************************************************************************ * USS Victory * * Auswertung 13 / 09042007 * * 23052380 * * Ver... verdammt viel zu reparieren * ************************************************************************ --- Deck 1, Hauptbrücke Da das Gefecht, wider seinen Erwartungen, erstaunlich eintönig gewesen war, hatte Telmar es nicht für nötig befunden Yates einen Tipp zu geben, wie er die Hidekis mit einem einzigen gezielten Schuss zwischen die hinteren beiden Schildreflektoren hätte vernichten können. Der Angriff dieser Dissidenten war geradezu stümperhaft gewesen und entsprach noch nicht mal dem Durchschnitt seiner bisherigen Kampferfahrung mit dem Widerstand. Entweder war dieser Angriff eine Täuschung gewesen oder der Widerstand hatte darüber befunden, dass die Kolonie nicht so wichtig sei, um einen guten Strategen mitzuschicken - es würde die Zeit zeigen, was davon tatsächlich stimmte. Als Yates Anweisung gab, die kämpfunfähigen Widerstandsschiffe festzuhalten, da man die Crew nach der Evakuierung der Ticonderoga, gefangen nehmen wollte, hielt es der Gul doch für nötig etwas zu sagen: "Cmdr, es ist weder unter strategischen noch operativen Gesichtpunkten notwendig, alle Dissidenten gefangen zu nehmen. Der Widerstand hat seine Hausaufgaben gut gemacht. Die Crew eines Schiffes kennt sich nur selbst untereinander - Sie bilden jeweils eine Zelle. Die einzigen, die Personen der nächst höheren Hierarchie-Ebene kennen, sind der Kommandant und sein Stellvertreter auf dem Schiff. Infolge dessen konnten wir schon bei früheren Gefangenen keine nützlichen Informationen aus der restlichen Crew gewinnen. Es reicht daher, wenn sie die Handvoll Leute gefangen nehmen, die die Brücke besetzen." Er legte etwas den Kopf schräg: "Der Rest der Crew kann das gleiche Schicksal wie ihr Schiff ereignen. Verräter Cardassias erwartet so oder so nur eine Strafe!" Anna spürte, wie ihre Nackenhaare sich sträubten, als sie sich der Anwesenheit des Cardassianers wieder bewusst wurde und sie konnte sich eine Bemerkung nicht verkneifen: "Sie würden den Schauprozess und die öffentliche Exekution also dem Volk vorenthalten, nur weil von der Crew keine Informationen zu erwarten sind? Ist das nicht etwas kurzfristig gedacht?", fragte sie mit mehr Interesse als beabsichtigt. Trotzdem suchte sie Yates' Blickkontakt, falls er den Befehl noch einmal revidieren mochte. Außerdem wartete sie jeden Moment auf die Mitteilung, dass die Ticonderoga vollständig evakuiert war. Da waren sie nun endlich - die üblichen langweiligen Anfeindungen eines Offiziers, der meinte, er könnte sich durch spitzfindige Bemerkungen vielleicht einige zusätzliche Sympathien seines Vorgesetzten erlangen. Telmar wandte sich an Nyberg. Sein Gesicht war so freudenstrahlend, wie es diese Menschenfrau wohl selten von einem Cardassianer gesehen hatte: "Liebe Ms Nyberg, ich wusste ja nicht, dass Sie mit einem solchen Interesse die Übertragungen unserer Prozesse verfolgt haben! Es muss schwer für Sie sein, sich seit einigen Jahren einem anderen Hobby zuzuwenden. Aber eine Gesellschaft ist nun mal in ständiger Bewegung und Veränderung. Prozesse werden schon lange nicht mehr öffentlich abgehalten. Ganz abgesehen davon, dass alle Dissidenten als Terroristen angesehen werden, für die es im cardassianischen Recht seit geraumer Zeit die ...wie nennen Sie das....Vogelfreiheit gibt. Warum sollte man auch für nachweißliche Terroristen Ressourcen und Leben einsetzen? Wozu gute Soldaten in Zweikämpfe schicken, damit sie dort ihr Leben riskieren, um dann jemanden dem Prozess zu machen, der zu einer Hinrichtung führt und man bis zu diesem Zeitpunkt, denjenigen Essen und Kleidung geben muss? Reine Verschwendung! Dinge ändern sich und man kann entweder pragmatisch sein oder man kann in alten Denkmustern verharren. Da Sie anscheinend letzteres vorziehen, lasse ich Ihnen gerne einige alte Prozess- und Schlachtaufzeichnungen zukommen, um Ihnen weiterzuhelfen." "Ensign Nyberg, fahren Sie mit der Evakuierung der cardassianischen Überlebenden fort, hierüber wird keine Diskussion geführt. Weder mit mir noch mit Gul Telmar." Er wandte sich Telmar zu. "Sie befinden sich an Bord eines Raumschiffes der Föderation. Ich möchte Ihnen daher kurz die zweite und dritte Direktive der Föderation zitieren. Zweite Direktive: > Unter keinen Umständen, auch nicht, um sich oder das Leben seiner Besatzung zu beschützen, darf ein Offizier der Raumflotte einer intelligenten Lebensform vorsätzlich Schaden oder Verletzungen zufügen, außer wenn solch eine Handlung im Interesse der Hauptdirektive benötigt wird. < Und die Dritte Direktive besagt: > Es ist die Pflicht eines Offiziers, sich mit allen Hilfsmitteln seines Kommandos zu bemühen, um die Leben intelligenter Lebensformen zu beschützen, auch wenn er dabei sich selbst oder sein Schiff in Gefahr bringt. Tätigkeit oder Untätigkeit, die indirekt einer intelligenten Lebensform Schaden zufügt, ist eine gleichwertige Verletzung wie der Verstoß gegen Direktive 2. <" Er machte eine Pause. "Wir haben keinen Krieg. Es ist nicht notwendig Schiffe in einem Gefecht zu vernichten. Wie sie sehen steht dies zu diesem Zeitpunkt sogar in Widerspruch gegen die Regeln die ich als Offizier zu befolgen habe. Die Vernichtung intelligenten Lebens ist außerdem in Direktive 23 noch weiter geregelt. Sie sollten sich damit vertraut machen. Die Überlebenden werden geborgen und der regionalen Regierung übergeben - bis das der Fall ist, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie sich mit den Führungsoffizieren, sofern diese noch leben, beschäftigen würden. Danke." Yates stand auf, um die Brücke zu verlassen. "Wir halten diese Position. Ensign Nyberg, Sie wissen ja über alles Bescheid was mit der Ticonderoga und ALLEN neuen Gästen an Bord passieren muss. Beaufsichtigen Sie das bitte etwas mit. Ich werde den Kommandanten der USS Ticonderoga aufsuchen und auf der KS kurz vorbei schauen. Sie haben die Brücke." Er betrat den Turbolift. "Computer, Deck 15, Frachträume." --- Deck 13, Transporterraum 4 Als eine der letzten trat Deirdra von der Plattform hinunter. "Sammelstelle ist Frachtraum 3.", wurde sie gleich von einem Sicherheitler in Empfang genommen. "Folgen Sie CPO Rhian.", wies er sie an und ohne nachzufragen schloss sie sich der Gruppe an. Wahrscheinlich würde sie im Frachtraum auch den Rest wieder treffen. --- Deck 15, Frachtraum 3 Beim Betreten des Frachtraumes entdeckte sie sofort Lt. Patterson und winkte ihr zu. Sie musste noch kurz warten, bis ihre Daten erfasst und mit dem Manifest der Ticonderoga verglichen waren, dann ging sie auf die junge Frau zu. "Hallo Lieutenant Patterson. Alles in Ordnung bei Ihnen?", erkundigte sie sich. James betrat den Frachtraum 3, in dem sich die Crew der USS Ticonderoga versammelt