte sich wieder an Anna. "Ich hab gar nicht mitbekommen, wann du ins Bett gekommen bist", murmelte sie und grub ihren Kopf dabei dichter an Annas und tiefer ins Kopfkissen hinein. "Es war spät ... zu spät.", murmelte Anna nur und gab sich der Versuchung hin, noch einmal die Augen zu schließen. Lexi kuschelte sich an Anna an und strich ihr über den Rücken. "Meine arme Anna.", murmelte sie, schwieg dann aber, ein paar Minuten blieben ja sicher noch übrig. "Ich bin doch nicht arm dran...", nuschelte sie ihn Lexis Haare - auch wenn sie sich gerade, angesichts des wiederholten Weckalarms, so fühlte. "Aber ich muss leider los, meine Süße." Sie drückte Lexi noch einmal an sich, bevor sie sich langsam aus den Laken schälte. Lexi sah Anna noch einen Moment nach und erhob sich dann ebenfalls mehr mechanisch aus dem Bett und schlurfte Richtung Essbereich, um ein kleines Frühstück zu replizieren, dass Anna nicht ganz mit leerem Magen zum Dienst musste. Nachdem das kleine Frühstück auf dem Tisch stand, ging sie weiter in ihren Schlafbereich und begann Kleidung für den Tag aus ihrem Schrank zusammen zu suchen. Wie gewohnt ging der erste Griff zur Uniform, sie hatte schon fast alles zusammen, als ihr einfiel, dass sie heute noch vom Dienst befreit war. Seufzend legte sie die Uniform zurück und nahm sich bequeme Zivilkleidung raus. Anna kam gerade aus dem Bad, als sie das Frühstück sah. "Vielen Dank.", sie gab Lexi einen Kuss und drückte sie kurz. Nach einem flüchtigen Blick auf die Uhr, trank sie mehr oder weniger im Stehen eine Tasse Tee und biss in ein Brötchen, während sie nebenher eine Uniform replizierte und anzog. "Kein Problem, ich will ja nicht, dass dir auf der Brücke plötzlich der Magen knurrt.", erwiderte Lexi und sah sich noch mal um, während sie überlegte, was sie mit dem Tag anfangen sollte. Bei Lexis Seufzen ging sie zu ihr hinüber und strich ihr tröstend über den Rücken. "Freu Dich doch. Mach Dir einen schönen Tag, während der Rest sich abrackert, bis zum nächsten Urlaub ist es noch sehr weit hin.", sagte sie mit absichtlichem Optimismus. Dann gab sie Lexi noch einen Kuss. "Wenn irgendetwas ist, schick mir eine Nachricht ... nur Text am besten.", sagte sie zum Abschied. "Ich werde sehen, was sich machen lässt, damit Du nicht alleine hier bist." Ein ganz leichtes Lächeln stahl sich auf Lexis Gesicht, aber sie wurde fast sofort wieder ernster. "Ich würde nur gerne die freie Zeit viel lieber mit jemandem verbringen, der mir doch viel bedeutet.", deutete sie Anna gegenüber an. "Ich werd mich melden. Und vielleicht, wenn es deine Zeit erlaubt, essen wir zu Mittag?" fragte sie und sah Anna fragend, fast schon bittend an. "Ansonsten werd ich mir schon irgendwie die Zeit zu vertreiben wissen." 'Hoff ich jedenfalls mal', schoss es ihr durch den Kopf, aber den Gedanken sprach sie nicht aus. Sie drückte Anna noch mal und ließ sie dann schließlich zum Dienst gehen, Ärger sollte sie schließlich keinen bekommen. Nach dem Abschiedskuss machte sich Anna auf den Weg zur Brücke und nahm pünktlich an ihrer Konsole Platz. Kaum das Anna dann gegangen war ging Lexi zum Tisch, auf dem sie das Frühstück angerichtet hatte und knabberte kaum eine handvoll der Getreideflocken trocken aus der Schale. Wirklichen Appetit hatte sie nicht. Noch einen Schluck ungesüßten Tee und sie begann die Frühstücksleckereien fast unberührt in den Recycler zu räumen. Nachdem sie den Tisch leer hatte begab sie sich erneut vor ihren Kleiderschrank und suchte raus, was sie gerne anziehen würde. Schließlich hatte sie sich für eine einfache Hose und einen weichfließenden Pullover entschieden, um dann zu überlegen, was sie anstellen sollte und wollte. --- USS Victory, Gänge Nach einigem hin und her hatte Lexi sich für einen Spaziergang durch die Schiffsgänge entschieden. Auch wenn sie schon eine Weile an Bord war, so kannte sie doch einige Freizeitbereiche noch nicht, da sie bisher entweder nicht die Zeit oder die Motivation dazu gehabt hatte, auch wenn letzteres auch im Augenblick fehlte, aber es war alle Mal besser als im Quartier zu sitzen und über den noch so obskuren Gedanken zu brüten, wie ja sowohl der Counselor als auch Anna ihr zu verstehen gegeben hatten. Lexi schlich ein wenig ziellos durch die Gänge, warf auch hier und da einen Blick in die Räumlichkeiten, aber entweder erweckte das Gesehene kein Interesse in ihr oder es waren ihr für die Erkundung zu viele Crewmitglieder anwesend. Nach einem kurzen Abstecher durch den Garten, ohne dort etwas neues zu entdecken fand sie sich in der Nähe der Krankenstation wieder. Sie seufzte und wandte sich in die entgegengesetzte Richtung um. --- Deck 1, Brücke Mila stand bereits an ihrer Konsole, denn sie wollte auf dem Posten sein, noch bevor die Liato den Rendezvous-Punkt erreichen sollte. Wie sie zufrieden festgestellt hatte, hatten die Techniker ihr Möglichstes getan. Neun der zwölf Phaserbänke waren bereits umgerüstet, doch die ausstehenden drei Bänke mussten nun warten - unter Gefechtsbedingungen war es nicht wirklich ratsam, Umbauarbeiten vorzunehmen. Dennoch war es gut, dass die Victory zumindest größtenteils wiederhergestellt war. --- Hauptmaschinenraum Nicht nur auf der Brücke war man zufrieden mit den Fortschritten. Die Nachtschicht hatte schier unmögliches geleistet. Neben den Phaserbänken war auch der neue Service-Punkt so gut wie möglich ausgestattet, und für die Hilfsaktion auf Trelka V war auch alles soweit bereit - jedenfalls waren sämtliche Lager soweit aufgeräumt, dass man schnell an benötigte Ausrüstung kam. Jedenfalls beinhaltete Dans Bericht über die Leistungen der Nachtschicht einen Antrag auf eine besondere Belobigung - was für die Beteiligten gegebenenfalls Sonderurlaub bedeuten konnte. Neben den PADDs stand auch Dans Frühstück auf dem Schreibtisch - ein Eingeständnis an den etwas früheren Dienstbeginn wegen der Ankunft der Liato. Nachdem es für ihn derzeit ohnehin erst mal den für einen Abteilungsleiter üblichen Papierkram zu erledigen gab, waren der Tee und das Hasperat eine willkommene Abwechslung. --- Deck 11, Quartier Bowman Noch immer müde, aber schon fertig gewaschen und angezogen, las Dave die Nachrichten von Silvy von der Nacht, gut dass ihr Dienst ruhig gewesen war, seiner war es nicht gewesen und er war lange wach gewesen und hatte hart und schnell gearbeitet. Das konnte er besser als koordinieren, auch wenn ihm das mittlerweise ganz gut gelang. Die Arbeiten an der Kampfbrücke würden heute beendet werden und der Service Punkt, den er ein Deck höher eingerichtet hatte war fertig geworden. Sein Nacken und seine Schultern waren verspannt von der harten Arbeit und dem wenigen Schlaf, vielleicht würde Silvy ihm da helfen können. Sie hatte ja ein Treffen vorgeschlagen, er tippte schnell eine Antwort, dass er sich sehr gerne nach Dienst mit ihr Treffen würde um zu entspannen. Dann nahm er sich seinen Werkzeugkoffer und verließ das Quartier. "Bowman an Maschinenraum. Ensign Perel, Sir, Ich beziehe wieder Position am vorgezogenen Service Punkt, was stehen für direkte Aufgaben an?" Er war wie immer seiner Zeit voraus und schon vor Schichtwechsel unterwegs obwohl er am Abend noch weit über Kern- und Bereitschaftszeit hinaus aktiv war. --- Hauptmaschinenraum "In der Nacht hat der Service-Punkt umfassende Aufrüstungen bekommen. Sorgen Sie dort für akzeptable Arbeitsbedingungen und halten Sie sich bereit, Ausrüstung für die humanitäre Mission auf Trelka V bereitzustellen. Wenn die Cardassianer sich nichts blödes einfallen lassen, sollten wir keine größeren Probleme zu erwarten haben.", erwiderte Dan den Ruf des Technikers. Es blieb nur zu hoffen, dass die Cardassianer seinen Wunsch erfüllten und keine großen Probleme bereiteten. --- Deck 10, Service-Punkt "Verstanden, Sir." Dave betrat den umgebauten Frachtraum und staunte nicht schlecht, die Leute der letzten Schicht hatten echt super Arbeit geleistet. Von hier konnte man nahezu alles erledigen was es gab, und bei dem bevorstehenden groß angelegtem Außeneinsatz gab es eine ganze Menge zu erledigen. "Okay... dann wollen wir mal." Er begrüßte seine Kollegen die auch alle etwas früher gekommen waren als notwendig und setzte sich zu einem Briefing zusammen wie die Aufgaben für heute verteilt wurden. Der Tag konnte beginnen. --- Deck 5, Quartier Goodchild Nach einer gründlichen, aber zweckmäßigen Morgentoilette in seinem Quartier, schnappte sich Trevor in der bekannten gelben Uniform sein Universal-PADD und verließ seine vier Wände. --- Deck 3, Offiziersmesse In den Räumen der Offiziersmesse angekommen spähte Goodchild einen der freien Tische aus und setzte sich. Mit einem Blick auf das mitgebrachte PADD konnte sich der Slowake rasch einen Überblick über Schiffsstatus, aktuelle Nachrichten etc. verschaffen. --- Deck 10, Waffenkammer Nachdem sich Silvy den Rest der Nacht lang gut erholt und tief und fest geschlafen hatte, war sie nach einem kurzen Frühstück gleich in die Waffenkammer gegangen. Immerhin war es jetzt ihre Aufgabe, diese zu betreuen. Deshalb wollte sie sich mit den vorhandenen Waffen etwas vertrauter machen. Sie zählte, wie viele es von jedem Typ gab. Dann nahm sie jede einzelne Waffe aus der Wandhalterung und untersuchte sie auf ihren äußeren Zustand hin. Die meisten waren ganz gut in Schuss, aber ein paar hatten eine Grundreinigung dringend nötig. Das würde sie demnächst in Angriff nehmen. Wenn sie hier fertig war, wollte sie jedoch erst in der Sicherheitszentrale ein paar Dinge erledigen. Unter anderem wollte sie sich anschauen, welcher Waffentyp wie oft genutzt wurde und wer welchen Typ bevorzugte. Vielleicht ließ sich ja an der Ausstattung der Waffenkammer noch etwas optimieren. Außerdem freute sie sich schon auf den Abend mit Dave. Er hatte ihr geantwortet, er würde sich gerne mit ihr treffen um etwas zu entspannen. Sie hatte es sich nicht verkneifen können ihm zu antworten, da hätte sie schon eine gute Idee. Innerlich musste die grinsen als sie daran dachte. --- Labore der Wissenschaft Kara war gerade damit beschäftigt Kulturen von Bakterien anzulegen und ging darin völlig auf ohne groß auf ihre Umgebung zu achten. --- Deck 3, Quartier Yates Di Diiii ... Di Diiii ... Di Diiii Diiii Diiii ... Di D... James Hand schlug feste auf dem kleinen Taster auf und beendete den Weckton. Im Halbschlaf noch am Vorabend hatte der Commander sich für den lauteren und nervenderen Ton entschieden und die Weckzeit etwas nach vorne verlagert. 0630 gaben orange leuchtende Ziffern von sich. Murrend erhob sich Yates und verschwand im Bad. Eine halbe Stunde später sah er ungleich wacher im Gesicht aus, aber zumindest gepflegter und strich sich über die frische Uniform. Das leere Wasserglas von der Nacht stellte James zurück in den Replikator und wählte sich durch das Menü. >>Englisches Frühstück: Gebratener Speck, gebratene Würstchen, Spiegeleier, Bohnen in Tomatensauce, gegrillte Tomaten und Champignons, Toast, Tee und Fruchtsaft.<< Den Tee änderte James in starken Kaffee. Einen Tee würde er sich nachher mitnehmen auf die Brücke. Er sah auf die Uhr, eigentlich hatte er Deirdra angeboten, zusammen zu frühstücken, aber der Zeitplan war eng und sie so einem Frühstück sicher eher abgeneigt, also blieb er alleine in seinem Quartier und trug die replizierten Speisen zu seinem Schreibtisch. "Computer, Terminal aktivieren, Nachrichten abrufen und Posteingang synchronisieren." Das Wand Display hinter dem Schreibtisch erhellte augenblicklich und gab einige Details zu den Schiffssystemen preis, außerdem erschienen einige Überschriften zu Nachrichten, Meldungen aus der ganzen Föderation, und verschwanden nach einigen Sekunden wieder um anderen Überschriften Platz zu machen. James fand nur selten Zeit ganze Artikel zu lesen, er begnügte sich mit den Überschriften und stellte zufrieden fest, dass alle Systeme liefen und alle Posten besetzt waren. Auf seinem Computer auf dem Schreibtisch waren inzwischen alle Memos und Berichte abgerufen. Unzählige Berichte aus verschiedenen Abteilungen, angeforderte Dossiers, Schriftstücke vom Hauptquartier und dem Nachrichten- und Geheimdienst von Sternenflotte und Föderation. Alles was ihm möglicherweise bei seinem Job half. Während er also seinen Kaffe und Saft trank und sein Frühstück aß, versuchte er die Nachrichten nach Priorität zu ordnen und zu lesen. Viele Abteilungsberichte und Anfragen an Personal und Equipment leitete er ungelesen an Izamis Account weiter, er konnte unmöglich alles alleine lesen und regeln, auch dafür hatte er sie. Es dauerte eine Stunde bis er fertig war mit essen, trinken und lesen. Kurz mit aufräumen beschäftigt verließ er Punkt 0800 sein Quartier. --- Deck 11, Arboretum Durch einen Hintereingang, der näher an seinen Tee-Pflanzen in ihren ideal abgestimmten Zuchtkästen lag, betrat James den Garten um sich davon zu überzeugen, dass es erstens allen Pflanzen gut ging und die Geräte richtig eingestellt und geschützt waren und zweitens konnte er sich einige Teeblätter mitnehmen. Er lagerte seine 'Ernte' hier in einem tresorähnlichem Schrank mit Wasserkocher. Schnell konnte er sich heißes Wasser kochen und die Blätter aufgießen. Mit dem Turbolift zur Brücke und der Tee war auch fertig gezogen. Diesmal entschied sich James Herold jedoch einige Blätter mehr zu nehmen und Sie in eine kleine Dose zu stecken. Er tippte auf seinem Kommunikator. "Yates and Izami. Guten morgen Deirdra, wie wäre es mit einem Tee im Bereitschaftsraum?" Noch während er sprach verließ er den Garten wieder zur Brücke. --- Deck 1, Brücke "Guten morgen zusammen.", grüßte James die Crewmitglieder auf der Brücke. "Bericht bitte.", wandte er sich an den leitenden Offizier der noch anwesenden Delta-Schicht, die sich langsam auf den Schichtwechsel vorbereitete. "Keine besonderen Vorkommnisse, Sir. Die Liato hat uns in gleich bleibendem Abstand und gleicher Geschwindigkeit eskortiert. Wir erreichen in wenigen Minuten den Planeten. Und Sir, wenn Sie mir die Info gestatten, für die Crew der Liato ist es wesentlich früher als nach unserem Zeitsystem. Ich war so frei das zu recherchieren." James nahm das PADD entgegen. "Kein Wunder das Mutaja diese Nacht noch so munter war wenn es für ihn dann gar nicht so spät war. Danke, gute Arbeit. Bleiben Sie noch auf der Brücke und überwachen Sie den Schichtwechsel, sobald wir im Orbit sind starten wir den Hilfeleistungseinsatz, koordinieren Sie den Start bitte noch mit der Liato, wir setzen ab jetzt auf einen guten Dialog zu den Cardassianern." Das sagte er mit einem solchen Nachdruck, dass allen klar war, dass er das ernst meinte. "Ich bin in meinem Raum wenn was ist." Mit der Dose Tee ging er in seinen Raum und bereitete Tassen, Wasser und Kandis vor. "Hoffentlich wissen die Cardassianer das zu schätzen.", murmelte Mila, deren Sensoren die Liato nicht eine Mikrosekunde unbeobachtet ließen. Doch es fiel ihr nichts besonderes auf. Die Waffensysteme blieben inaktiv. Mujata hielt sich wohl an die Befehle seiner Regierung, doch nichts hinderte den Cardassianer darin, die Victory beobachten zu lassen. --- Deck 5, Quartier Izami Deirdra stellte ihren Raktajino beiseite - nach kurzen Nächten brauchte sie etwas stärkeres als Kaffee. Genauer gesagt, sie balancierte ihn auf dem Rand ihrer Konsole neben dem Teller mit einem angebissenen Stück obstgefüllten Gebäcks. 