hatte, durch das Haupttor. Auf den Gängen davor war reger Betrieb. Er hatte medizinisches Personal gesehen - hoffentlich gab es nicht zu viele Verletzte und Verluste. Im Inneren des Frachtraumes herrschte ein Stimmengewirr. Viele, viele Sternenflottenoffiziere, teilweise mit verdreckten und beschädigten Uniformen standen an den Wänden und saßen auf dem Boden. Er sah aber auch Teile der Crew der USS Victory, die sich um die Ankömmlinge kümmerten mit Wasser und Medikamenten. Der Commander stieg auf eine Kiste. "Wenn ich.", begann er lautstark zu reden und die ersten bemerkten ihn, er wartete noch etwas, bis es sich bis hinten durchgesprochen hatte, dass jemand was sagen wollte. "Wenn ich kurz Ihre Aufmerksamkeit haben dürfte.", sprach Yates weiter. Aber es war noch immer zu laut. Wieder wartete er ein wenig und fing noch einmal, nachdem die meisten ruhig waren. "Danke" murmelte er. "Ich bin Commander James Herold Yates, Kommandant der USS Victory. Willkommen an Bord. Eins vorweg: Ihr Schiff ist nicht verloren, wir werden es zusammen wieder so weit fit kriegen, dass es an der nächstes Station repariert werden kann. Da bin ich sehr optimistisch. Wir haben jedoch noch eines zu klären. Nach der Erstversorgung, dem Aufnehmen ihrer Daten und der Zuteilung von Unterkünften werden wir zusammen die Arbeiten angehen. Der Captain der Ticonderoga? Ist er hier?" "Captain Saatik ist tot.", sprach einer der Offiziere, die relativ nah an Yates standen. James kam von der Kiste herunter. "Ich bin Commander Mendez, wir hatten bereits zusammen gesprochen als Sie eingetroffen sind. Ich habe das Schiff im Gefecht kommandiert, nachdem Captain Saatik ausgefallen war." Yates nahm sich den Commander bei Seite und führte ihn auf den Gang hinaus. "Tut mir leid um Ihren Captain. Die Zahl der anderen Verluste und Verwundeten Ihrer und meiner Crew werden noch erfasst. Aber wie es momentan aussieht, sind es nicht sehr viele. Wir haben auch einige Angreifer an Bord nehmen können." Er machte eine Pause. "Commander, wie es aussieht sind Sie jetzt der Kommandant der Ticonderoga - Glückwunsch. Sobald Ihre Crew behandelt und auf die Quartiere verteilt wurde, sollten wir uns zusammensetzen und das weitere Vorgehen absprechen. Wir selbst haben nicht viele Schäden, unsere Technik sollte sich sehr schnell der Ticonderoga annehmen können. Kommen Sie erstmal zur Ruhe, wir sehen uns dann morgen alles im Detail an. Ich habe vor, 24 Stunden diese Position für Reparaturen zu halten und dann die Kolonie anzufliegen." Mendez nickte den Vorschlag von Yates ab. Er stand noch immer etwas unter Schock durch das schnelle Gefecht und die Hektik der Evakuierung. "Ich werde Lieutenant Commander Izami suchen, Sie ist seit kurzem unsere zweite Offizierin. Ich selbst würde gerne sobald wie möglich zurück auf das Schiff, um die Reparatur von dort zu koordinieren, Sie kann Ihnen dann hier zur Seite stehen." "In Ordnung. Sie finden mich auf Deck 1 in meinem Bereitschaftsraum. Unser Quartiermeister wird gleich hier sein. Ich muss auf der Krankenstation vorbeisehen - wir hatten einen kleinen Zwischenfall während des Gefechts." Mila hatte gerade antworten wollen, als dieser Commander Yates um die Aufmerksamkeit der Crew gebeten hatte. Wie Mendez den Tod des Captains verkündet hatte, fühlte sich Mila, als hätte sie einen Tiefschlag erlitten."Diese verdammten Rebellen.", sprach sie zwar leise, aber dennoch wütend aus. Während Mendez zurück in den Frachtraum ging um Lt. Cmdr. Izami zu suchen und den anderen über das Vorgehen bescheid zu geben, ging Yates zurück zum Turbolift, um zur Krankenstation zu fahren. Mendez fand die Wissenschaftlerin zusammen mit Lt. Patterson stehen. "Commander Izami?", sprach er die Trill-Risanerin an, "Sobald alle untersucht sind, kehre ich mit den Technikern zurück auf die Ticonderoga. Sie bleiben hier, als Ansprechpartner für Commander Yates und für die verbliebene Crew." "Aye, Sir.", bestätigte Deirdra mit etwas belegter Stimme. Dass der Captain ums Leben gekommen war, hatte sie auch erst jetzt erfahren. Immerhin war es tröstlich, dass der Großteil der Crew unbeschadet evakuiert werden konnte und das Schiff nicht zerstört worden war. Dann wandte er sich Mila zu, die noch immer zwischen Wut, Trauer und in gewisser Weise auch Hilflosigkeit stand, "Sie werden ebenfalls hier bleiben. Gehen Sie dem hiesigen Taktischen Offizier zur Hand und bleiben Sie auf dem Laufenden. Möglicherweise könnten unsere 'Freunde' zurückkehren.", nun sah er wieder beide Frauen an, "Doch jetzt sehen Sie erst mal zu, dass Sie untersucht werden. Danach melden Sie sich auf Deck 1 bei Commander Yates." Mila nickte und sah Izami an. Sie hoffte, dass die Wissenschaftlerin nach wie vor ihren risanischen Optimismus hatte. Vielleicht hatte diese eine Portion davon für Mila übrig. Bei einem Landurlaub auf der Erde, als ihr Halbbruder und dessen Frau ebenfalls bei den Eltern zu Besuch waren, hatte sie ihren Bruder gefragt, wie er seine Balance in seiner Position wahren konnte. 'Tja, einen großen Anteil hat sicherlich Yal dazu beigetragen.', hatte er mit einem Grinsen angefangen, doch war schnell wieder ernst geworden, 'Das Wichtigste jedoch ist, dass Du niemals Deinen Mut verlieren darfst und dass Du Dich niemals verbiegst, was auch immer ist. Hätte ich damals den Kopf in den Sand gesteckt, als man versucht hat, mir die Vernichtung der Troya in die Schuhe zu schieben, wer weiß, was dann passiert wäre. Yal und mich hätte es in der Form vielleicht nicht gegeben, und Nerys wäre wohl auch nicht geboren worden. Möglicherweise säße ich verbittert in einem Blockhaus irgendwo in der Wildnis.', hatte er ihr geantwortet, 'Ich weiß, der Dominion-Krieg war schwer, dennoch gab es Entscheidungen, die ich als Föderationsbürger niemals gut heißen kann. Eine dieser Entscheidungen war der versuchte Völkermord an den Gründern. Ja, sie haben uns zugesetzt, ja, es sind Milliarden gestorben, allerdings auf _beiden_ Seiten.' Mila schüttelte den Kopf. Sie wollte sich ebenfalls nicht fallen lassen, und schon gar nicht wollte sie in blinde Rache verfallen. "Kommen Sie." Deirdra legte einen Arm auf Pattersons Schulter und zog sie mit sich in Richtung der provisorischen Sanitätsstelle. "Jetzt lassen wir Sie erst einmal durchchecken, Sie sehen mir etwas mitgenommen aus." Die Halbbajoranerin schien von Captain Saatiks Tod recht schwer getroffen, wahrscheinlich hatte sie es auf der Brücke mit ansehen müssen. Deirdra war sich nicht sicher, ob Patterson darüber reden wollte, daher beschränkte sie sich auf mitfühlendes Schweigen und reihte sie beide in die Schlange der weniger schwer Verletzten ein. Diese war zwar recht lang, aber rückte dafür schnell nach vorne. "Wir dachten alle, der Captain sei nur ohne Bewusstsein. Die Cardassianer haben uns keine Zeit gelassen, dass wir uns um ihn kümmerten.", erwiderte Mila, während sich die beiden Frauen allmählich nach vorne schoben. Da war sie wieder, die Mischung zwischen Trauer, Wut und Hilflosigkeit. "Sie haben das richtige getan.", tröstete Deirdra. "Wenn Sie nicht so tapfer gekämpft hätten, wären wir alle jetzt nicht hier." --- Deck 7, Krankenstation (untere Ebene) Auf der Krankenstation herrschte, wie er bereits vermutet hatte, ein kleines Chaos. Mediziner, leicht und schwer Verletzte und ein Geruch, den James sich vermutlich nur einbildete. Er hatte, als er die Crew-Akten durchgesehen hatte, etwas schockiert festgestellt, dass die Chefärztin, Lieutenant Miller, erst 24 Jahre alt war - 10 Jahre jünger als er selbst - und schon Chefärztin. Er schrieb ihr daher ein außergewöhnliches Talent zu, was Ihren Posten und Ihre Aufgaben anging - hatte Sie aber bisher noch nicht selbst gesprochen. Durch die neue Arbeitsteilung, die er sich überlegt hatte würde sich das aber ja ändern. Er hielt einen Crewman an, der durch den Raum wetzte: "Wo finde ich Lieutenant Miller?" "Im OP-Bereich, bei den Intensivpatienten von Deck 12." James sah durch die Krankenstation zu dem Bereich, wo der Crewman hingedeutet hatte. Aufgeregt rannten Leute um einen Tisch. Da stimmte eindeutig etwas nicht. Auf Deck 12 war die Kampfbrücke gewesen, und der technische Defekt. Nyberg hatte etwas von Verletzten gesagt - aber nicht, um wen es sich handelte und der Kontakt mit McKilian war bis dato abgebrochen. Er ging näher an den OP-Bereich. "Lieutenant Miller? Doktor?" fragte er in die Menge. Axel war momentan völlig in die Hautregeneration vertieft, hatte aber bemerkt, das Cmdr. Yates auf der Suche nach Dr. Miller war, die Axel ja selbst erst vor kurzem das erste Mal getroffen hatte. Wo genau sich Dr. Miller momentan aufhielt, konnte Axel auch nicht sagen, noch vor einigen Momenten hatte er Sie aus den Augenwinkeln beobachtet. Axel konnte sich allerdings auch derart in seine Arbeit vertiefen, dass er manchmal einfach überhörte, wenn ihm jemand sagte, wohin dieser gerade ging. Allerdings hatte sich Axel über die Aufteilung der Krankenstation schon schlau gemacht, und da momentan viel zu tun war, dachte sich Axel bereits, das Dr. Miller auf dem Weg in die obere Ebene der Krankenstation war, wenn Sie nicht bereits dort angekommen war. So kam auf die Frage von Cmdr. Yates nach Dr. Miller die Antwort von Axel fast wie aus der Pistole geschossen. "Ich denke, Dr. Miller ist in der oberen Ebene der Krankenstation." Mehr fiel Axel in diesem Moment allerdings auch nicht ein, was er zu dem Commander hätte sagen können. --- Deck 6, Krankenstation (obere Ebene) Auf der Krankenstation war es immer hektischer geworden. Zu den Verletzten der Victory kamen nun auch noch die Verletzten der USS Ticonderoga hinzu. Shyla hatte ihre Stellvertreterin damit beauftragt, sich um die Versorgung dieser Patienten zu kümmern, damit sie sich ganz auf die Arbeit hier konzentrieren konnte. Auf der unteren Ebene war die Versorgung der Leichtverletzten in vollem Gange. Sie hatte sich soeben davon überzeugt, dass dort alles seinen Gang lief. Sie war gerade wieder auf der oberen Ebene der Krankenstation angekommen, als sie Commander Yates die Rampe hochkommen sah. Er war auf der Suche nach ihr. Sie trat ihm entgegen. "Ich bin Lieutenant Miller, Sir." sagte sie. "Guten Tag." "Doktor, schön Sie zu sehen." James sah sich auf der oberen Ebene um, er war noch nie hier gewesen. "Wie ist die allgemeine Situation und ... und was ist mit den Verletzten aus der Kampfbrücke?" wollte er von der jungen Doktorin wissen. "Viele der Verletzten von Deck 12 haben Verbrennungen erlitten. Diejenigen, die im Gang waren, haben meist nur leicht bis mittelschwere Verletzungen abbekommen. Sie werden unten behandelt.", begann Shyla. "Auf der Kampfbrücke hingegen haben wir es leider auch mit Schwerverletzten zu tun. Drei von ihnen werden hier oben behandelt. Ein junger Wissenschaftler ist momentan stabil, bei den beiden anderen sieht es momentan leider nicht so gut aus. Beide haben einen Kreislaufstillstand erlitten und werden reanimiert. Es handelt sich dabei um Ensign Shyla Loraya aus der Sicherheit und um die erste Offizierin, Jacklyn McKilian. Ich bin leider bisher noch nicht dazu gekommen, sie darüber zu informieren.", fuhr Shyla fort. Sie hoffte, dass er nicht sauer sein würde, weil er erst jetzt erfuhr, dass seine erste Offizierin schwer verletzt war. Aber sie war in dem Chaos einfach nicht dazu gekommen, ihn zu informieren. "Ich verstehe.", murmelte James. In Wirklichkeit hatte er von Medizin soviel Ahnung wie ein Vulkanier von britischem Humor, aber das musste er ja jetzt nicht unbedingt zum besten geben. "Bitte informieren Sie mich, falls sich der Status verbessert oder ... oder verschlechtert, wenn das noch möglich ist." Yates hatte nicht vor, die Doktorin von ihrem Job abzuhalten, es gab viel zu tun und ein Kommandant war wohl das wenigste was man nun gebrauchen konnte - egal wo, außer auf der Brücke vielleicht. "Ja, natürlich, ich werde sie sofort informieren wenn es etwas Neues gibt.", bestätigte Shyla. Der Commander ließ Lieutenant Miller ihre Arbeit tun und verließ die Krankenstation auf der oberen Ebene auf Deck 6 um wieder zur Brücke und seinem Bereitschaftsraum zurück zu kehren. Als der Commander gegangen war, betrat sie den Behandlungsraum, in dem die erste Offizierin lag. "Ihr Kreislauf ist wieder einigermaßen stabil.", verkündete ihr der erschöpfte Arzt. "Aber die Verbrennungen sind so schwer, dass wir sie hier nicht gut behandeln können. Ebenso sieht es bei der Dame aus der Sicherheit nebenan aus." - "Und was ist mit dem Wissenschaftler?", fragte sie. "Dem geht es besser als den beiden.", erklärte ihr der Arzt. "Wir sind schon dabei, seine Verletzungen zu behandeln." - "Das ist gut, machen sie weiter.", befahl Shyla. Sie ging nun nach unten zu den weniger schwer Verletzten. "Wie sieht es bei Ihnen aus, Lieutnant Hoele?" fragte sie den Wissenschaftler. --- Deck 10, Sicherheitszentrale Nachdem die Besprechung zu Ende gegangen war, kehrte Shakkle zurück in die Sicherheitszentrale und brachte seine Leute auf Trab. Er bekam die Nachricht, dass seine Stellvertreterin gemeinsam mit der XO auf die Kampfbrücke geschickt wurden und sorgte für entsprechenden Ersatz an der TAK. Er überprüfte gerade persönlich den Arrestbereich, damit es keine Probleme mit möglichen Gästen gab, als das Schiff von einem Treffer? erschüttert wurde. Sofort schickte er seine Leute hin, damit sie bei der Bergung der Verletzten auf Deck 12 mithalfen und kehrte in sein Büro zurück um sich die genauen Daten anzusehen. Er bemerkte sofort, dass auch die Kampfbrücke in Mitleidenschaft gezogen wurde und das es dort Verletzte gab. Da er aber wusste, dass die Ärzte gerade voll beansprucht wurden, unterdrückte