'Scherzkeks.', dachte sie. 'Wie soll ich denn dafür Zeit haben?' Bei ihrem üblichen Nachrichten-Check zum Frühstück hatte sie bemerkt, was er alles bereits vor Schichtbeginn in ihren Posteingang geschaufelt hatte. Sie berührte ihren Kommunikator. "Izami an Yates. Aber gerne.", antwortete sie lächelnd. "Ich bin in 5 Minuten da." Sie nahm einen letzten Bissen und eine letzten Schluck, stapelte ihre PADDs ordentlich, streifte eventuell vorhandene Krümel von ihrer Uniform und machte sich auf den Weg. --- Deck 1, Brücke Mit einem fröhlichen "Guten Morgen." und einem Lächeln, das nichts von ihrer noch bis vor kurzem vorherrschenden Schläfrigkeit verriet, betrat Deirdra die Brücke und marschierte schnurstracks weiter zum Bereitschaftsraum. --- Deck 1, Bereitschaftsraum "Guten Morgen, James." Kaum dass die Tür hinter ihr zugegangen war, hauchte sie ihm einen Kuss auf die Wange. Ein zufriedenes Grinsen huschte über James Gesicht, welcher Mann wünschte sich nicht morgens so begrüßt zu werden. "Guten Morgen Deirdra, hast du gut geschlafen?" Er fuhr ihr mit seiner rechten Hand durch die Haare und den Rücken hinunter bis zur Taille, um Sie dann für einen längeren Kuss näher zu sich zu ziehen. Als sich ihre Lippen wieder trennten, schenkte Deirdra James ein verschlafenes Grinsen. "Ich hab' schon besser geschlafen. Irgendjemand hat heute Nacht den großen roten Knopf gedrückt." Sie streckte sich und gähnte herzhaft. "Du sagtest vorhin was von Tee, der ist doch anregend, oder?", fragte sie schmunzelnd. Dann löste sie sich aus James' Umarmung und ließ sich in die Sitzecke fallen. "Ansonsten muss ich leider die Hälfte meines Posteingangs wegen Überschreitung der Bearbeitungsfrist von den Verwaltungsroutinen eskalieren lassen.", drohte sie spielerisch. James erhob den Zeigefinger. "Anregend genug, damit der Papierkram erledigt wird. Leider nicht anregend genug für ... anderes.", zwinkerte er zurück, stellte Deirdra ihre Tasse hin und nahm seine eigene mit zu seinem Tisch. "Wir haben ein anstrengendes Programm vor uns. Ich hab mir dazu einige Gedanken gemacht, die meisten der Crew möchte ich auf den Planeten schicken, um den Bewohnern zu helfen. Die Ärzte, die Techniker, die Sicherheit, die Wissenschaftler und auch unseren Counselor. Ärzte und Techniker brauchen wir auf jeden Fall um humanitäre Hilfe zu leisten und Geräte zu reparieren, die Wissenschaftler können sich um das Terraforming kümmern und der Counselor kann Crew wie die Bewohner unterstützen. Die Sicherheit, weil ich denke, dass Mutaja auch Leute hinunter schicken wird." Er nahm seine Tasse, tat etwas Kandis hinein, und trank einen Schluck. "Du sollst an Bord bleiben und dich etwas in die Daten hocken. Es ist nahezu alles entschlüsselt, was wir an Daten gesichert haben, jetzt muss es gesichtet werden. Und ich ... werde mich mit Mutaja und Telmar vergnügen. Dazu habe ich eine Idee die ich dir gerne erzählen möchte." Er wartete bis Sie bereit war und ihre ganze Aufmerksamkeit ihm gehörte. "Telmar als Verbindungsoffizier an Bord ist für die Mission eine gute Idee, aber wir sind ein Föderationsschiff. Ich möchte Mutaja von unserer Mission überzeugen und mit ihm zusammen unsere gemeinsamen Feinde finden. Einer Galor-Klasse wird eher gerufen, wir eher angegriffen. Wir werden schon gemeinsame Taktiken finden. Was hälst du davon?" "Was ich davon halte?", rekapitulierte Deirdra. "Ich denke, Du benötigst noch etwas Schlaf." Sie nahm die Teetasse auf, um später daraus zu trinken. "Du hörst dich reichlich unüberlegt an.", ergänzte sie erklärend und war in diesem Moment froh darüber, mit James nicht nur eine rein dienstliche Beziehung zu haben. Einem anderen Captain hätte sie das nicht so auf den Kopf hin gesagt. "Du stellst ein Außenteam aus deiner halbe Besatzung zusammen, aber vergisst komplett die Einsatzleitung.", stellte sie fest, dann setzte sie die Tasse wieder auf dem Tisch ab, kramte ein PADD hervor und hielt es ihm unter die Nase. "Sternenflotten-Standardvorschrift zur Notfallorganisation bei humanitären Einsätzen... bis ich danach gesucht habe, wusste ich auch nicht, dass es sie gibt." Sie legte das PADD vor James. "Im Prinzip steht fast das gleiche drin wie du gesagt hast, nur etwas organisierter. Die Einsatzleitung kann je nach Schwerpunkt des Einsatzes variieren. Die OPS-Abteilung ist der Standard, für unseren Fall schlage ich einen Stab aus Technik und Medizin vor, das sind die Haupt-Hilfeleistenden, der Rest hat nur unterstützende Funktion. Und was die OPS angeht, sprich mit Ensign Nyberg, sie könnte zusammen mit dem Counselor Eindrücke aus erster Hand liefern." Jetzt pausierte sie kurz und nahm einen Schluck des Tees, der inzwischen auf Trinktemperatur abgekühlt war. "Was Mujata angeht: Bedenke, dass er Cardassianer ist. Du musst nicht ihn überzeugen. Cardassianer sind sehr hierarchiebewusst. Du solltest seine Vorgesetzten überzeugen, besser noch, geh' über das Kommando, damit sein Vorgesetzter von einem Gleichgestellten überzeugt wird. Selbst wenn Mujata persönlich nicht von der Sache überzeugt ist, wird er zusammenarbeiten, wenn es ihm befohlen wird. Dann hast Du immer noch Zeit seine Meinung zu ändern." Deirdra nahm noch einen Schluck Tee und sah dann James an: "Habe ich noch eine Idee vergessen zu zerpflücken?" "Du hast Sie nicht zerpflückt... du hast sie nur etwas ausgebessert, genau dafür sitzt du nämlich hier. Ich hab eine zweite Meinung und eine Verbesserung meiner Ideen." James rührte noch etwas in der Tee Tasse damit sich die Süße des Kandis gut verteilte. "Wir schicken also Technik, Wissenschaft und Medizin zum Hilfeleistungseinsatz runter, die Sicherheit zu deren Schutz, den Counselor zur Unterstützung und OPS zur Organisation und Leitung. Du bist hier an Bord und arbeitest an den Daten. Wir haben genug Positionen hier auf der Brücke besetzt um dem Außenteam einen Rückhalt bieten zu können. Und ich rede mit Mujata und Telmar - und danach mit dem Kommando, damit Mujata was von oben gesagt bekommt. Ich halte es trotzdem für sinnvoll ihn mit meiner Idee vertraut zu machen damit er sich darüber Gedanken machen kann." Er legte einige Sekunden Pause ein. "Glaubst du, dass alle wissen was Sie auf dem Planeten zu tun haben?" "Um eine Einsatzbesprechung wirst Du nicht rumkommen.", antwortete Deirdra. "Es sei denn, Du willst, dass sich alle ohne Rücksicht auf den Rest in ihre Arbeit stürzen. Und Du solltest sicherstellen, dass jedem die aktuellen Daten vorliegen. Und ihnen den lokalen Ansprechpartner vorstellen. Ich denke mal, Telmar wird mit runter gehen und für die Kooperation der lokalen Administration sorgen, oder?", hakte sie nach. "Mujata... ihn in die Idee einzuweihen, das hat noch Zeit, nach diesem Einsatz. Oder Du gesellst dich doch noch zu dem Lunch und sprichst es da an. Ungezwungen." Sie nahm wieder ihre Teetasse in die Hand. "Das dürfte das beste sein.", fügte sie dann noch abschließend hinzu. Nachdem sie einen großen Schluck getrunken - der Tee war inzwischen etwas abgekühlt - und die Tasse wieder abgesetzt hatte, sprach sie weiter. "Was die OPS angeht, hast Du mich falsch verstanden, oder es absichtlich nicht wiederholt?", fragte sie nach. "Ich habe die Akten Deiner Brückecrew gelesen. Ensign Nyberg könnte dir Eindrücke aus erster Hand liefern, wenn sie mit dem Counselor unterwegs ist, oder mit Telmar. Von der Stimmung auf dem Planeten. Wie die Administration und die Bevölkerung auf unsere Hilfe reagiert, immerhin suchen wir noch nach weiteren Widerstandszellen, oder hast Du schon wieder vergessen, was mit der Ticonderoga passiert ist?", sie sah ihn etwas vorwurfsvoll an. Immerhin war das 'ihr' Schiff gewesen. "Den Auftrag solltest Du ihr allerdings im persönlichen Gespräch erteilen, so wie es in ihrer Akte aussieht...", sie ließ den Satz unvollendet und kratzte sich kurz am Kopf. "Nur denke ich, dass sie dann nicht voll für die Leitung des Teams zur Verfügung stehen kann. Deswegen der Vorschlag, einen kombinierten Stab zu bilden. Notfalls kann immer noch ich einspringen, wenn das nicht klappt." "DU hast ja so recht." James setzte sich neben Deirdra und legte seinen Arm hinter seinen Rücken und zog sie zu sich. Mit seiner Hand krabbelte er den ganzen Rücken entlang und unter ihrem Arm durch. "Ich will mehr Zeit für uns.", flüsterte er ihr leise ins Ohr, obwohl er wusste das es jetzt auf anderes ankam dachte er doch jetzt bloß an sie. Seine Konzentration litt den ganzen Morgen schon, Deirdra hatte das schon erkannt und ihm wurde es jetzt auch klar. Er drückte ihr noch einen Kuss auf das Ohrläppchen und stand wieder auf und tippte seinen Kommunikator an. "Commander Yates an alle: Gelber Alarm, Vorbereitung auf planetaren Hilfeleistungseinsatz treffen, alle Führungsoffiziere in 10 Minuten im Konferenzraum. Yates Ende" "Ich denke ich hab mich jetzt geordnet. Was hältst von folgendem Ablauf, Telmar und ich werden auf die Oberfläche beamen und mit der Administration sprechen während sich alle vorbereiten, wir schaffen damit die diplomatischen Voraussetzungen, während du hier oben die letzten Vorbereitungen beaufsichtigst. Die Abteilungsleiter sollten ihre Arbeit auch selber organisiert bekommen - aber sicher ist sicher, da hast du recht." James versuchte sich daran zu erinnern was Deirdra ihm alles vorgeschlagen hatte. "Nyberg wird auf jeden Fall auf die Oberfläche gehen - ich möchte Sie aber lieber in den Rolle des Boden-Kommando-Punktes sehen, dass über sie organisatorische Sachen und die Kommunikation - auch zur Victory - läuft. Ich hab mit dem Ensign so meine 'Probleme', besonders was das 'Einfühlsame' und 'soziale' angeht. Sie kann gerne auch mit dem Counselor mit den Menschen sprechen, aber das sollte vorrangig die Aufgabe des Counselors sein, vielleicht auch mit Telmar. Wir werden ja sehen wie er reagiert auf ein Engagement auf der Oberfläche. Um die anderen Abteilungen und ihre Aufgaben mache ich mir wenig Sorgen, das werden Selbstläufer." Eine kleine Pause und durchatmen. "Mit Mujata muss ich mir noch eine Strategie überlegen, lassen wir ihn erstmal auf Eis liegen. Die Hilfeleistung hat Vorrang und wenn wir Telmar dafür brauchen, wird er erst später mit Mujata sprechen können." Er sah Deirdra an. "Vielleicht wollen die beiden sich ja auch auf dem Planeten treffen und ... keine Sorge. Ich vergesse die Tico nicht und unsere Mission, wir suchen weiter die Widerstandskämpfer, ich hab dazu einige Ideen, die Durchführung könnte schwierig werden. Aber das ist noch nicht spruchreif, ich bin mir über die Details noch nicht sicher." Er sah auf die Uhr. "Wollen wir schonmal rübergehen? Dann kannst du mich nochmal 'korrigieren' - und wenn du es machst, lass ich dich gleich einfach vor allen sprechen." Er grinste. Deirdra stand auf. "Okay, gehen wir rüber." Sie überlegte, ob es nicht wirklich besser wäre, wenn sie das Reden übernahm, aber entschied sich dagegen. James war heute ziemlich durch den Wind - allein schon diese plötzliche Kuschelattacke - aber es war das Privileg des Captains, so eine Besprechung einzuläuten. Sie würde ihn korrigieren, aber nur wenn es nötig werden würde, sehr nötig werden würde. Ihrer Meinung nach sollten sie als frischgebackenes Führungsteam möglichst einheitlich auftreten. Auch wenn ihr James' Entscheidungen gerade nicht hundertprozentig gefielen. Besonders würde sie mit ihm noch ein Wörtchen über seine Führungskompetenzen reden