er den Wunsch nach dem Befinden von Lt. Loraya zu fragen. Alsbald kam von der Brücke die Nachricht über die Evakuierung der USS Ticonderoga, sowie der überlebenden Crew von zwei Hideki Schiffen und Shakkle sorgte dafür, dass seine Leute voll bewaffnet die Cardassianer erwarteten. Dann holte er seine Waffe und machte sich auf dem Weg um die Übernahme der 'Gäste' zu überwachen. --- Deck 10, Servicepunkt Sowie die Hektik der Schlacht nachgelassen hatte, übertrug Dan die Verantwortung über den provisorischen Servicepunkt an einen erfahrenen Techniker, um sich ein Bild von der Kampfbrücke zu machen. Er hatte lediglich einen kleineren Werkzeugkoffer und einen Tricorder bei sich, was ihm bei den Untersuchungen genügen sollte. --- Deck 12, Kampfbrücke Bowman und die anderen Techniker waren schwer beschäftigt, die Schäden zu reparieren, doch Dan interessierte der Bereich um den abgestützten Träger, wo offenbar der Plasmabrand ausgebrochen war. Dennoch, vielleicht war Bowman trotz der Hektik etwas aufgefallen. "Chief, konnten Sie schon irgendwas feststellen, was diesen heftigen Brand erklärt? Irgendwelche Sicherungssysteme, die versagt haben oder ähnliches? Eine unserer nächsten Aufgaben wird es wohl sein, dafür zu sorgen, dass die Kampfbrücke ihrem Namen gerecht werden kann.", fragte er den jungen Techniker. Bowman hatte seine Uniformärmel schon längst wieder nach oben geschoben und den Kragen geöffnet, es war immer noch warm und dreckig im Korridor und besonders auf der Kampfbrücke, die einen Totalschaden erlitten hatte. Alle Displays und Kontrollpulte waren zerstört, Wandverkleidungen verbrannt und deformiert, von der Decke, dem Boden und den Stühlen ganz zu schweigen. "Ich kann keinen Defekt unmittelbar hier entdecken. Es war eine Explosion am Plasmaverteiler in dieser Wand. Die Plasmaleitung führt durch den ganzen Korridor und versorgt die ganze Sektion, dieser Verteiler spaltet den Plasmastrom insoweit auf, dass die Kampfbrücke eine stabile Energieversorgung hat." Er lehnte sich an eine der verrußten Wände an. "Die Schwankungen und Instabilitäten im EPS-System sind ja nichts neues. Das Netz war zu Beginn des Gefechts voll ausgelastet, als alle Systeme auf maximale Leistung gefahren wurden. Ich nehme an, als dann die Kampfbrücke sich zusätzlich auf die Schiffssysteme online geschaltet hat, hat der Verteilerknoten in der Wand die Prioritäten falsch verwaltet und viel zu viel Plasma in die Systeme der Kampfbrücke geleitet, dabei ist die ganze Wand explodiert und das meiste Plasma in die Brücke eingedrungen sowie ein kleiner Teil in den Korridor, bevor die Leitung sich selbst versiegelt hat." Er sah auf seinen Tricorder. "Ich habe die Brennzeit berechnet. Die Schließung der Leitung und das Ablöschen hat super funktioniert, weit unter den minimal zu erwartenden Werten. Sonst hätte es sicher in dieser Sektion viel schlimmer ausgesehen." Er sah sich um. "Bis wir hier alles ausgetauscht, repariert und rekonstruiert haben, werden ein paar Tage vergehen - aber ich nehme mich dessen gerne an, den Wiederaufbau hier zu beaufsichtigen. Der Korridor sollte in zwei, drei Schichten zu 5 oder 6 Leuten erledigt sein." "Jedenfalls hat das ausgereicht, einen wichtigen Träger zu schwächen. Das wird ein Heidenspaß, dieses Segment auszutauschen.", meinte Dan und klopfte auf den Träger, "Wir dürfen bei der Instandsetzung nicht einfach nur die Baupläne umsetzen, wir müssen sie ändern. Sammeln Sie so viele Daten wie möglich, damit wir eine aussagekräftige Holodeck-Simulation erstellen können. Dort können wir besser austesten, wie wir die Kampfbrücke so gut hinbekommen, dass ein derartiger Unfall nicht mehr passieren kann. Ihre Leute können unterdessen den Korridor richten und hier soweit alles vorbereiten, dass wir nach den Simulationen nicht mehr so viel Zeit für den Neuaufbau aufwenden müssen." "In Ordnung, Sir." quittierte Dave die Anweisungen des Ensigns. Es war wohl kein wirklicher Befehl, zumindest war es nicht der übliche Befehlston, den man gewohnt war, aber ein vorgesetzter Offizier hatte ihm gerade gesagt, was nun zu tun sei und in welcher Art und Reihenfolge. Also würde er es so machen. Er trat an einen der Crewmen heran, der sich das Debakel im Korridor ansah. "Nehmen Sie sich zwei Kollegen und entfernen Sie alle Wandverkleidungen sowie die Deckenverkleidung. Wir nehmen erstmal auf, was alles defekt ist, die Kleinteile können dann direkt ausgetauscht werden. Genauso der Boden, die Verkleidungen und die Beleuchtung - das finden Sie alles in Frachtraum 6." Bowman wandte sich wieder Perel zu. "Ich werde die Sektion wieder freigeben, sobald wir aufgeräumt haben und nur diesen einen Korridor und die angrenzenden Räume gesperrt halten bis wir alles repariert haben." Er sah auf den Boden. "Mit den Leuten aus der Bereitschaft könnte ich rund um die Uhr 3 Teams á Leuten hier arbeiten haben. Dann sind wir denke ich in 3 Schichten durch - also noch heute Nacht. Bis Schichtende habe ich auch die Simulation fertig, um den Träger zu ersetzen und die kritischen Systeme anzufassen. Damit kann's dann morgen direkt weitergehen." Er deutete auf die EPS Leitung "Das kriegen wir auch morgen noch fertig. Die Kampfbrücke wird etwas länger dauern. Eine neue Kompletteinrichtung schätze ich bei einer Woche wenn wir es ruhig angehen und auf mehr Qualität achten als es diesmal der Fall war." Er musste etwas schief grinsen. Solche Fehler unterliefen den Bauingenieuren der Flotte nur selten. "Klingt gut. Machen Sie's so.", erwiderte Dan, da kam ein Ruf der Chefingenieurin herein, "Tja, ich bin dann mal auf der anderen Baustelle.", verabschiedete er sich und nahm den Ruf entgegen. "Hier Perel, ich sammle hier Leute auf, die wir entbehren können. CPO Bowman und seine Leute kümmern sich um den Korridor bei der Kampfbrücke sowie um die Kampfbrücke selbst. Ich erkläre es genauer, wenn ich im Maschinenraum bin.", erwiderte Dan, während er zum provisorischen Servicepunkt unterwegs war, wo er in der Tat einige Techniker antraf, die derzeit keine wichtigen Aufgaben hatten oder deren Aufgaben auch von anderen Technikern ausgeführt werden konnten. Mit diesen Technikern im Schlepp machte er sich auf zum Maschinenraum. Wenn noch ein paar Techniker aus dem Maschinenraum zum Außenteam dazu stoßen konnten, waren zwei Teams kein Problem. Dave schaute dem Ensign hinterher der sich jetzt um die USS Ticonderoga kümmern durfte. Das war auch nicht viel besser. Dort sah sicher das ganze Schiff aus wie die paar Quadratmeter um die er sich mit seinen Kollegen kümmern musste. Wie die leichten Arbeiten anzupacken waren, hatte er ja bereits delegiert. Am besten würde er sich an die Holodeck-Simulation machen. Schnell besprach er die Dinge nochmal mit den Anwesenden - damit eine Schichtübergabe auch problemlos funktionieren konnte und