müssen, es konnte nicht angehen, dass Sozial-Inkompetenzen seinerseits nachteilig für ein Crew-Mitglied oder die Missionseinsatzplanung waren. Das war einfach ein saurer Apfel, in den er früher oder später würde beißen müssen. --- Deck 4, Quartier Telmar Ein wunderschöner grünblauer Planet reich an Flora und Fauna und Bodenschätzen. Ort ganzer Generation von Cardassianern, die in Ehrerbietung der Tage gedachten, als Cardassia sich aus dem Staub einer Niederlage zu neuem Ruhm aufmachte und in tiefer Dankbarkeit der Soldaten und Pioniere gedachten, die ihnen ihr Leben ermöglicht haben. Telmar würde einer dieser Soldaten sein, dem Sie gedachten. Sein Name würde vielleicht nicht in den Geschichtsbüchern stehen. Aber was war ein Leben für das große Ganze? Trelka V war einer der neuen Außenposten des neuen cardassianischen Reiches, der das Abbild Cardassias in die Galaxis tragen würde. Doch bis dahin würde es noch einige Zeit dauern. Das Terraforming würde selbst mit den verbesserten Techniken noch 20 Jahre dauern, vielleicht würde der Gul gar nicht mehr Leben, wenn Trelka V wirklich zu diesem fruchtbaren Planeten gewandelt haben würde, welchen er jetzt beim Anblick des braunen Felsen schon vor Augen hatte. Telmar hatte die Nacht recht kurz geschlafen. Er hätte es nie zugegeben, doch beschäftigte ihn Mujatas Aussage bezüglich der Ratsvorsitzenden sehr. Er glaubte immer noch daran, dass er seine jetzige Situation in einen persönlichen Sieg umsetzen konnte. Er hatte schon diverse reelle wie rein psychologische Schlachten für Cardassia wie auch für sich persönlichen geschlagen und auch die ein oder andere Niederlage hierbei erleiden müssen. Doch dies hier war etwas vollkommen anderes. Er war nicht von seinen Widersachern angegriffen worden. Nein, man hatte ihn durch geschickte Schachzüge während seiner Abwesenheit ins Abseits befördert, wo man ihm jetzt auf dem militärischen Abstellgleis als Verbindungsoffizier parken wollte. Ein Umstand, den der Soldat in Telmar nicht akzeptieren konnte, nicht akzeptieren wollte, auch wenn ein Teil von ihm in die Überlegung kam, um seine Entlassung zu bitten und nach Jahrzehnten für Cardassia seiner Familie und insbesondere seiner Frau die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie über Jahrzehnte hatte entbehren müssen. Waren das die ersten Anzeichen? Wurde er wirklch schon alt und müde? Hätte er diese Situation vorausahnen können, wenn er noch einige Jahre jünger gewesen wäre? Diese Gedanken führten zu nichts! Er war einer der erfahrensten Kommandanten in der Cardassianischen Union und seine Erfahrung hatte ihn mehrere Kriege überstehen lassen. Warum sollte er sich jetzt Gedanken machen, dass er nichts mehr für seine Aufgabe taugte?! Er war Gul - diesen Rang bekam man nicht geschenkt sondern man erdiente ihn sich! Und diese Situation war nur ein Rückschlag von vielen auf seiner Karrierelaufbahn und garantiert nicht sein letzter. Es würde seine Zeit dauern, doch er würde wieder in Rang und Namen zurückkehren. Wenn dieser Yates irgendetwas als Kommandant taugte, dann würde er zwangläufig nicht nur seinem eigentlichen Auftrag - der Erforschung der äußeren cardassianischen Grenzgebiete nachkommen - sondern sich zwangsläufig in die Angelegenheiten der Aufständischen mit einmischen und hieraus würde Telmar Kapital schlagen können, um sich zu rehabilitieren. Er trank den letzten Schluck aus seiner Teetasse, legte seine Uniformjacke an, musterte sich im Spiegel, rückte den Gürtel zurecht und verließ sein Quartier --- Deck 5, Quartier Darwin Als Marc am Nächsten morgen wach wurde, war es kurz bevor er seine Schicht beginnt. Er sprang aus seinem Bett und lief ins Bad um sich dort zu duschen. Als er fertig wahr, replizierte er sich einen Kaffee und zog sich seine Uniform an und verließ sein Quartier. --- Deck 1, Brücke Als er dann kurz darauf auf der Brüche ankam, begrüßte er die anwehenden mit "Morgen" und trat dann an die CONN um dort seinen Dienst aufzunehmen. --- Deck 5, Quartier Hoele Axel befand sich in Seinem Quartier, in dem er die freie Zeit, die er hatte, fast nur zubrachte. Das Buch, das er las, war aus dem 21. Jahrhundert, also eine recht altertümliche Literatur für einen stellvertretenden Leiter der Wissenschaft. Er las Romane aus dem 21. Jahrhundert, um sich von der Arbeit abzulenken, wenn diese Ihn nicht los lies. Hatte er doch nicht heraus finden können, wozu jener seltsame Gegenstand diente, den er zuletzt untersucht hatte. Es war Ihm schon ein bisschen peinlich, zumal das bewies, das er eben doch nur ein Theoretiker war, der vorher im Sternenflottenkommando seine Arbeit tat, die nichts mit der praktischen Arbeit zu tun hatte, die ihn hier erwartete. Doch er nahm sich vor, das jetzt zu ändern und sich den Gegebenheiten hier besser anzupassen. Jetzt war es allerdings Zeit, wieder zum Dienst zu gehen und diese Gedanken in die Tat umzusetzen. Axel wusste zwar noch nicht wie, doch jetzt würde er sich auf jeden Fall erst einmal bei seiner neuen Vorgesetzten melden, um zu sehen, was aktuell für Ihn an Arbeit anstand. Vielleicht war das ja eine gute Gelegenheit, sich besser in die Gewohnheiten auf diesem Schiff einzufinden. --- CIS Liato, Quartier Mujata Nach Telmars zweiter Nachricht hatte Mujata den Befehl gegeben, die Victory zu Trelka V zu eskortieren und dann der Nachtwache das Kommando übergeben. Nach Jahren des Schiffdienstes kurze Schlafzeiten gewohnt, war Mujata wie fast immer vor seinem Weckruf erwacht und hatte sich der üblichen Morgentoilette betätigt. Das Schiff hatte mittlerweile den Planeten erreicht und mit den Hilfsmaßnahmen begonnen. Ebenso hatte man der Victory das Herunterbeamen auf den Planeten gestattet. Die Richtlinien waren bezüglich der Victory zwar eindeutig, das hinderte Mujata jedoch nicht daran, sowohl das Föderationschiff selbst als auch seine Crew auf dem Planeten von seiner Brückencrew überwachen zu lassen. Politische Rahmenbedingungen konnten sich schließlich genauso schnell wieder ändern, wie sie entstanden... Er legte seine Uniform an, rückte sie zurecht und verließ sein Quartier in Richtung Brücke --- Deck 11, Hauptmaschinenraum "Tja... es wird ernst. Besetzen Sie alle Lager und Fracht-Transporter. Alle Techniker, die nicht zur routinemäßigen Wartung der Victory benötigt werden, besorgen sich Werkzeug und versammeln sich in Frachtraum 2.", wies Dan Senior Chief Forbes an, den er zum Diensthabenden im Maschinenraum während des Aufenthalts des Bajoraners auf Trelka V erklärt hatte. Sicher gab es einige junge Offiziere, aber keiner hatte ansatzweise Erfahrung genug, den Maschinenraum zu führen, und der Terraner hatte schon die eine oder andere Schicht geleitet. "Sollen sich die Techniker für das Außenteam auf spezielle Einsätze vorbereiten?", fragte Forbes. "Bisher haben wir keine Daten über die Lage, aber Instandsetzungen an Energieversorgung und Lebenserhaltungssystemen können wir schon mal einplanen. Ich schätze, in zehn Minuten wissen wir mehr.", antwortete Dan und überließ weiteres Chief Forbes. --- Krankenstation Es war zwar noch früh am Morgen, doch Shyla war schon wieder auf der Krankenstation. Bei dem Durcheinander gestern war einiges an Arbeit liegen geblieben. Zum Glück hatten die fleißigen Techniker schnell gearbeitet und alles wieder repariert, so dass keine Spuren mehr an den Kampf von gestern erinnerten. Vom Counselor hatte sie eine Mitteilung bekommen, dass ihre Stellvertreterin erst einmal vom Dienst befreit war. Das ärgerte sie etwas, denn sie konnte verstehen, dass Haris sich gerne beschäftigen und von den Erinnerungen an gestern ablenken wollte. Sie beschloss, ihr vorzuschlagen, nachher gemeinsam eine Tasse Tee zu trinken. Doch dann wurde ihr Gedankenspiel vom Kommunikator unterbrochen. Schnell stand sie auf, meldete sich bei ihrem Team ab und machte sich auf den Weg in Richtung Konferenzraum. --- Deck 1, Konferenzraum Etwas zu früh betrat Shyla den Konferenzraum, doch sie war nicht die erste. Auch der Capitan und die erste Offizierin waren schon da. Shyla grüßte in die Runde und setzte sich an den großen Konferenztisch. --- Deck 3, Offiziersmesse Trevor wollte sich gerade den ersten Bissen seines slowakischen Frühstücks schmecken lassen, als die Funknachricht zur Zusammenkunft der Führungsoffiziere hereinkam. Missmutig schob er den Teller etwas in die Tischmitte und betrachtete sich Brühwurst, Eier und Co, welche mit Knoblauch verfeinert waren. "Mist.", stöhnte Goodchild, "Tja, hätte doch nur schlechten Atem verursacht.", murmelte er noch, dann stand der Sicherheitler mit knurrendem Magen auf, um die Offiziersmesse zu verlassen. "Computer, Aufenthaltsort von Petty Officer 1st Class Silvy Chantal LaPlace?" - "Die Zielperson befindet sich in der Waffenkammer.", verkündete die künstlich generierte Stimme brav. Ein zufriedenes Lächeln zeichnete sich auf Trevors Gesicht ab, als er dies hörte. "Goodchild an Waffenkammer, guten Morgen, Miss LaPlace, bitte rufen Sie die beiden Dienst tuenden Sicherheitsteams zu sich und rüsten Sie sie entsprechend ihrer Fähigkeiten aus. Anschließend melden Sie sich bitte bei meinem Stellvertreter, der sich während des Außeneinsatzes um die Sicherheit an Bord kümmern wird. Goodchild Ende." Kurz, bevor der Slowake den Turbolift erreicht hatte, gab er auch noch Hudson Anweisungen. "Goodchild an Ensign Kyle Hudson. Bitte geben Sie Ihre Informationen an meinen Stellvertreter Senior-Offizier Morgan weiter, was die Präparierung der Räume betrifft und dann melden Sie sich bitte in der Waffenkammer. Sie sind hiermit einem der beiden Teams zugeordnet, welche auf den Planeten runterbeamen werden. Wir treffen uns dann dort. Goodchild Ende." Die Türen des Lifts glitten auseinander und der hochgewachsene Lieutenant fand sich auf Deck 1 wieder, wo er ohne Umschweife den Konferenzraum betrat. "Guten Morgen zusammen.", begrüßte er Captain, XO und die Medizinerin, welche bereits anwesend waren. --- Deck 10, Waffenkammer "Ja, Sir, wird gemacht", bestätigte Silvy den Befehl Goodchilds schnell. Gut, dass sie bereits seit einiger Zeit in der Waffenkammer war und sich mit ihr vertraut gemacht hatte. Schnell informierte sie die beiden diensthabenden Sicherheitsteams über ihren Kommunikator und bestellte alle in die Waffenkammer. Dann wartete sie auf deren Eintreffen. --- Deck 1, Brücke "Sie sind wohl überpünktlich.", begrüßte Mila den Chefingenieur mit einem süffisanten Grinsen. "Es ist ein weiter Weg vom Maschinenraum hierher. Da kann man nie früh genug los gehen.", konterte Dan und wurde wieder ernst, "Von Ihnen beiden hat auch niemand genauere Informationen, was uns auf dem Planeten erwartet?", wandte er sich an Patterson und Nyberg, die beide mit ihren Sensoren am ehesten sich ein Bild von den Schäden des Angriffs auf die Kolonie machen konnten. Anna lächelte schwach und tippte auf ihrer Konsole. Dann drückte sie dem Chefingenieur ein PADD in die Hand. "Hier die Vorabversion, sogar bevor der Captain sie bekommt." Sie stand auf. "Ich bin auch auf dem Weg in den Konferenzraum, um das zu präsentieren." Sie zeigte auf das PADD. "Die Kolonie, was soll man darüber sagen. Eigentlich gibt es dort alles, was irgendwie Chaos produziert. Versagendes Terraforming, zerstörte Infrastruktur, Cardassianer..." "Na ja, uniformierte Cardassianer, besonders, wenn sie die Farben irgendeines obskuren Geheimordens tragen oder als Rebellen auf alles schießen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, können durchaus für Chaos sorgen, doch diese Cardassianer da unten brauchen unsere Unterstützung.", mahnte Mila, bevor sie mit Nyberg und Perel in Richtung des Konferenzraumes losging, "Allerdings könnte durchaus der eine oder andere Rebell auf dem Planeten zurückgeblieben sein, und das Herausfinden, wer ein Rebell oder nur ein einfacher Siedler ist, dürfte schwer werden." --- Deck 1, Konferenzraum Auch Telmar hatte sich nach dem Alarmbeginn und dem Komruf des Captains in Richtung Konferenzraum begeben. Die Tatsache das Yates lediglich seine Offiziere gerufen hatte, kümmerte ihn dabei recht wenig. Erstens hielt er es von sich aus für angebracht, immer auf dem laufenden zu sein, was sich Yates ausdachte und zweitens war Verbindungsoffizier und damit im weiteresten Sinne auch dem Führungsstab angehörend. "Guten Morgen, Commander Yates." grüßte er den CO und nickte ebenso Izami zu "Guten Morgen Ms Izami." Dann nahm er an einem freien Sessel Platz. James sah sich die Runde an. Alle waren anwesend, die anwesend sein mussten, hatte er das Gefühl. "Gut.", erhob er das Wort. "Es geht hier darum, die Aufgaben auf dem Planeten zu verteilen und die Mission zu planen. Alle von Ihnen haben sich unter den bis dato vorhandenen Informationen vorbereitet. Bevor wir die Aufgaben und den Ablauf im Detail besprechen würde ich bitten, dass uns Ensign Nyberg noch einmal auf den aktuellen Stand bringt - damit wir alle die selbe Gesprächsbasis haben." Er sah zu Nyberg. "Ensign.", forderte er Sie auf Bericht zu geben und sah danach zu Izami. Anna stand auf, strich ihre Uniform glatt und aktivierte den Projektor in der Mitte des Konferenztisches. "Unser Ziel ist das Trelka-System.", eine Projektion der Planeten mit verschiedenen zusätzlichen Daten erschien. "Trelka V dürfte Ihnen bekannt sein, dort gab es ein Trockendock im Orbit und eine Basis des Dominion auf der Oberfläche, die beide inzwischen größtenteils vernichtet sind. Nach dem Dominionkrieg wurde der Planet erneut kolonisiert, nach den uns vorliegenden Angaben handelt es sich um etwa 15.000 Zivilisten, größtenteils dürften sie mit der Gewinnung von Bodenschätzen beschäftigt sein. Es ist nicht bekannt, ob es sich bei den 15.000 nur um Cardassianer handelt, oder ob Bewohner anderer Planeten der Union dort als...", sie räusperte sich und änderte mit Rücksicht auf Telmars Anwesenheit ihre Wortwahl. "...Fremdarbeiter eingesetzt werden." Dann berührte Anna eine Sensortaste und der Planet wurde näher herangezoomt. "Zu Trelka V ist noch zu sagen, dass es keine idealen Lebensbedingungen bietet, es müssen Klimakontrollgeräte eingesetzt werden, um cardassianische Bedingungen zu schaffen." "Nach einem Angriff von Rebellen, aus der gleichen Gruppierung wie die Schiffe, die die Ticonderoga attackierten, kam es nun zum Notstand." Sie warf einen kurzen, mitfühlenden Blick zu Lieutenant Commander Izami, als sie von der Ticonderoga sprach. "Es wurden Rohstoffe erbeutet, aber noch viel schlimmer, viele der Klimakontrollgeräte erbeutet oder beschädigt, sowie ein Großteil der Ansiedlungen zerstört. Cardassianische Schiffe sind bereits unterwegs, um die Siedler zu evakuieren, werden aber voraussichtlich erst in 68 Stunden ankommen, Berechnungen zufolge würden bis dahin nur noch 75% der Siedler am Leben sein." Sie wartete einen Augenblick, um jedem die Zeit zu lassen, diese kurze Rechenaufgabe auszuführen... fast 4000 Opfer. "Die USS Victory folgt einem offiziellen Hilfegesuch der cardassianischen Regierung. Unsere Aufgabe ist es, den Kolonisten zu Hilfe zu kommen, bis cardassianische Hilfskräfte eintreffen." Sie wechselte wieder die Ansicht des Projektors. "Was erwartet uns nun auf Trelka V? 20°C, instabile Wetterlage, Gewitterregen, Orkanböen, Sandstürme, erhöhte UV-Strahlung, von allem etwas. Für menschliche Standards vielleicht gar nicht mal so schlimm, für cardassianische Verhältnisse absolut lebensfeindlich." Sie warf einen kurzen Blick zu Telmar, um eine eventuelle Reaktion einzufangen. "Erste Priorität hat die Errichtung von Notunterkünften. Die Überreste der Dominion-Basis kann etwa 2.000 Personen Schutz bieten, die Stollen und Produktionsgebäude können kurzzeitig für etwa 1.500 Personen umgerüstet werden. Ebensoviele haben noch Platz in den nicht zerstörten Siedlungen. Für die restlichen 10.000 muss ein Lager errichtet werden. Flüchtlingslager Typ 25B bietet sich in diesem Fall an." Es erschienen Daten zu geographischen Lage der potentielle Unterkünfte. "Zweite Priorität haben die Klimakontrollen. Vorhandene müssen, soweit noch möglich, kurzfristig repariert und auf den Bereich der Notunterkünfte konzentriert werden. Zwei kleinere Notfall-Modelle haben wir an Bord, eventuell kann die Technik sie anpassen, damit sie eine größere Fläche als gedacht versorgen können." Sie sah zu Perel. "Eventuell können Sie sich auf Trelka IV und VI bedienen. Dort wurde vor dem Dominion-Krieg Terraforming geplant, dann wieder verworfen, wieder aufgenommen, allerdings mit veralteten und teils defekten Anlagen, sodass diese Planeten momentan noch unbewohnbar sind." Hier machte Anna eine kleine Pause, aber fuhr dann doch fort, bevor jemand eine Frage stellen konnte, hinterher ließen sich diese meist besser beantworten. "Kommen wir zu den Risiken. Das übliche Risiko von Flüchtlingslagern gilt auch hier: Ausbruch von Seuchen aufgrund mangelnder Hygiene und zu vielen Personen auf zu kleinem Raum. Ich denke, unsere Medizin kennt die entsprechenden Notfallpläne und wird sie zusätzlich zur Kranken- und Verletztenversorgung einsetzen." Sie warf einen Blick in Richtung der Chefärztin. "Nicht zu unterschätzen ist das Sicherheitsrisiko. Auch wenn die Kolonie Ziel eines Rebellenangriffs geworden ist, können wir nicht ausschließen, dass es unter der Bevölkerung Sympathisanten gibt, die uns gefährlich werden können." "Aber es gibt auch positives zu berichten. Uns wurde zugesagt, dass die lokale Verwaltung uns mit allen Mitteln zur Seite stehen wird und alle tauglichen Kolonisten bereit zu Arbeitseinheiten organisiert wurden." 'Ein Hoch auf Cardassias überragende Administration und seine überaus loyalen, disziplinierten Bürger!', war Anna versucht, sarkastisch hinzuzufügen. Statt dessen nahm sie wieder Platz und wartete auf die unvermeidlichen Fragen zur Mission. James riss das Wort mit der ersten Meldung wieder an sich. "Hervorragende Ausführung, Ensign." lobte er Nyberg und sah zu Izami rüber. Ganz im Ernst war er von dem Detailgrad der Erläuterung regelrecht fasziniert - er selbst hätte das alles nicht gewusst. Aber genau dafür hatte er ja Personal. "Also, hat jemand Fragen oder Anmerkungen? Gul Telmar, können Sie vielleicht noch etwas hinzufügen wie wir vermutlich empfangen werden?" "Ich empfehle Bewaffnung der Außenteams - sowohl unseres als auch Mujatas. Wie Nyberg schon gesagt hat, sind vermutlich Sympathisanten der Rebellen auf dem Planeten, und die könnten alles daran setzen, unsere Bemühungen zunichte zu machen.", schlug Mila vor und sah zu dem Cardassianer am Tisch, "Gul Telmar, Sie sollten Mujata dann eindringlich klar machen, dass die Waffen unserer Leute nicht gegen seine Leute sind." Nach dem der Commander mit seiner Anmerkung fertig war, hob Marc seine Hand um auf sich aufmerksam zu machen. "Ich denke, das sollte allen klar sein.", nahm Deirdra Pattersons Anmerkung entgegen und sah zuerst Patterson, dann Telmar an. Sie wollte den Punkt nicht weiter als nötig diskutieren, immerhin bezeichneten sich alle Anwesenden als Angehörige bestimmter Zivilisationen, was immerhin 'zivilisiert' implizierte. Jetzt sah sie, dass sich der CONN gemeldet hatte. "Sie möchten etwas sagen, Mr. Darwin? Nur zu.", forderte sie ihn auf. "Wenn sie keinen CONN brauchen, melde ich mich freiwillig, für die Außenmission.", meldete er sich. "Und wie kommen wir auf den Planeten? Dann noch wie viel Mann werden Gebraucht?", erkundigte er sich noch bei Lt. Cmdr. Izami. "Wenn Sie erlauben, Ma'am, möchte ich an diesem Punkt gleich eine Frage anschließen und zwar: Mit welcher Bewaffnung müssen wir auf der Seite der Rebellen rechnen?", wollte Goodchild wissen. James mischte sich noch einmal ein, um etwas Ruhe in die Lage zu bekommen. "Es ist keinesfalls sichergestellt, dass wir überhaupt auf Rebellen treffen. Das Risiko von Sympathisanten zu den Rebellen besteht allerdings, wenn auch diese Sympathie nach Bombardierung und Plünderung geringer ausfallen dürfte. Im Allgemeinen gilt, trotz der Notlage, dass die Cardassianer uns kaum empfänglicher gegenüber stehen als wir Ihnen. Auf Feindseligkeiten sollten wir vorbereitet sein. Und ..." Er sah zu Goodchild "... dann können wir davon ausgehen, dass die Bewaffnung dem Standard entspricht. Handwaffen, mit unseren Phasern und Phasergewehren vergleichbar wenn auch älter und in schlechterem technischen Zustand. Unsere Außenteambewaffnung sollte adäquat sein." Auch an Darwin richtete er ein Wort. "Für einen Navigator haben wir sicher immer Verwendung - dazu gleich mehr wenn Commander Izami die Einteilung der Teams vornimmt." Er sah zu Deirdra, Sie hatte sich sicher schon Gedanken dazu gemacht. Deirdra lächelte kurz - und professionell - zu James. Er machte es sich gerade einfach, aber so wie er sich vorhin im Bereitschaftsraum verhalten hatte, war es auch besser so. Immerhin hatte Deirdra ja schon ein paar Minuten alleine mit der Notfallorganisations-Richtlinie gehabt. "Wir werden mehrere Teams runterschicken, ein Teil wird mit den lokalen Teams die Versorgung übernehmen, für andere gibt es Sonderaufgaben." Sie blickte in die Runde. "Kommen wir zu den Details.", während sie weitersprach, blickte sie jeweils die Angesprochenen an. "Zuerst: Commander Yates hat das Kommando. Die Einsatzleitung vor Ort und Koordination mit der lokalen Verwaltung und den Einsatzkräften übernehmen Gul Telmar und Ensign Nyberg." Über das Gesicht der jungen Frau meinte Deirdra eine ganze Parade von Emotionen wandern zu sehen, angefangen von Überraschung, Entsetzten, weiter zu Empörung, dann Wut, bis sie wieder zu neutral zurückkehrte, wenn auch mit etwas lebendiger Gesichtsfarbe, und sich ein verkniffenes Nicken zur Bestätigung abrang. Deirdra ging zum nächsten Team über. "Ensign Perel, Sie sind für die technischen Details auf dem Planeten zuständig. Nehmen Sie sich so viele Techniker, wie Sie entbehren können und bringen Sie die Klimakontrollen wieder provisorisch zum Laufen, außerdem obliegt Ihnen, die Notunterkünfte zu errichten. Lieutenant Mohan, Sie werden sich anschließen, falls es Probleme gibt, ist es nie schlecht, einen Wissenschaftler dabei zu haben. Nehmen Sie am besten noch ein kleines Team mit, man kann nie wissen" Sie lächelte kurz ihrer ehemaligen Stellvertreterin zu. Sie war sich sicher, dass sie eine adäquate Beschäftigung finden würde und wenn es nur die Datensammlung über cardassianische Bergbaukolonien war. "Noch etwas, Mr. Perel: schicken Sie einen Techniker los, der die Anlagen auf Trelka IV und VI unter die Lupe nimmt, ob wir eventuell Teile davon weiterverwenden können. Ensign Darwin, da Sie sich gerade freiwillig gemeldet haben, werden Sie der Pilot sein, der den Techniker dorthin bringt." Jetzt hatte das Lächeln einen gewitzeren Ausdruck. "Lieutenant Miller.", wandte sie sich dann an die Ärztin. "Sie sind für die medizinische Versorgung, die hygienischen Zustände und die Errichtung einer Krankenstation zuständig. Für Sie gilt das gleiche wie für Mr. Perel: Nehmen Sie soviele medizinische Hilfskräfte wie Sie entbehren können mit. Wie ich gehört habe, ist Ihre Stellvertreterin gerade beurlaubt. Sofern Lieutenant Haris sich selbst für arbeitsfähig hält, kein Problem mit dem Einsatzgebiet hat und nichts gravierendes dagegen spricht, wird der Urlaub ausgesetzt." "Lieutenant Knight.", drehte sich Deirdra weiter. "Sie werden die Lage dort unten sondieren. Wir sollten auf dem laufenden bleiben, welche Stimmung dort unten herrscht, außerdem werden sie psychologische Hilfe leisten, wo immer sie nötig ist. Ich denke, Sie sind professionell genug, um zu wissen, wie Sie sich Cardassianern gegenüber verhalten." Sie sah ihn kurz prüfend an und hoffte, dass die Akademie entsprechende Kurse im Angebot hatte. Sie sah sich die an, die sie noch nicht benannt hatte. "Kommen wir zum Rest. Die Außenteams können natürlich nicht alleine runtergehen. Lieutenant Goodchild, Sie selbst werden mit Gul Telmar und Ensign Nyberg gehen. Lieutenant Patterson, solange Ihre Anwesenheit auf der Brücke nicht notwendig ist, werden Sie bei den Medizinern sein." Sie blickte kurz zu Miller, dann wieder zu Goodchild. "Dem Rest teilen Sie Sicherheitsteams zu." Deirdra lehnte sich zurück und faltete die Hände. "Jedem werden noch lokale Arbeitskräfte zugeteilt. Wenn Sie zusätzliche Kräfte benötigen oder Sie Material brauchen, das Sie nicht aus ihrer eigenen Abteilung beziehen können, wenden Sie sich an Ensign Nyberg. Was Commander Yates und mich angeht, wir werden vorerst auf der Victory bleiben, den Einsatz überwachen und die restlichen Aufgaben erledigen sich auch nicht von alleine. Wenn irgendetwas klemmt, zögern Sie nicht, sofort Bescheid zu geben." Sie sah sich um. "Noch irgendwelche Fragen?" "Was den Aufbau von Notunterkünften angeht... mir wäre recht, wenn wir so viele Freiwillige wie möglich aus allen Abteilungen und Schichten hinzuziehen könnten. Der Aufbau ist an und für sich relativ einfach, solange ein paar Techniker dabei sind, die die Koordination übernehmen. Das würde meinen Leuten jedenfalls mehr Zeit bescheren, die lebenswichtigen Systeme wie Energiegewinnung, -Verteilung und Wetterkontrolleinheiten soweit zu reparieren, damit sie bis zur Evakuierung halten.", erwiderte Dan und machte eine kurze Pause, "Ferner sollten drei Techniker mit Ensign Darwin los, denn selbst mit Antigrav-Unterstützung sind Energiegeneratoren oder Atmosphärenwandler nicht gerade handliche Gerätschaften. Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Pachamama startklar. Sie wäre ideal für diese Mission." Deirdra sah zu Perel. "Zu Ihren ersten Bedenken: Wir werden genug Freiwillige zum Aufbau haben, aus allen Schichten der Victory werden Einsatzteams gebildet, außerdem stehen uns genügend Arbeitswillige auf dem Planeten zur Verfügung. Überprüfen Sie besser, ob sie schnell genug das ganze Material besorgen können." Deirdra wusste, dass eine gewisse Notfallausstattung immer an Bord war, aber bestimmt nicht in dieser Größenordnung. Natürlich waren Notfallzelte äußerst materialsparend konstruiert, aber die Replikatoren würden wohl trotzdem glühen. "Die drei Techniker gehen in Ordnung, und das Shuttle steht Ihnen zur Verfügung." Dann wandte sie sich der nächsten Frage zu. Dan nickte bestätigend und tippte auf seinen Kommunikator, um zumindest das Team für Ensign Darwin zusammenzustellen. Bowman war geeignet für die Leitung eines solchen Teams, außerdem war ein Außeneinsatz auch für ihn sicher eine Abwechslung. "Perel an Bowman, übergeben Sie Ihre Aufgabe an jemanden anderes und nehmen Sie sich zwei Techniker für eine Außenmission. Als Werkzeug nehmen Sie alles mit, was Sie für die Bergung von Atmosphärenwandlern und Energieerzeugern cardassianischer Bauart benötigen. Denken Sie auch an Schutzanzüge, denn Sie werden nach Trelka IV und Trelka VI fliegen. Ensign Darwin wird Sie im Shuttle-Hangar bei der Pachamama erwarten.", informierte der Bajoraner den jungen Chief. "Commander, wir sollten auf jeden Fall ein größeres Kontingent an Sicherheitsleuten rund um das Notfall-Lazarett verteilen - Ich gehe schwer davon aus, dass das Lazarett vermutlich ein vordringliches Ziel eventuell verbliebener Rebellen oder Sympathisanten sein wird.", erwiderte Mila und sah nun abwechselnd zwischen Gul Telmar und Commander Izami hin und her, "Am Besten sollten wir eine Gruppe bestehend aus Sternenflotten-Personal und Personal, das Gul Mujata entbehren kann, zusammenstellen. Ich denke, das sollte den Siedlern deutlich machen, dass wir zusammenarbeiten." "Gute Idee.", kommentierte sie nur und sah dann zu Nyberg, Telmar und Goodchild. "Ihre erste Aufgabe.", reichte sie die Verantwortung weiter. "Sonst noch etwas?" Shyla hatte die Ausführungen von Commander Izami mit einem kurzen Nicken bestätigt. Da kam ja einiges auf Sie zu. Zum Glück durfte sie Lieutnant Haris auch einsetzen, sie hoffte, dass diese sich soweit gut fühlte. Sie konnte jede Unterstützung gebrauchen. In Gedanken fing sie schon einmal an, einzuteilen, wen sie mit auf den Planeten nehmen würde und wer hier auf der Station bleiben würde. So viele wie möglich unten auf dem Planeten, das war klar. Dort würde es jede Menge zu tun geben. Hier oben tat es zunächst auch eine Notbesetzung. Trevor schüttelte den Kopf und erhob sich. Dem Team, welchem er zugewiesen worden war, bedeutete er, sich kurz zu gedulden. Der derzeitige Sicherheitschef verkrümelte sich in eine Ecke und öffnete einen Kanal: "Goodchild an LaPlace und Hudson: Miss LaPlace, Sie werden bitte umgehend drei Sicherheitsteams für den Außeneinsatz ausrüsten, stellen Sie Teams zusammen, welche aus jeweils 20 Sicherheitlern bestehen. Team 1 soll sich bei Lieutenant Patterson melden. Ensign Hudson, sie werden Team 2 leiten und sich auf dem Planeten zügig an Ensign Perel wenden, er wird Sie dann weiter in seine Aufgaben integrieren." Der Slowake machte eine kurze Redepause, dachte noch einmal genau nach, um den Überblick zu behalten. "Miss LaPlace, Sie selbst übernehmen bitte die Führung des dritten Teams. Ihrer Mannschaft obliegt der Schutz unseres Counselors Lieutenant Knight. Sollten während des Einsatzes Fragen oder unvorhergesehene Probleme auftauchen, dann scheuen Sie sich bitte beide nicht und kontakten Sie mich, um Unterstützung anzufordern. Ich werde immer ein offenes Ohr für Sie haben. Wir müssen dort mit unangenehmen Kontakt mit Rebellen und deren Sympathisanten rechnen, die durchaus ordentliche Bewaffnung vorweisen können. Also viel Erfolg. Goodchild Ende." Nach diesen Worten wandte er sich an Nyberg und Telmar: "Ensign, Gul", Trevor nickte der jungen zierlichen Frau und dem Verbindungsoffizier freundlich zu, "ich werde ab sofort nicht mehr von Ihrer Seite weichen. Wie lauten Ihre ersten Befehle? Ich werde Sie unterstützen, wo ich kann." 'Halten Sie mir alle Schuppenträger vom Leib.', war Anna geneigt zu antworten, statt dessen antwortete sie nur kurz. "Danke, Lieutenant. Nichts für ungut, aber ich hoffe, wir werden ihre Unterstützung nicht benötigen." Trevor schmunzelte. "Aber das ist doch vollkommen verständlich", erwiderte der Sicherheitler entsprechend knapp. Diese Teameinteilung war ganz und gar nicht nach ihrem Geschmack. Aber wahrscheinlich hätte sie sich das überlegen sollen, bevor sie sich für den Einsatz an der cardassianischen Grenze gemeldet hatte. Innerlich seufzend nahm sie zur Kenntnis, dass ein Cardassianer mehr oder weniger - also Telmar - bei diesem Einsatz nicht mehr ins Gewicht fiel. Wenigstens hatte sie noch Goodchild an ihrer Seite, oder besser auf ihrer Seite. "Aye, Ma'am.", bestätigte sie die Befehle, die Izami an sie ausgegeben hatte und machte sich auch daran den Raum zu verlassen. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, ob ihr ihre beiden Kollegen folgten. --- Deck 10, Waffenkammer Etwas überrascht hatte Silvy den Komm-Ruf von Goodchild zur Kenntnis genommen. Sie sollte ein Außenteam leiten? Das hatte sie zwar in der Theorie gelernt, aber noch nie in der Praxis angewendet. Dann auch gleich so ein großes Team aus 20 Kollegen. Um die insgesamt 60 zusammen zu bekommen musste Silvy auf alle Schichten zurückgreifen, auch auf die, die zur Zeit dienstfrei hatten. Sie bestellte diese Kollegen ebenfalls in die Waffenkammer. Von denen, die Dienst hatten, trafen bereits die ersten ein. Silvy teilte sie nach den Schichten ein, die A, B und C-Schicht kannten sich und arbeiteten gut zusammen, deshalb würden sie auch jetzt die Teams bilden. Dann fing sie an, die Sicherheitler mit allem auszurüsten, was notwendig war. Bald war in und um die Waffenkammer herum ein reges Treiben im Gange. --- Deck 10, Service-Punkt "Sie gehen mit runter?" fragte Dave die Leute die bei ihm standen und nach Ausrüstung fragten. Hektisches Nicken. "Okay, aber Sie finden die Zelte und Ausrüstungen in den Frachträumen 7 oder 8 auf den Decks 17 und 18. Melden Sie sich im HMR - dort kann Ihnen jemand die Räume öffnen." Es war schon das dritte mal das er welche weg schicken mussten die nach den Dienst- und Schichtplänen auf jeden fall eingeteilt werden würden und sich schon einmal vorbereiten würden wollen. Er konnte Ihnen nicht helfen. Er saß da und wartete auf Befehle. >> "Perel an Bowman, übergeben Sie Ihre Aufgabe an jemanden anderes und nehmen Sie sich zwei Techniker für eine Außenmission. Als Werkzeug nehmen Sie alles mit, was Sie für die Bergung von Atmosphärenwandlern und Energieerzeugern cardassianischer Bauart benötigen. Denken Sie auch an Schutzanzüge, denn Sie werden nach Trelka IV und Trelka VI fliegen. Ensign Darwin wird Sie im Shuttle-Hangar bei der Pachamama erwarten." << "Aye, Sir." Bestätigte Dave seine neuen Befehle. Geräte bergen auf unwirtlichen Planeten - na herrlich. Er ging zu einem der Terminal und öffnete das Info Portal, die Pachamama war das Runabout der USS Victory, Danube Klasse. Gemäß Auskunft war es gerade konfiguriert als Langstreckenshuttle für mehrere Personen. Hatte also das Modul für Schlaf- und Aufenthaltsmöglichkeit eingebaut. Das konnte er nicht gebrauchen. Er tippte auf seinen Kommunikator. "Bowman an Morani. Carl, bist du noch im Hangar?" rief er seinen Kollegen, mit dem er während der Geiselnahme zusammen gearbeitet hatte. Die Antwort kam prompt. "Hey Dave, klar, ich bin noch hier. Was gibt's?" "Ich krieg die Pachamama. Wie ist ihr Status?" "Absolut bereit." "Okay, ich brauch das Frachtmodul! Und zwar jetzt sofort." "Boah Dave, das ist Arbeit! Wofür? Und was hab ich davon?" "Befehl vom CEO, geht zu nem Flug zu den Nachbarplaneten, wir müssen Geräte bergen. Und du ... kommst mit." "Okay, das klingt fair. Ich tausch dir das Modul. Abklemmen, austauschen, anklemmen. Wenn Dimoudi und Tkachuk mir helfen ungefähr 20 Minuten." "Alles klar, dann bin ich dann bei dir. Bowman Ende." Er sah sich im umgebauten Frachtraum um und lief zu einem der anwesenden Techniker. "Ich muss los, Außeneinsatz, leite du den Service hier weiter." Schnell klopfte er dem überraschten PO auf die Schulter und verschwand im Laufschritt aus dem Raum Richtung Maschinenraum. "Bowman an Crewman Shi'raq.", rief er einen der Bolianer aus seinem Techniker Team. "Hier Shi'raq, was kann ich für Sie tun, Sir?" "Sie kommen mit auf einen Außeneinsatz. Stellen Sie die Standardausrüstung für 4 Personen zusammen. Raumanzüge, Tricorder, Waffen und der ganze Quatsch, informieren Sie sich über Trelka IV und VI - dann sehen Sie was wir brauchen um da am leben zu bleiben und arbeiten zu können. In 20 Minuten im Hangar! Bowman Ende." Er lief schnell weiter. Morani machte das Runabout klar, Shi'raq sorgte für die Standard Ausrüstung vom Team. Also musste er das Werkzeug besorgen. Im Frachtraum 3 auf Deck 15 spannte er zwei Standardcontainer an Anti-Grav Einheiten und zog sie durch die Reihen. Allerlei leichtes und schweres Gerät verschwand in den Containern. Die Anlagen mussten immerhin geborgen werden - also dabei intakt bleiben. Schlimmstenfalls waren Sie bereits defekt und mussten repariert werden. Dabei wusste er eigentlich zu wenig über Atmosphärenwandler und Energieerzeuger der Cardassianer. Selbst die gleiche Technik der Föderation würde tagelanges Einarbeiten brauchen um gute Ergebnisse zu erzielen. Aber es ging um kurzfristige Lösungen. Also gab es erstmal nur die Standard Werkzeuge, die er sich vorstellte. Damit war der erste Container voll. Eine Inventurliste erschien sogleich obenauf. "Computer, ist uns die Bauweise cardassianischer Atmosphärenwandler und Energieerzeuger bekannt?" "Aus übernommenen Daten der Bajoraner und aus Datenbeständen der Wissenschaft sind Fragmente vorhanden." "Definiere Datenbestände der Wissenschaft." "Die Analyse von überspielten Daten der Agamemnon enthielten technische Daten und Baupläne." "Sind die Daten analysiert?" "Korrekt, es handelt sich um spezifische Angaben zur Sabotage." "Daten und Baupläne in die Pachamama laden.", befahl Bowman. Wenn es um Sabotage ging, war dort sich beschrieben wie man Dinge zerstörte - also wusste er, wo er reparieren musste. "Überspielt." "Sind die Systeme mit unseren Kompatibel?" "Positiv." Dave ging weiter und im zweiten Container verschwanden allerlei Ersatzteile die sich nicht ohne weiteres an Bord der Pachamama replizieren ließen. Er schaute auf die Uhr - noch 5 Minuten und noch kein entgültiger Startbefehl von Perel und keine Durchsage der Brücke. Bevor das nicht kam, würde er Darwin nicht ansprechen via Interkom, vielleicht dauerte die Besprechung noch an und er saß auch dort. Seine 20 Minuten waren ja aus der Luft gegriffen gewesen. Er zog die beiden Antigrav Behälter hinter sich her Richtung Shuttlehangar. --- Deck 1, Konferenzraum "Da Sie alle mit Ihren Gedanken schon bei den eingeteilten Aufgaben sind, schlage ich vor, Sie widmen sich ab sofort dem, was uns bevorsteht. Die Einteilung ist klar, offene Fragen sind beantwortet, und die Aufgaben verteilt. Machen wir uns alle an die Arbeit und...", er sah zu Telmar. "Ich erwarte von allen, dass ganz im Sinne der Föderation und Sternenflotte gehandelt wird." Während sich alles auflöste und die Leute aus dem Raum heraus strömten wandte sich Yates an Ensign Darwin. "Rüsten Sie sich bitte aus, besorgen Sie sich alle Informationen die Sie zum Navigieren brauchen und melden Sie sich im Hangar. CPO Bowman ist ein guter Techniker und versteht sein Handwerk, er mag manchmal unkonventionell erscheinen - aber vertrauen Sie ihm ruhig. Er weiß was zu tun ist." "Patterson an LaPlace, mein Team soll sich vor Transporterraum 3 versammeln, nachdem es sich bewaffnet hat. Für mich legen sie einen Handphaser und einen Tricorder bereit.", informierte Mila die junge Frau in der Waffenkammer, bevor sie selbst sich aufmachte zur Krankenstation, um sich mit Dr. Miller zu besprechen. --- Deck 10, Waffenkammer Die Waffenausgabe war in vollem Gange, als Silvy den Komm-Ruf von Lieutenant Patterson erhielt. Mit der Hilfe eines Ensigns, der die PADDs mit den Einteilungen in der Hand hielt, versammelte sie die Leute, die dem Team von Patterson zugeteilt waren und schickte sie zum vereinbarten Treffpunkt. Die angeforderten Waffen gab sie einem Crewman mit. Auch die anderen Teams waren mittlerweile ausgerüstet und verteilten sich zu ihren Sammelstellen. Nur noch ihre eigene Mannschaft war vor und in der Waffenkammer versammelt. Silvy eröffnete einen Kanal zu Counselor Knight. "LaPlace an Knight. Ich bin die Leiterin ihres Sicherheits-Teams. Wo sollen wir uns bereitstellen?", fragte sie. --- Deck 1, Konferenzraum Dan erhob sich ebenfalls und machte sich auf zum Maschinenraum, um dort seine eigene Ausrüstung zu holen. Außerdem mussten die Techniker instruiert werden, abgesehen von Bowman, der bereits seine Aufgabe hatte. Als die Konferenz beendet war, verließ auch Shyla den Konferenzraum. Alle Offiziere waren dabei, ihren Leuten über Komm Anweisungen zu erteilen. Auf dem Weg zum Turbolift fing auch Shyla damit an. "Miller an Haris. Lieutenant, ich brauche Sie auf der Krankenstation. Bitte kommen Sie in mein Büro. Wir haben einen Außeneinsatz zu bewältigen.", sagte sie kurz angebunden. Alle weiteren Details konnten warten. --- Korridore Gerade hatte Haris den Turbolift gerufen, als der Ruf von Miller eintraf. Sie blickte sich kurz in die Richtung um, aus der sie gerade gekommen war. Der Counselor würde das sicherlich nicht gut heißen, aber andererseits, sie wusste einfach nicht wirklich, was mit ihrer Zeit anzufangen, als zu sehr zu grübeln und die aufschleichende Angst zu unterdrücken, sie könne sich durch ihre gezwungene Auszeit gegen ihren Arbeitsplatz auflehnen, weil sie dort schlimmes erlebt hatte. Sofort wieder rauf aufs Pferd beim Absturz war da doch eher ihre Devise. Da sie sich aber noch nicht um einen neuen Kommunikator gekümmert hatte, antwortete sie Millers Ruf nicht und annullierte ihren Liftruf und wandte sich wieder um, ging Richtung Krankenstation. --- Deck 1, Konferenzraum Deirdra beobachtete lächelnd, wie sich jeder auf seine Aufgaben stürzte. Als alle bis auf sie und James den Raum verlassen hatten, sagte sie seufzend. "Dann werde ich mich wohl mal all den Sachen zuwenden, die in letzter Zeit liegen geblieben sind. Hast Du die Brücke oder bist Du im Bereitschaftsraum?" Sie