machte sich dann mit seinem Koffer unter dem Arm auf den Weg zum Holodeck. --- Deck 1, Bereitschaftsraum Genaue Schadensberichte der Victory und Ticonderoga waren mittlerweile erstellt und listeten auch die Verluste auf. Die Victory hatte, möglicherweise noch, keine Toten zu beklagen. Aber auf Seiten der Ticonderoga sah das etwas anders aus. Yates machte für Mendez eine Kopie des Berichtes, er würde mit den Namen mehr anfangen können als James. --- Deck 10, Sicherheitszentrale Shakkle beobachtete, wie sich in den Zellen je zwei cardassianische Gefangene rematerialisierten. Insgesamt 19 Leute hatten den Kampf überlebt. Shakkle ließ sogleich diese auf Waffen und sonstige gefährliche Gegenstände untersuchen. Fast alle waren mehr oder minder verletzt, also informierte er die Krankenstation, dass es Verletzte gab, die es im Arrestbereich zu versorgen galt. Die Gefangenen waren nicht grade kooperativ, sodass man schwer auch nur ihre Personalien feststellen konnte. Der CoS überlegte, ob der Gul dabei helfen konnte, andererseits war ihr Gast überhaupt vertrauenswürdig genug. Shakkle ging etwas abseits und tippe auf seinen Kommunikator: "Shakkle an Yates. Commander, unsere cardassianischen Gefangenen werden gerade medizinisch versorgt, sind aber äußerst unkooperativ, was es schwierig macht, überhaupt etwas über sie zu erfahren. Sie sind nicht einmal gewillt, ihre Namen preiszugeben. Ich vermute zwar, dass es dem Schutz ihrer Familien dient, aber für uns stellt es ein ziemliches Problem dar." --- Deck 7, Krankenstation Lexi hatte gerade den Patienten fertig behandelt, als auch schon der nächste Ruf eintraf. "Haris hier, verstanden, ich bin unterwegs", erwiderte sie und winkte eine Schwester herbei, damit diese ihr helfen konnte, sollte es notwendig werden. --- Deck 10, Arrestbereich Lexi blickte sich kurz um, bevor sie den Sicherheitschef entdeckte und auf ihn zu ging. "Um was genau geht es?" fragte sie ihn, da sie davon ausging, dass schwerer verletzten Gefangenen vermutlich in die Krankenstation gebeamt worden wären. Shakkle beendete grade sein Gespräch mit Commander Yates als da schon eine Ärztin - Dr. Haris eingetreten war und auf ihm zukam. "Die Cardassianer haben größtenfalls Prellungen, Abschürfungen und leichte Verbrennungen. Keiner schein ernstlich verletzt zu sein, aber es wäre gut wenn Sie es überprüfen und Verletzungen behandeln.", meinte er und befahl zwei seinen Männern die Ärztin zu unterstützen und gleichzeitig für ihren Schutz zu sorgen, wer weiß schon, auf welche dummen Gedanken die Gefangenen kommen würden. --- Deck 1, Bereitschaftsraum "In Ordnung Lieutenant Commander, ich verstehe das Problem. Ich werde Gul Telmar zu Ihnen schicken, er wird, wie ich annehme, mit dem nötigen Nachdruck den Cardassianern sagen, um was es geht. Yates Ende." Er beendete den Kontakt zum Sicherheitschef und 2. Offizier, um Gul Telmar los zu schicken. "Yates an Telmar. Gul, bitte melden Sie sich bei Lieutenant Commander Reszko auf Deck 10 bei den Arrestzellen. Er kann Ihre Hilfe mit den evakuierten Cardassianern gebrauchen. Danke. Yates Ende." Er sah auf seinen Tisch und schob einige Dinge bei Seite um freien Blick auf die technischen Daten der USS Ticonderoga zu bekommen. Wie er vermutete, würde es nicht lange dauern, das Schiff zu stabilisieren, um es zur nächsten Base zu bekommen. Die Victory würde noch kurz bei der Kolonie vorbei schauen bevor die cardassianischen Schiffe der neuen Regierung eintrafen und man sich auf die Verfolgung der Angreifer machen konnte. Er würde wohl auch bald mit MacArthur sprechen müssen... --- Deck 9, Holodeck 4 "Computer: Starte neue Simulation" Dave lehnte neben der Wandkonsole des Holodecks und hatte seinen Werkzeugkoffer auf dem Boden abgestellt. Er hatte einige Daten mit dem Tricorder vor Ort gesammelt und leitete diese nun in die Datenbank weiter. "Zeige Deck 12, Korridor vor Kampfbrücke sowie Kampfbrücke zum Zeitpunkt des Angriffs auf die USS Victory. Zeitindex: 10 Sekunden vor Explosion der EPS-Leitung. Benutze alle Daten der internen Sensoren zur Simulationserstellung sowie nachträglich erhobene Daten aus Sensorenscans, sowie Tricorderscans aus der Datenbank. Entferne alle Personen aus der Simulation. Detailstufe hoch. Lade alle Konstruktions- und Baupläne des Schiffes. Volle Simulation aller technisches Details. Sicherheitsstufe sehr hoch. Ablaufgeschwindigkeit 1/4." Er machte eine Pause. Hatte er an alles gedacht? Wahrscheinlich schon. "Simulation berechnen und anzeigen." Wie erwartet dauerte nun alles eine Weile und ungefähr 2 Minuten später stand Dave auf einem intakten Deck 12 im roten Licht der ausgelösten Alarmbeleuchtung. Nur Sekunden vor der verhängnisvollen Explosion. "Spiele Simulation ab. Blende Zeitindex auf Tricorder ein. Starte komplette Messwert Aufzeichnung aller simulierten technischen Systeme, besonderes Augenmerk auf das EPS System. Aufzeichnung der Simulation als Video-File in verschiedenen Perspektiven. Start!" Dave klappte seinen Tricorder auf und sah die Sekunden in der eingestellten Verlangsamung verrinnen. Die Anzeigen waren alle normal, dann kam die Sekunde der Explosion. Wie er schon zuvor geschlussfolgert hatte aktivierte ein Verteilerknoten der Kampfbrücke einen Bedarf an mehr Energie der überhaupt nicht vorhanden war. Der Knoten überlastete in Sekundenbruchteilen, brach und das ausströmende Plasma führte die Explosion herbei welche die Leitung und die Wand deformierten. Plasma trat aus in die Kampfbrücke und den Korridor und verbrannte alles. Nach knapp 3 Sekunden war alles schon vorbei und Deck 12 verwüstet. "Der Verteilerknoten - gar keine Frage." Er war nicht nur fehlerhaft programmiert, wobei dies auch am ganzen System liegen könnte, sondern auch noch falsch angebracht indem er direkt neben dem tragenden Element installiert war. Er würde sich die Programmierung der EPS-Verteiler im Hauptcomputer ansehen müssen und bei der neuen Kampfbrücke würde er die Energieversorgung auf mehrere dezentralisieren, Limits einbauen und von den tragenden Elementen weg legen. Das Innere der Kampfbrücke würde er auch versuchen mit zusätzlichen Elementen zu verstärken, damit eine Explosion ihr nichts mehr anhaben konnte. Er würde wohl noch einige Stunden hier verbringen, Kleinigkeiten abändern, neue Dinge in die Simulation programmieren und sie immer und immer wieder abspielen bis ihm das Ergebnis gefiel - um es anschließend absegnen und in die Tat umsetzen zu lassen. --- Hauptmaschinenraum Nach 10 Minuten hatte Aliya die Daten überblickt. Die größten Schäden waren an den Offensivsystemen und dem Warpkern. Außerdem waren Hüllenbrüche verzeichnet. Der Rest waren kleinere, nicht lebenskritische Beschädigungen. Zuerst musste das Schiff gesichert werden, damit Technikerteams an Bord konnten um die nötigen Maßnahmen zu treffen. Die