hoffte, dass James die Brücke übernahm. Papierkrieg ließ sich immer besser von einem Schreibtisch führen, als von einem Kommandantensessel. "Du kommst sicher am schnellsten vorwärts wenn du in deinem Büro Ruhe hast, dann nehme ich die Brücke." Er schloss die Augen und ging die Sachen auf seinem Schreibtisch im Bereitschaftsraum durch. "Wenn man Ruhe hat, schafft man in wenigen Stunden so viel wie sonst in Tagen - die ständigen Unterbrechungen. Ich werd mir trotzdem Kleinigkeiten mit auf die Brücke nehmen." James stand von seinem Platz auf. "Ich werde der Liato unsere Team Einteilung und Einsatzplanung übermitteln, dann können die sich schon was vorbereiten, bevor die Teams auf dem Planeten die Koordination übernehmen. Wir sehen uns später." Yates lächelte etwas gezwungen aber innerlich ehrlich Richtung Deirdra und kehrte ihr den Rücken zu, in seinen Gedanken überschlug sich immer noch alles und Zweifel keimten. "Bis dann.", verabschiedete sich Deirdra und legte im Vorbeigehen ihre Hand sanft auf James' Schulter. Dort lastete gerade einiges, aber so war es nun einmal, wenn man ein Schiff kommandierte. James würde das schon schaffen, dachte sie. Ansonsten wäre es wirklich schade um ihn. --- Deck 1, Brücke "Sir.", wurde Commander Yates direkt angesprochen, als er die Brücke betrat. "Ensign?" fragte James leicht überrascht und gestört. "Ensign Mavira, Sir.", stellte sich die junge Dame vor. James hakte nach: "O.K., Ensign Mavira. Kann ich etwas für Sie tun?" "Nein Sir, ich dachte ich könnte etwas für Sie tun.", konterte die brünett kurz gelockte Frau. Es zogen sich fragende Falten auf James Stirn "Und dabei dachten Sie woran?" "Ähm." Mavira wurde schlagartig rot und trat einen Schritt zurück. Ihr Vorgehen erschien ihr jetzt plötzlich zu forsch und die ersten Crewmitglieder auf der Brücke schauten und lauschten. "Einen Kaffee oder Tee vielleicht?" "In Ordnung, ein Tee hört sich gut an, ich trinke..." "...Darjeeling, Sir. Ich weiß, Sir." Hatte Mavira ihre Selbstsicherheit und das Glänzen in den haselnussbraunen Augen zurück gewonnen. "Gut." James wich Mavira mit einem Schritt aus und ging weiter zu seinem Bereitschaftsraum, um sich etwas Arbeit mit auf die Brücke zu nehmen. "Aye, Sir.", Mavira eilte davon. Yates schüttelte amüsiert nur den Kopf, jetzt war er entgültig aus allen Gedanken und Konzepten heraus gekommen. --- Turbolift Durch den kleiner werdenden Spalt zwischen den Türen des Turbolifts hatte Deirdra diese letzte Szene noch beobachten dürfen. Sie musste lacheln. Mit einer Crew, die sich so um das Wohlergehen des Kommandanten kümmerte, konnte doch kaum etwas schief gehen. --- Deck 2, Büro des ersten Offiziers Noch immer mit einem leisen Lächeln auf den Lippen betrat Deirdra ihr Büro. Beim Anblick des Schreibtisches wäre er ihr allerdings beinahe wieder vergangen. Sie fragte sich, ob sie sich täuschte oder ob die Anzahl der PADDs wieder angewachsen war. Aber alles Überlegen nützte nichts, abwarten würde nur noch mehr Arbeit bringen. Nach dem ersten Sichten holte sie sich einen Becher Kaffee am nächsten Replikator - da dieses Deck nicht sehr viel beherbergte, hatte jemand wohl aus Kostengründen nur einen Replikator im Gang zwischen Beobachtungslounge und ihrem Büro vorgesehen. Zurück an ihrem Schreibtisch, wo die PADD-Inhalte inzwischen auf ihre Konsole gewandert und in virtuellen Stapeln auf ihre Beantwortung warteten, fragte sie sich wie frech es wäre, Ensign Mavira, die Ordonnanzoffizierin des Kommandanten, eine Weile zu beanspruchen - mit Teeholen alleine war sie sicherlich unterfordert. Hier wartete immerhin ein Stapel Anfragen, bei dem Deirdra die längste Zeit nur beschäftigt wäre, die gleichen Antwortsätze zu diktieren. Diesen Schriftverkehr könnte wirklich jemand anders erledigen. --- auf dem Weg zum Shuttlehangar Im Gehen wandte Anna sich an den Gul. "Gul Telmar, denken Sie, dass an Bord der Liato genügend Sicherheitskräfte entbehrt werden können, die für einen gemischten Einsatz geeignet sind?" Bei den Sternenflottensicherheitskräften war sie sich sicher, dass zumindest ein kurzes Interspezies-Verhaltenstraining stattgefunden hatte. Bei cardassianischen würde sie darauf wetten, dass es nicht einmal einen entsprechenden Begriff, geschweige denn eine Lerneinheit dafür gab. "Wenn ja, bitte ich Sie, mit Gul Mujata in Kontakt zu treten, ihm die Situation zu schildern und diese Sicherheitskräfte zu organisieren." Dann wandte sie sich an Goodchild. "Jetzt kann ich doch Ihre Hilfe gebrauchen, Mr. Goodchild.", sagte sie lächelnd. "Das hier ist das Gelände für das Lager." Sie rief auf ihrem PADD den Plan auf, den alle während der Besprechung erhalten hatten. Eine sanft abfallende Bergflanke präsentierte sich, darauf projiziert ein Areal von etwa 700 m Länge und Breite. Farbige Quadrate markierten die Positionen von einer großen und drei kleineren Krankenstationen, 50 Verteilpunkten für Nahrung und Wasser, 100 Hygiene-Containern und 750 noch zu errichtenden Zelten. Daneben war außerdem ein Shuttle-Landeplatz eingezeichnet. "Die Standards sehen diese Verteilung von Sicherheitskräften vor." Sie blendete eine neue Ebene ein, mit vielen, systematisch verteilten Punkten. "Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das unter diesen Umständen die richtige Anzahl und Verteilung ist. Was meinen Sie?" Inzwischen hattten sie die Brücke überquert, den Turbolift bestiegen, waren mehrere Decks hinabgefahren. Die Türen öffneten sich wieder und vor ihnen lag der Korridor zum Shuttlehangar. "Ich habe übrigens die Sedna als mobile Aktionsbasis bereitstellen lassen.", warf Anna kurz dazwischen. "Das war eine gute Idee", entgegnete Goodchild freundlich und warf dann einen flüchtigen Blick auf das PADD-Display. "Mit den Standards bin ich gut vertraut, Ma'am.", Trevor vermied es, die junge Frau mit dem auffallend schönen schwarzen Haar mit ihrem Rang anzusprechen, um sie nicht zu verunsichern. Doch im Augenblick bestand diese Sorge eigentlich überhaupt nicht. "Danke.", murmelte Anna nur sehr leise und weitaus weniger sicher, als sie vorher noch gesprochen hatte. Sie mochte es, mitten ins Geschehen geworfen zu werden, organisieren zu können, dann konnte auf das Hier und jetzt konzentrieren und vergaß das Drumherum. Lob oder Anerkennung dagegen brachte sie meistens zurück in die Realität und ihre Selbstzweifel begannen sich zu regen und zu fragen, ob sie das überhaupt verdient hatte. Der Osteuropäer gab der Ensign nicht die Gelegenheit, darauf zu reagieren, stattdessen meinte er: "Meiner Ansicht nach sind diese Standards zunächst eine recht gute Basis für die Gewährleistung der Sicherheit auf dem Gelände, was ja einen knappen Kilometer umfasst. Augenblicklich entzieht es sich meiner Kenntnis, mit welcher konkreten Anzahl von Hilfskräften wir dort unten rechnen können. Erst dann kann ich sagen, ob die Standards auch anwendbar sind." In diesem Moment glitten die Türen zum Hangardeck auseinander und ein beflissener rothaariger Crewman stellte sich ihnen in den Weg. "Sir", kam lediglich über seine Lippen und dann drückte er dem jüdischen Vize-Sicherheitschef eine Waffe in die Hand. Trevor musste rasch die Überraschung in seiner Miene unterbinden, bevor er wieder Haltung annahm, dem jungen Mann dankend zunickte und das Phasergewehr des Typs 3 auf seine Einstellung 'Betäubung' hin überprüfte. LaPlace hatte ganze Arbeit geleistet.... "D'akujem!", murmelte Trevor in seiner Muttersprache anerkennend. Der Slowake wäre sauber aufgelaufen, als sogenannter Leibwächter ohne Bewaffnung, welche der Mittdreißiger in diesem Trubel glatt vergessen hatte. Das Trio betrat das Hangardeck. Anna wartete ab, bis Goodchild sich bewaffnet hatte und fragte sich, ob sie sich nicht auch besser um einen Handphaser kümmern sollte. "Nehmen Sie einfach beide Varianten an: ein einzelnes Team, um guten Willen zu zeigen oder gleich die halbe Crew, um uns zu beeindrucken." Sie warf einen kurzen Seitenblick zu Telmar, falls er ihre Worte mithörte. Es war nun mal ihre Ansicht, dass sie von Cardassianern keine halben Sachen erwartete, sondern immer das eine oder das andere Extrem. "Noch etwas anderes.", sie wies auf Goodchilds Phaser. "Hätten Sie da noch eine handlichere Variante für mich übrig?" Goodchild bedauerte es, dass LaPlace daran nicht gedacht hatte, aber im gleichen Moment rügte sich der Sicherheitler selbst, da die Leitung der verschiedenen Teams eigentlich seine Angelegenheit war. Schließlich konnte sich die junge Silvy nicht um alles kümmern, was mit dem wichtigsten Werkzeug der Sicherheit, der verschiedenen Waffengattungen, zu tun hatte. "Selbstverständlich." Der Slawe legte rasch die paar Meter zum Rotschopf zurück, um ihm dann seinen eigenen Phaser abzunehmen. "Kümmern Sie sich umgehend um Ersatz." Nachdem er die Waffe auf ihre Einstellungen geprüft hatte, übergab er sie sofort Ensign Nyberg. Nickend nahm er neben den beiden Zielpersonen seines Auftrages Haltung an. "Werden wir auch mit der Sedna runter fliegen?", wollte er dann von der Leiterin seines Teams wissen. Mit einem kurze "Danke." befestigte Anna die Waffe an ihrer Uniform. "Natürlich.", Anna lächelte und ging auf das Shuttle zu. Mit Befriedigung sah sie, dass bereits ein Pilot bereitstand. Jeder hatte zwar in der Grundausbildung gelernt, ein Shuttle zu fliegen, aber in diesem Fall überließ sie es lieber einem Profi. "Ich habe bisher nur Kom-Kontakt zu Administration von Trelka V gehabt und das Gelände nur aus Luftbildaufnahmen gesehen, es wird Zeit einen persönlichen Besuch abzustatten, und zu zeigen, dass wir in Frieden kommen.", sie grinste leicht. Eigentlich war das meiste schon geklärt, wie und wo das Lager gebaut wurde, dass Hilfe bereitstand, doch es empfahl sich immer, die Betroffenen mit einzubinden. In der Föderation konnte die Sternenflotte als der Retter in der Not auftreten. Hier dagegen mussten sie vorsichtiger vorgehen, sonst fühlten sich die Kolonisten und wahrscheinlich auch die cardassianische Regierung kräftig auf die Füße getreten. --- auf dem Weg zur Krankenstation Shyla öffnete einen Kanal an alle Mitarbeiter der Krankenstation. "Hier spricht Dr. Shyla Miller. Wir haben einen Außeneinsatz zu bewältigen. Dazu werden die Mitarbeiter aller Schichten benötigt. Bitte finden Sie sich auf der Krankenstation ein." Dann machte auch sie sich auf den Weg dorthin. --- Deck 7, Krankenstation Lexi drückte ihre Schultern zurück und betrat die Krankenstation. Sie trug zwar immer noch zivil, aber vielleicht gab es noch in der Zwischenzeit nach dem Gespräch und dem eigentlichen Beginn der Außenmission die Chance, dass sie sich eine Uniform besorgen konnte, das ginge im Zweifel sicher auch in der Krankenstation. Sie nickte grüßend in die Runde und trat dann über die Treppe nach oben, um zu Shylas Büro zu gelangen. Als Shyla die Krankenstation betrat, war noch alles ruhig. Bis sich die anderen aus dem Bett gequält haben würden, würde noch ein Moment vergehen. Diesen wollte sie nutzen, um mit ihrer Stellvertreterin zu sprechen. Als sie die Rampe hinaufging sah sie Haris schon. "Sie waren aber schnell hier, guten Morgen", begrüßte sie ihre Kollegin lächelnd. "Bitte kommen Sie doch mit in mein Büro." Die beiden Frauen betraten das Büro und nahmen Platz. "Wie ich ja bereits gesagt habe, haben wir einen größeren Außeneinsatz zu bewältigen. Dabei könnte ich Ihre Hilfe benötigen. Lieutenant Commander Izami hat persönlich angeordnet, dass sie wieder im Dienst sind, wenn Sie sich dementsprechend fühlen. Wie sieht es aus?", fragte sie ihre Kollegin und lächelte sie dabei an. Lexi hatte schweigend vor Shylas Büro gewartet und in den Gang hinab zu den Isolationsräumen geblickt. Als sie schließlich von ihrer Chefin angesprochen wurde, zuckte sie kurz zusammen. "Guten Morgen. Ich war spazieren und irgendwie bin ich in der Nähe gelandet.", erwiderte sie schließlich ruhig. Sie folgte Shyla kommentarlos in ihr Büro und nahm auf dem Platz vor deren Schreibtisch Platz und lauschte ihren Ausführungen. Die neue XO hatte sich also über die Anweisung des Counselors hinweg gesetzt und sie wieder in den Dienst berufen, sofern Lexi sich einsatzbereit fühlte. Sie wollte gar nicht wissen, was dem Counselor dafür für mögliche Wutausbrüche durch den Sinn geschossen waren, wenn sie jetzt ihrer Chefin sagte, dass sie sich einsatzbereit fühlte, allerdings würde sie wohl oder übel mit einem möglichen Tadel, dass sie die Chance beim Schopf ergriffen hatte anhören, wenn er ihn los lassen würde beim nächsten Gespräch. "Na ja, ich weiß gerade nicht wirklich mit meiner überraschenden Freizeit etwas anzufangen. Ich grüble zu viel nach und das gefällt mir gar nicht.", erwiderte sie schließlich. "Ich denke, ich bin im Dienst besser aufgehoben, wenn ich gut abgelenkt bin.", meinte Lexi schließlich bestimmt und sah Shyla an. "Nur, ich müsste mich wohl erst umziehen und mir einen neuen Kommunikator besorgen. Ich habe mich gestern nicht weiter um den Verbleib meines bisherigen gekümmert." "Ja, das ist kein Problem. Sie können sich gerne gleich in Ruhe umziehen. Ich will Ihnen nur noch kurz erklären, was wir vorhaben. Wir werden auf den Planeten Trelka V herunter gehen. Alle Informationen, die wir dazu haben, finden Sie hier auf diesem PADD.", fing sie an und schob Haris ein PADD hin. "Dort wird es jede Menge Verletzte geben, die zu versorgen sind. Wir werden eine provisorische Krankenstation einrichten. Alle Mediziner bis auf eine kleine Notbesetzung werden mit uns kommen und wir können auch noch andere Kräfte zur Hilfe heranziehen. Die Aufgabe von uns beiden wird es vor allem sein, das zu koordinieren." Lexi griff sich das PADD und überflog es kurz. Sie hoffte, dass sie es nicht bereuen würde, mit zugehen, vielleicht war es doch besser sich im Freizeitbereich etwas zu beschäftigen und sich entspannen. Allerdings wusste Lexi auch, wenn sie etwas beschäftigte, war es für sie schwer, einfach rumzusitzen und abzuschalten. --- Deck 1, Brücke Milas Ersatzmann wollte schon Anstalten machen, ihr den Posten zu übergeben, doch die Halbbajoranerin winkte ab. "Sie bleiben erst mal weiterhin an der Station. Ich bin auf den Planeten befohlen worden.", informierte sie ihn, bevor sie den Turbolift betrat, der sie zur Krankenstation bringen sollte... --- Deck 7, Krankenstation In der Krankenstation angekommen führte Milas Weg sie zum Büro der Chefärztin. Sie läutete aber zuerst, bevor sie es betrat. In diesem Moment ertönte der Türsummer und Silvy sah, dass eine Frau aus der Sicherheit vor der Tür stand. "Haben Sie noch Fragen? Wenn nicht können Sie sich jetzt schnell umziehen gehen, dann kann ich mich mit der Frau aus der Sicherheit unterhalten. Ich nehme an, das ist unser Begleitschutz." Als der Türsummer ertönte zuckte Lexi wie ertappt zusammen. "In Ordnung, dann werde ich mich umziehen.", erwiderte sie und erhob sich. "Ähm... Ist mein Kommunikator gestern hier verblieben? Sonst muss ich mir noch einen Neuen besorgen." "Nein, der ist nicht hier. Ich nehme an, die Techniker haben ihn gestern mit weggeräumt. Replizieren Sie sich einfach einen neuen.", sagte sie. Dann verließ Haris das Büro und Shyla begrüßte die Dame aus der Sicherheit. Lexi zog kurz ihre Schultern zusammen, nickte knapp und ging dann auf die Tür zu. Mit einem knappen Nicken zu ihrer Chefin verließ Lexi schließlich deren Büro. Vor der Tür grüßte sie mit einem Kopfnicken und Lächeln die Lieutenant in Gold. Mila erwiderte den Gruß ebenfalls mit einem Lächeln, bevor sie das Büro der Chefärztin betrat. --- Gänge Lexi blickte vor der Türe kurz auf das PADD und seufzte. Sie hoffte wirklich, dass der Counselor ihr da keinen Strick daraus drehte. Sie schüttelte kurz den Kopf und wischte damit die Gedanken an Knight fort, den brauchte sie jetzt wahrlich nicht in ihren Gedanken, also machte sie sich auf, einen neuen Kommunikator zu besorgen und dann umzuziehen. Irgendwo auf dem PADD würde doch sicherlich stehen, wo sie anschließend hin musste. --- Deck 5, Quartier Haris Nachdem Lexi ihren neuen Kommunikator besorgt hatte, war sie in ihr Quartier gegangen und sich eine frische Uniform aus dem Schrank genommen. Jetzt konnte sie wirklich eine anziehen. Einige Minuten später war sie eingekleidet und nahm noch einen Moment auf ihrem Sofa platz, so dass sie endlich die Anordnungen auf dem PADD lesen konnte. Aber einen wirklichen Treffpunkt konnte sie nicht ausmachen, darum kehrte sie erst einmal in die Krankenstation zurück. --- Deck 7, Krankenstation Lexi sah sich in dem emsigen Wuseln, welches offenbar die Vorbereitungen für den Einsatz betraf, für einen Moment schweigend an, bevor sie auf einen der Pfleger zu ging. --- Deck 6, Büro der Chefärtzin "Doktor, bevor wir runter beamen, wollte ich mich mit Ihnen abstimmen, wie wir auf dem Planeten vorgehen werden. Ich meine, wir werden wohl eine bestimmte Zeitlang die Behandlung der Verletzten auf dem offenen Feld vornehmen müssen, bis das Lazarett soweit steht.", erklärte die Halbbajoranerin ihr Anliegen. "Ja, das ist richtig.", antwortete Shyla. "Ein Teil des Teams wird sich zuerst um die Schwerverletzen kümmern und diese soweit stabilisieren. Der andere Teil wird in der Zeit mit der Hilfe von so vielen Crewman wie möglich das Lazarett aufbauen. Dabei sind nur zwei oder drei Mediziner zur Koordination nötig, alle anderen versorgen zunächst die kritischen Patienten. Bis das erste Lazarett steht, sollte es nicht lange dauern. Dann verlagern wir uns nach drin. Zuerst sind wieder die Schwerverletzten dran und die mit den leichten Verletzungen kommen dann zum Schluss.", erläuterte Shyla Mila das übliche Vorgehen bei solchen Einsätzen. Das übliche Vorgehen, das klang so als würden sie das täglich machen. Shyla meinte damit das laut Protokollen vorgesehene Vorgehen. "Das heißt erst mal Rundum-Sicherung um Ihre Position, bis das Lazarett steht. Im Lazarett würde ich ein Zweier-Team postieren, das eingreifen kann, wenn es Patienten gibt, die nicht ganz so einsichtig sind, wie sie es sein sollten und Ihre Leute bedrohen.", erwiderte Mila und hoffte, besonders wegen ersterem, dass die Liato kooperativ genug war und ausreichend Sicherheitspersonal entsandte. "Wie sieht es eigentlich mit patrouillierenden Sanitätern aus? Ich nehme an, es ergibt einen Sinn, entsprechende Teams loszuschicken, um in der Siedlung nach Verletzten zu suchen.", fragte die Halbbajoranerin. "Ja, genau, das klingt gut so.", bestätigte Shyla der Sicherheitlerin. "Patrouillierende Sanitäter werden wir auch einsetzen, es wäre gut, wenn sie diesen Zweierteams jeweils einen Sicherheitler zuordnen könnten", sagte sie. "Haben Sie sonst noch Fragen oder Anregungen?" "Ich hätte es eher umgekehrt gemacht", bemerkte Mila, "Zwei Sicherheitsleute, ein Sanitäter, wobei die Sicherheitsleute dem Sanitäter zur Hand gehen können. Ihre Leute müssen sich auf ihre Aufgaben konzentrieren, und das schaffen sie nicht, wenn sie nebenbei noch auf die Eigensicherung Acht geben müssen. Ansonsten würde ich sagen, führen wir unsere Teams zusammen und teilen die einzelnen Gruppen ein." "Wenn Sie dazu genügend Personal haben, dann können wir das gerne so machen. Ihre Leute haben ja alle auf der Akademie einen Grundlehrgang in Notversorgung gemacht, und unsere Leute werden sie dann entsprechend anleiten. Ich denke, das wird schon funktionieren.", sagte Shyla. "Ich muss meinem Team noch eine kurze Einweisung erteilen, es haben sich wie man sieht schon alle versammelt." Dabei sah sie aus dem Fenster ihres Büros auf die Station, wo inzwischen dichtes Gedränge herrschte. Sie sah, dass ihre Stellvertreterin schon dabei war, die Mediziner in Teams einzuteilen und sie auszurüsten. "Wo wollen wir uns dann alle zusammen treffen?", fragte sie. "Ich habe meinen Leuten befohlen, sich vor Transporterraum Drei zu versammeln. Das wäre wohl der geeignetste Ort, beide Gruppen zusammenzuführen.", antwortete Mila und hoffte, dass das der Ärztin recht war. "Ja, natürlich, das geht in Ordnung. Wie gesagt, ich muss meine Leute noch instruieren, dann werden wir so schnell wie möglich zum Transporterrau 3 kommen.", bestätigte Shyla. "Gut, dann gehe ich schon mal los zum Transporterraum.", erwiderte Mila und machte sich bereit zu gehen. Mit einem "Bis gleich" verabschiedete sie sich von der Chefärztin und machte sich auf zum Transporterraum 3, wo das Team wie erwartet im Korridor vor dem eigentlichen Transporterraum wartete. --- Shuttle Sedna Anna bestieg das Shuttle und ging kurz vor in die Pilotenkanzel. "Hier sind die Koordinaten unsere Landeplatzes.", sie gab dem Piloten die entsprechenden Angaben zu Landeplatz und Anflugkorridor. "Wenn möglich, überfliegen Sie auf dem Weg bitte dieses Gebiet, ich möchte mir einen genaueren Eindruck verschaffen." Sie zeigte auf den Plan des Lagers. "Ein Sensorscan könnte auch nicht schaden.", füge sie dann noch hinzu, bevor sie sich wieder nach hinten zu Goodchild und Telmar wandte. "Wir werden bei den Produktionsgebäuden landen, dort haben unsere Gesprächspartner Zuflucht gefunden." Während das Shuttle bereits abhob, rief sie an einer Konsole 3 Dossiers auf, jeweils mit Bild, Namen und Positionsbeschreibung. "Mehr Informationen haben wir leider nicht zu ihnen." Sie wartete kurz ab, um den anderen, vermutlich vor allem Goodchild eine Chance für Fragen oder Kommentare zu geben. Goodchild räusperte sich und trat an die Konsole. Die ersten beiden Pixelfotos zeigten Männer mittleren Alters, standen vermutlich in ihren 50ern, auf die humanoide Lebenserwartung bezogen. "Sicherheitsbedenken möchte ich zu allen dreien äußern. Das steht fest. Wenn ich die Kolonie den üblichen Machtstrukturen solcher Bereiche unterwerfe, muss ich allerdings davon ausgehen, dass der Administrator, als auch der Kommandant des Militärs dort politischen Zwängen unterstehen." Trevor hob die Augenbrauen und betrachtete sich nochmals das Bild der dritten Person, einer Frau, etwas jünger als ihre beiden Kollegen. "Madintas Korik....", Goodchild setzte sich auf eine nebenstehende Bank, "...auf sie werde ich ein besonderes Auge werfen. Frauen in solchen Positionen neigen dazu, sich Hilfe zu holen, sind anfällig für Korruption. Und aus diesem Grund unberechenbar, was Aggressivität und Skrupellosigkeit betreffen." Der Sicherheitler machte eine Pause, dann richtete er seinen Blick auf die beiden Anwesenden. "Das war lediglich als gutgemeinte Warnung zu verstehen." Während Goodchild redete, hatte Anna sich ihre eigenen Gedanken zu den dreien gemacht. Nebenbei hatte ihr Kommunikator kurz gezirpt, was sie dazu veranlasste, sich von ihrem Platz zur nächsten Konsole hinüberzulehnen und eine Nachricht aufzurufen. Sie überflog sie kurz, ohne jedoch die Aufmerksamkeit von Goodchild zu nehmen. "Danke für die gutgemeinte Warnung.", mit diesen Worten kehrte Anna wieder lächelnd zurück zu den anderen beiden. "Ich kann gleich die nächste nachreichen: Vor unserem Abflug habe ich den aktuellen Wetterbericht für die Region angefordert. Es regnet in Strömen. Ich empfehle dringend, dass wir uns am Ausrüstungsschrank bedienen um einen halbwegs repräsentativen Eindruck zu hinterlassen." Sie wies auf mehrere Klappen in der Seitenwand des Shuttles. Dahinter befanden sich verschiedene Ausrüstungsgegenstände, von der Sauerstoffmaske über Schneebrillen bis hin zu wasserdichten Gamaschen und Allwettermänteln. "Zurück zum Thema. Was die politischen Zwänge angeht, bin ich ganz Ihrer Meinung. Was sie angeht, Madintas Korik...", sie tippte auf das Foto. "... hätte ich noch eine Frage: Was meinen Sie damit, Frauen in ihrer Position holen sich Hilfe?" Sie sah ihn mit unterschwelliger Mißbilligung an. Meinte er damit, Korik hätte sich 'hochgeschlafen'? Anna selbst erschien diese Frau ebenfalls als die größte Unbekannte in der Gleichung. Die beiden Männer waren besser einzuschätzen, sie konnte sich gut vorstellen, dass insbesondere der Kommandant hier entweder strafversetzt war oder bereits auf das Altenteil abgeschoben war. So oder so schätze sie ihn nicht gerade als hochmotiviert ein. Trevor verzog die Miene, als er den Klimareport hörte und stand augenblicklich auf, um sich am Vorratslager des Shuttles zu bedienen. "Nach meinen Erfahrungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis den Frauen in solch hohen Ämtern mit einer solch hohen Qualifikation die Macht zu Kopf steigt.", begann der Slawe seine Erklärungen, während er den anderen nach und nach die benötigten Utensilien aus den Klappen reichte. Dazu gehörten Regenmäntel, Kopfbedeckung und wasserresistente Handschuhe. "Sie wird sich nicht nur aus Gründen der persönlichen Sicherheit eine Truppe zwielichtiger Gestalten angeheuert haben. Wenn Sie verstehen, was ich meine. Die Grenze zur Illegalität verschwimmt recht schnell, wenn Ruhm, Prestige und vor allem Reichtum warten." Der Europäer schlüpfte behende in das dunkle Cape und setzte sich die moderne Kappe auf, um seine Augen vor Bächen zu schützen, welche zweifellos von seinen kurzen Haaren ins Gesicht geleitet worden wären. "Und ihre Position wackelt bei so einer Krise erheblich. Sie hat einfach Angst, das bisher Erreichte zu verlieren. Da sind vermutlich alle Mittel recht, um das zu beschützen. Welche Rolle wir dabei spielen, wird sich erst zeigen. Aber...", Trevor hob abwehrend die Hände, "... das sind alles nur Spekulationen. Ich wollte Ihnen meine Gedanken mitteilen." Anna nahm die wetterfeste Ausrüstung entgegen und begann sich für die Wetterbedingung zu wappnen. Passend dazu erzitterte das Deck unter ihren Füßen. "Die Atmosphäre ist ziemlich in Bewegung, sorry für den unruhigen Flug.", erklärte der Pilot und Anna war froh, dass Shuttles mit Stabilisatorsystemen ausgerüstet waren, mehrdimensionale, spontane Bewegungsänderungen waren nicht ihr Fall. Daher setzte sie sich lieber wieder hin, mit dem Anlegen der Gurte wartete sie allerdings ab, ob der Pilot das Signal dazu geben würde. Den Männern schien es weniger auszumachen, sie warf einen kurzen Blick zu Telmar. Da er sich nicht zu Goodchilds Aussagen äußerte, übernahm Anna den Kommentar, wenn auch in der Gefahr, Föderations-Halbwahrheiten zu verbreiten und den Cardassianer zu amüsieren. "Ich weiß nicht, ob sie mit Ihrer Einschätzung richtig liegen, Mr. Goodchild. Unter Menschen trifft es vielleicht zu... ", hier fehlte Anna zum Teil etwas die praktische Erkenntnis. "... doch Cardassianer sind etwas anders gestrickt. Die gesellschaftliche Stellung der Frau entspricht nicht ihren antiquierten Vorstellungen." Anna war selbst überrascht von ihrem bissigen Tonfall. Machte sie eine lesbische Beziehung etwa automatisch zur Emanze? "Gerade in Machtpositionen, die Rationalität und Logik fordern, sind bis in die höchsten Ebenen überdurchschnittlich viele Frauen zu