Waffensysteme konnte sie nach einem kurzen Blick als unkritisch einstufen. Der Warpkern hatte sich noch deaktiviert, also bestand auch da keine akute Gefahr für einen Bruch - aber um dessen Stabilisierung sollte sich ein Team zuerst kümmern. Die Hüllenbrüche machten ihr mehr Sorgen. Diese mussten zuerst versiegelt werden. Danach konnte man die Umweltsysteme und die Lebenserhaltung wieder herstellen. Das hieß das erste Team musste mit Schutzanzügen vorgehen. Jetzt simulierte sie, dass die Brüche versiegelt, die Lebenserhaltung wieder hergestellt und der Warpkern stabilisiert waren - das sollte in einer halben Stunde zu schaffen sein. Die noch übrigen Schäden ließen zwei Möglichkeiten zu. Die eine: Warp 2 konnte man recht schnell wieder herstellen. Auch der größte Teil der Bewaffnung war innerhalb von 2 Stunden reparabel. Dann könnte die Ticonderoga allein zu einer Base fliegen - sollte aber doch Begleitschutz erhalten, wenn möglich. Die zweite Möglichkeit wäre, das eines der anderen Schiff die Ticonderoga abschleppen würde. Das vorzubereiten ginge auch wesentlich schneller. Sie listete die Möglichkeiten und Zeit, die diese in Anspruch nehmen würden auf. "Riddick an Brücke." benutzte sie ihren Kommunikator. "Ich schicke ihnen meine Analyse die Ticonderoga betreffend nach oben.", meldete sie. Es war einfacher, wenn jemand schnell drüberlesen und sich für eine Sache entscheiden würde. Sie wusste aber, das sie das erste Team selbst begleiten würde, um die Hüllenbrüche zu versiegeln. --- Deck 15, Frachtraum 3 Eine Viertelstunde später war Deirdra mit Hypospray und Ermahnungen, ihr gezerrtes Handgelenk zu schonen, wieder entlassen. Während der Behandlung war sie von Patterson getrennt worden und konnte sie jetzt nicht mehr entdecken. War sie vielleicht schon vorgegangen? Wohl eher nicht, vielleicht war sie einfach an einen langsameren Arzt geraten. Sie nutzte die Gelegenheit für einen der provisorischen Waschräume. Sie war zwar gerade frisch durch Jeffriesröhren gekrochen und evakuiert worden, aber musste ja nicht danach aussehen. Sie wusch sich Gesicht und Hände, fuhr mit den Fingern durch ihre offenen Haare - die Haarspange war ihr irgendwo abhanden gekommen - und klopfte sich den Staub von der Uniform. Sie begutachtete sich von oben bis unten und beschloss, dass sie fürs erste wieder wie ein Sternenflottenoffizier aussah. Die Behandlung selbst ging relativ schnell. Der Arzt wusch die Platzwunde über der rechten Augenbraue aus, die Mila im Eifer des Gefechtes nicht bemerkt hatte, bevor er die Wunde regenerierte. Ansonsten hatte sie nur Prellungen und Hautabschürfungen erlitten, die ebenfalls schnell behandelt worden waren. Mila war froh, dass dieser Arzt auf Ermahnungen verzichtete, denn sie hatte sich nicht gerade aussuchen können, ob sie die Verletzungen haben wollte, oder nicht. Im benachbarten Waschraum machte sie sich wieder soweit frisch, richtete das zerzauste Haar, bevor sie wieder nach draußen trat, wo Izami sie wieder in Empfang nahm. Draußen sah Deirdra dann auch Patterson. "Na, bereit für die Brücke?", fragte sie die junge Frau. "Ja... aber wenn es die Zeit wieder zulässt, brauche ich erst mal ein ausgiebiges Bad.", erwiderte Mila, und gemeinsam machten sich die beiden Frauen auf zum nächsten Turbolift, der sie zur Brücke der Victory bringen sollte. --- Turbolift "So riesig, wie dieses Schiff ist, gibt's hier wahrscheinlich ein Hallenbad samt Sauna und Dampfbad.", antwortete Deirdra und zeigte auf den Schiffsplan, der im Turbolift hing. "Das wäre himmlisch." Trotz der Entfernung waren Sie schnell Deck 1. "Ich schlage vor, sie kommen auch erst einmal mit zum Captain, bevor sie die TAK verstärken.", wies sie Patterson an, bevor sich die Türen öffneten... und den Blick auf einen Cardassianier freigaben. Deirdra war kurz irritiert, aber es würde wohl seinen Grund haben, also schluckte sie eine Frage herunter und grüßte im Vorbeigehen. --- Deck 10, Arrestzellenbereich Wenige Minuten nachdem ihn Yates informiert hatte, dass man nun die Terroristen an Bord gebeamt hatte, traf Glio Telmar auch bei den Arrestzellen ein. "Guten Morgen, Mr. Reszko.", begrüßte er den Menschen und nickte ihm zu und betrachtete einige Augenblicke lang die Gefangenen in den Zellen. Ein Gefangener musste das Gefühl haben, ab der ersten Sekunde seiner Gefangenschaft, hoffnungslos unterlegen und verloren zu sein - die erste goldene Verhörregel des ehrenwerten Gul Somiru. Telmar schritt extrem langsam die Zellen auf und ab und bedachte jeden einzelnen der 19 Insassen mit einer genauen Musterung. Sein Gang glich dem eines Königs, der gerade ein Standgericht abhielt. Die Schultern waren breit gestreckt, die Mimik eisern und von absoluter Selbstsicherheit. Seine Augen schienen jeden der Gefangenen nur mit ihren Blicken töten zu können. Schließlich blieb er stehen und verkündete mit einer Stumme absoluter Überlegenheit und Hohns: "Das sind also die erbärmlichen Überreste vergangenheitsverbohrten Denkens - ich darf Ihnen gratulieren! Sie waren dumm genug, sich nicht vor Ihrer Gefangennahme selbst zu richten. Von dieser Minute an garantiere ich Ihnen, werden Sie jede Sekunde ihres Lebens bereuen, es nicht getan zu haben! Keiner von Ihnen wird auch nur einen seiner Angehörigen jemals wieder zu Gesicht bekommen. Sie sind nur noch leere Hüllen Ihrer selbst - nicht mal die Energie eines Disruptors wert, um Ihnen ihr seelenloses Leben auszuhauchen. Der Umstand hier auf einem Föderationsschiff zu sein wird Ihnen dabei nicht helfen. Sie glauben, Sie sind stark - Sie irren sich. Ich habe alle Zeit der Welt, Sie zu dem zu stauchen, was sie sind, eine Geschwulst am Körper der cardassianischen Gesellschaft, die man mit einem Skalpell allmählich abschält. Ihr Wissen über den Widerstand wird in Kürze mein Wissen sein, und Ihre verratenen Kameraden werden Ihr Schicksal teilen." Er drehte sich um und wandte sich wieder Reszko zu. "Wieviel konnten Sie schon herausfinden, Mr. Reszko" meinte er leise. Alsbald war auch schon ihr cardassianischer Gast erschienen und der CoS nickte nur als Antwort auf die kurze Begrüßung, denn der Gul begann sofort mit der Befragung. Shakkle beobachtete ihm, im Stillen doch schon hingerissen von dessen Kennen. Die Vorstellung wirkte furchteinflössend, nicht nur auf die Gefangenen sondern auch teilweise auf seine eigenen Leute, die scheinbar den Drang verspürten, die Cardassianer vor diesen Ungeheuer zu schützen. Glücklicherweise nahmen sie sich zurück, vielleicht auch weil der CoS nicht eingriff oder aber auch weil er sie mit Argusaugen beobachtete, in denen eine Warnung war, ja nichts zu unternehmen. Als sich der Gul ihm wieder zuwendete, antwortete Shakkle genauso leise: "Die Gefangenen geben nicht mal ihre Namen oder Ränge an, vermutlich aus Angst vor Repressalien ihren Familien gegenüber. Gul, vergessen Sie aber bitte nicht, dass wir auf einen Föderationsschiff sind. Verstehen Sie was ich meine?" "Ich kann Sie beruhigen, Mr. Reszko.", erwiderte der Cardasssianer ganz Gentleman. "Commander Yates hat mich über die, aus cardassianischer Sicht doch recht merkwürdigen, Grundsätze der Sternenflotte ausreichend informiert. Was die Identität dieser Leute betrifft, so wird es kein Problem sein, Sie entweder über die cardassianische Datenbank abzurufen. Ansonsten versichere ich Ihnen, kenne ich genügend Methoden, diese Leute zum Sprechen zu bringen, ohne dass Sie in die pikante Situation kommen, gegen eine Ihrer Direktiven verstoßen zu müssen." Er reichte dem CoS ein PADD. "Dies hier sind die Autorisationsparameter von mir, die sie benötigen, um die entsprechenden Auskünfte zu erhalten. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis das Kommando Ihnen eine entsprechende Rückmeldung gibt, da man die Berechtigung erst gründlichst prüfen wird. Wir haben zwar eine neue Regierung, aber unsere Vorsicht gegenüber Fremden ist nach wie vor vorhanden, Mr. Reszko. Wie ich ihrem Commander bereits sagte, ist es aufgrund der Struktur des Widerstandes reinste Verschwendung, Leute zu verhören, die nicht der Brückencrew angehören. Sagen Sie mir daher bitte, welche der Gefangenen sich vorher auf der Brücke aufgehalten haben." Shakkle nickte erleichtert, dass Commander Yates dem Gul Gesetze der Sternenflotte erklärt hatte und dieser sich scheinbar daran halten wollte. Er nahm den PADD mit Autorisationsparametern und blickte auf sein eigenes. Der CoS rief die Transporterdaten auf und meinte immer noch leise: "Zelle 1 und 4, drei Männer und eine Frau. Leider könne ich den Brückenaufbau der Hideki nicht. Also kann ich Ihnen nur sagen, wo sie sich befunden haben, aber nicht in welcher Funktion. Die Frau sass rechts vorne am Bug, der Mann, der jetzt mit ihr in Zelle 4 ist links vorne. Die Männer in Zelle 1 waren jeweils an Backbord und Steuerbord." Lexi lauschte den Worten des Sicherheitsoffiziers schweigend und warf abschätzende Blicke zu ihren 'Babysittern'. Wie schlimm konnten ein paar Cardassianer schon sein, die eingepfercht, verletzt in kleinen Käfigen steckten? Wo sie genauer darüber nachdachte, da könnte wohl jeder gefährlich werden. Kaum war sie beim ersten Patienten, als der Gul eintrat und begann seine Rede zu halten. Was für ein theatralisches Gerede. Glaubte er damit wirklich jemanden einzuschüchtern? Vermutlich, wäre sie genauso eingeschüchtert, wie ihr Patient auf sie wirkte, wäre sie in einer Gesellschaft wie dieser aufgewachsen. Sie versuchte sich auf ihre Patienten und nicht auf die Rede zu konzentrieren. Als sie schließlich fertig war mit der notwendigen Versorgung, nickte sie dankend den beiden Sicherheitlern zu und blieb in einem gewissen Abstand stehen, bevor sie Reszko Bericht erstatten würde. "Der Kommandostuhl befindet sich bei der Hideki-Klasse Steuerbord achtern.", erwiderte Telmar einen Blick auf die Transporterdaten werfend. "Und zwar leicht versetzt zu dem Mann an Steuerbord. Der Mann selbst stand an der technischen Konsole. Der andere backbord an der Taktik. Die meisten kommandierenden Dissidenten mit militärischem Hintergrund bleiben ihrer Gewohnheit treu und bleiben während des Gefechtes im Kommandostuhl sitzen. Die Scans zeigen aber keine Leichen auf der Brücke. Also haben wir es hier mit jemandem zu tun, der entweder rangniedrig war und deshalb keinen Wert auf den Kommandostuhl legt oder einem Kommandanten mit zivilem Hintergrund. Das heißt für mich, dass ich mich mit allen vier unterhalten werde. Vier aus neunzehn ist aber keine schlechte Anfangsquote. Gibt es hier an Bord so etwas wie ein Verhörzimmer?" "Ja wir haben ein Vernehmungsraum, Gul. Ich vermute mal Sie wollen zuerst die Frau verhören? Zwischenzeitlich sollten die anderen drei getrennt werden, damit sie ihre Aussagen nicht abgleichen in Richtung, der, den wir suchen sei tot.", Shakkle winkte einen seiner Männer und ließ ihn den Gul in den Raum führen. Dann drehte er sich zu der etwas abseits stehenden Ärztin und sagte: "Verzeihen Sie Doktor Haris, dass wir Sie hier aufgehalten haben. Gehe ich in der Annahme richtig, dass keiner der Gefangenen ernsthafte Verletzungen aufweist?" Die junge Marsianerin reichte Reszko ein PADD mit den Infos. "Nun, wären diese Herrschaften Sternenflottenpersonal, würde ich sie in den eingeschränkten, leichten Dienst einstufen. Sie sind zwar soweit klar und es sind keine schwereren Verletzungen dabei, jedoch können immer noch Probleme auftreten.", erklärte Lexi ruhig. "Mir ist klar, das sind für uns Gefangene, jedoch, gehen Sie lieber auf Nummer sicher, sollte einer bei einer möglichen Befragung über Übelkeit, Kopfschmerzen oder dergleichen klagen und informieren Sie die medizinische Abteilung.", endete sie schließlich. Mit einem leichten Lächeln fügte sie ein "Danke." hinzu. --- Deck 1, Hauptbrücke Der Kommandant war nicht an seinem Platz, bemerkte Deirdra, sie wandte sich an eine Ensign, direkt geradeaus. Da sie eine Kommandouniform trug, nahm Deirdra an, dass es die OPS-Station war. "Lieutenant Commander Izami und Lieutenant Patterson. Commander Mendez hat uns angekündigt.", stellte sie sie beide vor. Anna drehte sich um. "Ja, Ma'am. Commander Yates ist im Bereitschaftsraum. Einen Moment bitte." Sie öffnete eine Kom-Verbindung: "Commander Yates, Lieutenant Commander Izami und Lieutenant Patterson sind jetzt da." - "Können kommen.", kam nur die knappe Antwort von Yates. "Bitte, Ma'am. Sie können." Anna wies auf die Tür des Bereitschaftsraums. "Danke, Ensign.", antwortete Deirdra lächelnd und folgte der Geste. Diese Ensign war für sie die nächste offene Frage. Sie schien schwere Verletzungen erlitten haben, aber warum hatte sie ihre Haut nicht regeneriere lassen? Mit Patterson mit Schlepptau betrat sie den Bereitschaftsraum. --- Deck 1, Bereitschaftsraum Aus der Nähe betrachtet schien Yates jünger zu sein, als es Deirdra im Frachtraum vorgekommen war. Sie tippte, dass er kaum älter als sie selbst war. Und wo sie ihn genauer betrachtete, war sie froh, vorhin noch den Waschraum aufgesucht zu haben. "Guten Tag, Commander Yates. Lieutenant Commander Izami und Lieutenant Patterson melden sich zur Stelle." "Bitte, setzen Sie sich doch." James stand auf und bot den beiden Damen einen Platz auf den beiden Stühlen vor seinem Schreibtisch an. "Ich bin mit Commander Mendez überein gekommen, dass Sie beide an Bord der Victory bleiben, bis die Ticonderoga selbst wieder einsatzbereit ist. Wir haben selbst einige Schwerverletzte - so zum Beispiel unsere zweite Offizierin und unsere Taktik ist ebenfalls unterbesetzt." James machte eine Pause und sah in die Gesichter der beiden. Er sah zwei müde und von dem Gefecht und den Verlusten gezeichnete Gesichter. "Ich möchte Ihnen jedoch einige Stunden Zeit geben, sich etwas zu erholen, zu erfrischen und etwas zu essen, bevor ich Sie bitte mein Team zu unterstützen. Für Sie, Lieutenant Patterson, würde das bedeuten unsere Taktik bitte im Auge zu behalten, falls die Angreifer zurück kommen und für Sie, Lieutenant Commander Izami, dass Sie die Crew, die Sie kennen im Auge behalten und entsprechende Einsatzpläne für die Reparatur erstellen und beaufsichtigen, bis die Reparatur abgeschlossen ist und das Schiff alleine weiterfliegen kann. Sie beide werden dann wieder zurück mit auf Ihr Schiff gehen." Yates' Konsole piepte auf, eine Nachricht aus dem Maschinenraum von Lieutenant Riddick. James tippte schnell eine Nachricht. 