finden. Männern wird Emotionalität und Aggressivität zugeschrieben, sie sind stärker gefährdet, von ihrer Macht verleitet zu werden." Während sie den Sitz ihrer Handschuhe überprüfte, fügte sie noch hinzu. "Aber wir werden ja sehen, ob Ausnahmen die Regel bestätigen." Als sie dann die wasserdichte Abdeckung ihrer restlichen Ausrüstungsgegenstände überprüfte, fuhr sie fort. "Mein persönlichen Befürchtungen sind, dass es sich bei ihr um eine Agentin handelt. Wie auch immer die Nachfolgeorganisation des Obsidianischen Ordens heißt, hinter ihr werden noch viele der alten Strippenzieher sitzen und die Methoden werden immer noch ähnlich sein. Wir haben bereits den Administrator und den Kommandanten am Tisch, denken Sie nicht auch, dass die Leitung der Minenarbeiten eine sehr gute Position ist, um Geschehnisse in der Kolonie zu berichten und zu beeinflussen?" "Doch, das denke ich schon. Bedauerlich, dass wir nicht genauer über diese Leute Bescheid wissen", erwiderte Trevor und zog es ob der Turbulenzen während des Fluges nun vor, sich wieder zu setzen. "Gul, welche Einschätzung dürfen wir von Ihnen hören?" --- Deck 7, Krankenstation Auch Shyla verabschiedete sich von der Sicherheitlerin. Dann verließ sie ihr Büro und ging hinaus auf die Krankenstation. Ihre Stellvertreterin hatte dort schon angefangen, alle Mediziner in Gruppen einzuteilen. Shyla beauftragte zwei Ensigns damit, schon einmal voraus zum Transporterraum 3 zu gehen und dafür zu sorgen, dass alle medizinischen Gerätschaften aus den Lagerräumen, alle Notfallversorgungskits und die Feldlazarette bereit standen und zusammen mit ihnen nach unten transportiert werden konnten. Dann wendete sie sich an ihre Stellvertreterin. "Ich habe gesehen, Sie haben schon mit der Einteilung begonnen, sehr gut. Wie weit sind sie denn gekommen? Wir treffen uns sobald wir fertig sind mit der Sicherheit vor Transporterraum 3. Wir müssen uns alle noch mit Regenkleidung versehen, vorhin ist der Wetterbericht hereingekommen und es sieht mir stark nach einer Art englischem Dauerregen aus.", sagte sie. Lexi hatte sich, während sie beim Zusammenpacken der nötigsten Gegenstände half, immer wieder argwöhnisch umgesehen, ob der Counselor nicht doch irgendwo in der Krankenstation lauerte. Er hatte sicherlich besseres zu tun, aber vielleicht war er auch dem Medoteam zugeordnet worden. Allerdings verabscheute er auch Krankenstationen, was bedeuten könnte, wenn er zu ihrem Team zählte, dass sie ihn vielleicht erst im Transporterraum treffen würden, aber lieber war es ihr, wenn sie ihm heute - und auch später - nicht über den Weg laufen müsste, schon gar nicht als Patientin. Sie war gerade dabei eine neue Gruppeneinteilung bekannt zu geben, als Shyla sie ansprach. Regen, na toll. Sie sollten ein Lazarett im strömenden Regen aufbauen, das konnte heiter werden. "Ich bin mit der Einteilung soweit fertig. Ich habe zwei kleinere Teams zusammengestellt, welche eine Erstbegutachtung der Verletzten vornehmen, um sie anhand der Schwere ihrer Verletzungen den Behandlungsteams zu zu ordnen. Dann gibt es 3 Teams für Schwerverletzte, eines für die mittelschweren Fälle. Ist die Einordnung der Schwere der Verletzungen vorgenommen, schließt sich eines der beiden Teams dem für Mittelschwere Fälle an, das zweite Team wird die Erstversorgung der Leichtverletzten übernehmen", klärte Lexi ihre Vorgesetzte auf. --- Hauptmaschinenraum Der Maschinenraum war fast brechend voll - so voll wie bisher noch nie. Selbst zum Zeitpunkt des Gefechts gegen die vier cardassianischen Schiffe war es hier leerer. Doch es mussten alle Teams instruiert werden für den bevorstehenden Einsatz. "Also gut, Leute, folgende Lage.", begann Dan, nachdem das übliche Meldungsgeplänkel vorüber war, "An Bord der Victory bleiben gerade so viele Techniker, um den Schiffsbetrieb aufrecht zu erhalten und um die Außenteams mit Nachschub zu versorgen. Chief Watson wird mich so lange an Bord vertreten. Der Rest geht mit auf die Oberfläche. Wir haben effektiv drei große Aufgaben-Blöcke - das Errichten eines Lazaretts, den Aufbau von Notunterkünften und das Wiederherstellen wichtigster Infrastruktur. Chief Bowman ist schon dabei, sich auf einen Einsatz vorzubereiten, um von Trelka IV und VI so viele verwendbare Ersatzteile zu beschaffen wie möglich, die wir für die Instandsetzung der Atmosphärenwandler und der Generatoren brauchen können. Beim Aufbau der Notunterkünfte werden wir genug Unterstützung haben, so dass wir uns vor allem auf die Koordination der Bau-Aktivitäten konzentrieren können. Sie werden die Anderen also eher anleiten.", verkündete er die Aufgaben, bevor er sich an die Aufgabenverteilung machte. Da alle halbwegs ordentlich angetreten waren, war die Team-Einteilung relativ einfach. Der Bajoraner schritt die Linie ab und blieb schließlich stehen, bis er etwa 30 Techniker zusammen hatte. "Alle vom Schott bis hier hin bleiben an Bord und kümmern sich um den Schiffsbetrieb.", wies er die betreffenden Techniker an. Weitere zehn Techniker schickte er nach dem gleichen Schema zu den Frachträumen. Fünfzehn Techniker teilte er für die Instandsetzungsarbeiten ein, und den Rest teilte er auf in zwei Gruppen, die am Lazarett und an den Notunterkünften arbeiten sollten. "Gibt es noch Fragen?", fragte er schließlich in die Runde, bevor es los gehen konnte. "Sir, der Wetterbericht.", sprach der Diensthabende Dan an und reichte dem Bajoraner ein PADD mit den Informationen, die Ensign Nyberg geschickt hatte. "Eins-A-Bedingungen.", meinte Dan ironisch, nachdem er das PADD gelesen hatte, "Na gut, alle Techniker, die auf der Oberfläche arbeiten, ziehen sich wetterfeste Kleidung über. Wir haben mit strömendem Regen zu rechnen. Das bedeutet auch besondere Vorsicht bei der Arbeit - dafür dürften die Cardassianer umso kooperativer sein. Kälte mögen sie nicht so." --- Deck 10, Waffenkammer Marc machte sich auf den Weg in Richtung seines Quartiers, als er dort ankam, holte er ein PADD von seinem Schreibtisch und zog sich alle wichtigen Infos zu Trelka IV und VI auf sein PADD. Als er die Taten Überspielte lief er zu seinem Replikator. "Ein kaltes Wasser bitte.". Nach dem die Infos auf dem PADD waren, ging er weiter zum Turbolift. "Waffenkammer.". Währenddessen las er das PADD durch und prägte sich die wichtigsten Daten ein. Als er aus dem Turbolift ausstieg lief er in Richtung Waffenkammer. Dort angekommen stellte sich ihm ein junger Sicherheitsoffizier in den Weg. "Guten Tag Sr. Wie kann ich ihnen behilflich sein?" "Tag Petty Officer ich brauche bitte die Standard Ausrüstung für eine Außenmission für vier Techniker und mich."." Geht in Ordnung Sir. Standard für Außen". Er drehte sich um und holte 2 Koffer hervor. " Hier Sir. in den Koffer sind die Phaser und in dem anderen Koffer sind noch Phasergewehren. Ihr Persönlicher Phaser.". Er gab den Phaser Marc in die Hand. "Danke Petty Officer. Marc schob seine Waffe in seinen Gürtel und drehte sich um und lief mit den beiden Koffern auf den Gang in Richtung Turbolift. --- -Deck 8, Shuttlehangar "Carl!" brüllte Dave durch den Hangar als er diesen mit den Anti-Grav Containern betrat. "Schrei nich so, ich bin ja - noch - nicht taub." Morani kam heran getrabt. Dave klopfte seinem Kumpel auf die Schulter und Sie begrüßten sich mit Handschlag. "Was macht das Schiff?" "Dimoudi und Tkachuk verkabeln gerade die Reste. Frachtmodul ist drin, Runabout ist aufgetankt und mit Daten gefüttert." Berichtete Morani seinem 'Chef'. Bowman nickte. "Dann packen wir die beiden Container mal ins Modul." "Das ist alles? Da kriegen wir doch locker das zehnfache rein!" Dave hob beschwichtigend die Hände. "Wir fliegen um cardassianische Technik zu bergen, große Geräte, dienen uns als Ersatzteillager auf dem Planeten. Dafür der Platz. Das hier ist nur Werkzeug." "Okay okay, dann machts Sinn." "Wo ist Shi'raq? Oder ist er noch nicht hier?" "Doch doch" Carl zeigte zum Shuttle "Er ist schon drin, hat jede Menge Ausrüstung ran geschleppt. Raumanzüge, CO²-Filter, Sauerstoffbatterien, Tricorder und Waffen." Das letzte betonte er besonders. "Was ist an einer Bewaffnung so schlimm auf fremden Planeten?" fragte Dave. "Nichts... die Idee ist gut. Nur sind wir jetzt bis an die Zähne bewaffnet." Bowman verstand nicht und Carl ergänzte. "Unser Pilot hat auch noch zwei Koffer voll Phaser, Gewehre und sogar Granaten mitgebracht - als ob wir in einen Bodenkrieg ziehen. Und Shi'raq hat sich einen abgerackert um alles ranzukarren, jetzt ist er mies drauf." Dave winkte ab und ging zu dem Eingang in die Pachamama. "Hey Shi'raq, gute Arbeit mit der Ausrüstung. Wir werden mit dem Material hinterher auch gut weitere Einsatzkräfte ausrüsten können. Er klopfte seinem Mann auf die Schulter. Vielleicht schluckte er es und war davon überzeugt es nicht umsonst getragen zu haben. "Ensign Darwin? Ich bin CPO Dave Bowman, die Jungs gehören zu mir und machen mit mir die Arbeit - Sie sollen uns also fliegen, ja? Alles klar mit Schiff und der Aufgabe?" wollte Dave sich von der Qualität des Ensign versichern. Marc drehte sich auf seinem Pilotensessel um. Er war gerade dabei gewesen, die Systeme des Runabouts der üblichen Checkliste zu unterziehen, als er Bowman das Schiff betreten hörte - eigentlich hatte er ihn schon davor kaum überhören können, unter den Mannschaftsdienstgraden ging es wohl ziemlich locker zu. "Hallo Chief Bowman. Das Schiff ist bereit, der Kurs liegt an, wir können starten, sobald Sie alles nötige an Bord haben." --- Deck 10, vor Transporterraum 3 Bevor Mila am vereinbarten Treffpunkt erschien, hatte sie sich noch wetterfeste Kleidung übergezogen. Ensign Nybergs Wetterbericht war da sehr eindeutig. Der Regen, vielmehr die Kälte, die ihn 'begleitete', hatte auch etwas Gutes: Cardassianer mochten es nicht zu kalt, und so konnte man hoffen, dass Terroristen sich entsprechend zurückhielten. Wie sie bemerkte, hatten die meisten der zwanzig Leute den Wetterbericht ebenfalls gelesen - ein paar aber nicht. "Lieutenant, Miss LaPlace hat mir einen Handphaser und einen Tricorder für Sie mitgegeben.", sprach eine junge Frau die Halbbajoranerin an. Mila dankte mit einem Nicken, nahm die Waffe und steckte sie nach einem kurzen Check in das passende Holster und verstaute den Tricorder ebenfalls an den angestammten Platz. "Wie ich sehe, haben einige von Ihnen den Wetterbericht nicht gelesen. Wir müssen mit starkem Regen und Windböen rechnen. Die betreffenden Kameraden haben fünf Minuten Zeit, für geeignete Kleidung zu sorgen.", wies sie diejenigen an, die noch keine Regenkleidung trugen. Mit weiteren Anweisungen wartete sie, bis das Team wieder vollzählig war. Nachdem alle Mediziner nun endgültig in Teams aufgeteilt und mit Regenkleidung eingedeckt waren, machten sie sich auf den Weg zum Transporterraum 3. Im Korridor davor trafen sie auf Patterson und ihre Sicherheitsleute. "Da wären wir.", begrüßte Shyla die Sicherheitlerin mit einem Nicken. Die Lust zu Lächeln war ihr vergangen, schließlich ging es gleich los und sie war etwas beunruhigt wegen dem, was sie dort unten erwarten würde. "Wollen Sie ihre Leute nun meinen zuordnen?", fragte Shyla. "Ja, würde ich sagen.", erwiderte Mila und sah zur Gruppe der Sicherheitsleute. Mittlerweile trugen alle geeignete Kleidung für den Einsatz. Die Sicherheitsleute standen nebeneinander, so dass Mila sehr schnell eine Einteilung machen konnte. Sie zählte dabei acht Leute ab, die sie am Lazarett haben wollte, und den Rest gedachte sie den Sanitätern zu. "Alle links von mir werden jeweils zu zweit einem Sanitäter zugeteilt. Lassen Sie sich von Dr. Miller und Dr. Haris weiter einteilen. Sie sichern die Sanitäter ab, während diese Verletzten helfen und werden sie auf deren Anforderung auch als Helfer unterstützen.", wandte sie sich an die zwölf Leute, "Und die Anderen werden das Lazarett absichern. Sobald das Zelt steht, möchte ich sechs Leute draußen und zwei Leute drinnen haben, wobei letztere die Mediziner so wenig behindern sollen wie möglich." Nach diesen Worten überließ sie das Weitere erst mal den Ärzten, bevor sie an Nyberg eine Bereitschaftsmeldung geben wollte. Lexi hatte schweigend die Einteilung durch Patterson an die Sicherheitler verfolgt und noch einmal ihren persönlichen Notfallkoffer geprüft, aber das Personal auf der Krankenstation hatte gute Arbeit geleistet, alles war noch haltbar und vor allen war alles komplett. Als schließlich Schweigen für einen Moment den Raum füllte, räusperte sie sich leise und wandte sich hauptsächlich an Miller, aber auch an Patterson. "Ich denke, wir sollten vielleicht runter, alles weitere muss sich eh aus der Situation ergeben und wenn dort unten wirklich viele Verletzte warten, sollten wir so wenig Zeit wie möglich verlieren, schließlich ist jede vertane Minute eine Minute zu spät für den einen oder anderen Patienten." "Ich denke, es ist soweit alles geklärt.", stimmte Mila zu und tippte auf ihren Kommunikator. "Patterson an Nyberg, die Mediziner und meine Leute sind bereit, auf die Oberfläche zu beamen.", informierte sie die junge OPS-Offizierin, die den Einsatz koordinieren sollte. Nachdem die Sicherheitler dem medizinischen Personal zugeteilt waren, stand alles bereit. "Von mir aus kann es los gehen.", sagte Shyla zu ihren beiden Begleiterinnen. (c) Spielergemeinschaft des PbEM-RPGs USS Victory http://www.uss-victory.de