'Schiff zum alleinigen Rückflug wiederherstellen.' War seine knappe Antwort, er würde bei dem gleich folgenden Gespräch mit MacArthur Begleitschutz anfordern, sowie wieder einmal mehr Personal nach den erneuten, vermutlichen, Verlusten. Deirdra hatte dankbar lächelnd Platz genommen und Yates aufmerksam zugehört. Einige Stunden Erholung, das hörte sich himmlisch an, doch Deirdra wusste, dass sie sich diesen Luxus erst erlauben würde, wenn alles geregelt war und der Rest der Crew soweit versorgt, dass sich jeder eine Pause gönnen konnte. "In Ordnung, Sir.", bestätigte sie die Befehle. "Da wäre noch etwas: Wir haben an Bord der Ticonderoga sehr viele und sehr seltene und empfindliche wissenschaftliche Proben. Sie lagern in versiegelten Frachträumen, aber bei einem Ausfall der Lebenserhaltung halten diese nur wenig mehr als eine Stunde die passenden Umgebungsbedingungen aufrecht. Ich bitte um Erlaubnis, während der Reparaturarbeiten einen Teil dieser Fracht auf ihr Schiff umzuladen. Nach Beendigung der Reparaturarbeiten wird natürlich alles auf der Ticonderoga weiterreisen." "Unsere Frachträume haben genug Fassungsvermögen, ich werde unseren Wissenschaftler anweisen sich mit Ihnen darum zu kümmern. Er ist zur Zeit auf der Krankenstation eingespannt, ich gehe jedoch davon aus, dass die chaotische Situation schnell zu Ende sein wird." James wartete einen Augenblick. "Unser Counselor, Lieutenant Tanner, steht Ihrer Mannschaft natürlich auch zur Verfügung." "Danke.", antwortete Deirdra und hatte den Eindruck, dass Yates Gedanken lesen konnte, oder zumindest ihren nächsten Schritt vorweg nahm. Sie wandte sich an Patterson: "Haben Sie noch Fragen, Lieutenant? Wenn nicht, würde ich gerne noch einen Moment alleine mit Commander Yates sprechen." "Ich habe keine Fragen. Ich warte dann auf der Brücke.", erwiderte Mila und verließ den Bereitschaftsraum. --- Deck 1, Hauptbrücke Doch ob die Halbbajoranerin sich erholen konnte, wusste sie nicht wirklich. Immerhin hatten sie zwar die Cardassianer vertrieben, doch was war mit der Kolonie geschehen? Doch erst mal beschränkte sie sich auf das Warten auf Commander Izami. Allerdings konnte sie das nicht hindern, doch mal einen Blick auf die taktische Konsole der Victory zu werfen. --- Deck 1, Bereitschaftsraum Deirdra wartete ab, bis die Türen des Bereitschaftsraums sich hinter Patterson geschlossen hatten. In einer Verlegenheitsgeste strich sie ihre Uniformhose glatt, bevor sie sprach: "Commander, ich möchte Ihnen empfehlen, Lieutenant Patterson kurz von Ihrem Schiffscounselor durchchecken zu lassen, bevor sie wieder auf der Brücke Dienst tut. Sie ist ein sehr guter Offizier, aber ich habe den Eindruck, es hat sie ziemlich mitgenommen, dass sie mit ansehen musste, wie Captain Saatik verletzt wurde und starb, da sie und der Rest der Brückenbesatzung keine Hilfe leisten konnten." "Sie kennen Ihre Kameraden besser als ich, wenn Sie es für vernünftig halten. Natürlich." Er sah im Quartierplan nach, Ms Patterson war ein Quartier auf Deck 11 zugeteilt worden, sicher befand Sie sich jetzt dort. "Yates an Tanner, wir haben von der USS Ticonderoga einige Crewmitglieder an Bord, die Ihre Hilfe gebrauchen könnten. Schauen Sie doch bitte bei Ms Patterson auf Deck 11 vorbei. Danke." Er wandte sich wieder zu Deidra. "Und wie geht es Ihnen?" "Den Umständen entsprechend gut, würde ich sagen.", antwortete sie. "Abgesehen, von ein paar blauen Flecken, die man sich unweigerlich zuzieht, wenn man durch Jeffriesröhren kriecht.", fügte sie schief lächelnd hinzu. "Ich war während des Gefechts nicht auf der Brücke, sondern in meiner Abteilung. Wir hatten großes Glück. Ein paar Mal wurden wir kräftig durchgeschüttelt, aber wir haben keine Verluste zu beklagen, und bei der Evakuierung von Deck 5 bis 8, für die ich zuständig war, lief alles wie aus dem Bilderbuch." Soweit zum Statusbericht. Sie rutschte kurz auf Ihrem Stuhl in eine andere Sitzposition, bevor sie in ernstem Tonfall weitersprach. "Ich weiß, dass wir Kameraden verloren haben, doch Sie müssen keine Befürchtungen haben, ich werde nicht in Depressionen verfallen. Es ist ein Risiko, dass jeder von uns mit seinem Eintritt in die Flotte auf sich nimmt. Und anstatt um die gefallenen Kameraden zu trauern, empfinde ich Dankbarkeit, dass sie dem Rest der Crew das Überleben ermöglichten." "Es war knapp, aber man braucht auch ab und zu das nötige Glück, um ein Gewinner zu sein, auch wenn wir hier nur einen kleinen Sieg erringen konnten." James dachte an die Mission der USS Victory und was in so kurzer Zeit alles passiert war und er war froh, dass sie es geschafft hatten diese Leute zu retten und die Angreifer zu verjagen. Er sah der jungen Frau in ihre blauen Augen, fuhr ihre gelockten braunen Haare bis zum Hals herab und bestaunte die Flecken an ihrem Hals. Einen Augenblick nur hatte er sich ablenken lassen und ein Funkeln in seinen Augen ausgelöst. Wie konnte er sich in dieser Situation nur ablenken lassen? "Sie ... ähm ... Sie möchten sich sicher jetzt erst etwas ausruhen. Melden Sie sich doch einfach nachher wieder bei mir damit unser weiteres Vorgehen besprechen können und vielleicht ... vielleicht kann ich Ihnen heute Abend einen Drink ausgeben." Deirdra lächelte, als sie Yates' Blick bemerkte, und strich sich eine Haarsträhne zurück hinters Ohr. Es hätte sie nicht gewundert, wenn er gleich über beide Ohren rot geworden wäre, er hatte gerade so etwas schuljungenhaftes an sich. "Ein Drink an der Bar wäre wirklich wunderbar.", antwortete sie. "Und bis dahin etwas Ruhe, das wäre perfekt. Allerdings müssen Sie verstehen, dass ich mich erst ausruhen werde, wenn ich sicher bin, das meine Crew versorgt ist und sich ebenfalls eine Pause gönnen kann." '...meine Crew...', dachte Deirdra, das hatte einen ganz anderen Klang. Bisher hatte sie immer von ihren Wissenschaftlern gesprochen, aber jetzt, als ranghöchster Offizier der Ticonderoga hier an Bord, sprach sie wirklich von allen - Wissenschaft, Sicherheit, Medizin, Technik, Kommando, Zivilisten, für sie alle war sie im Moment verantwortlich. '... meine Crew...' Sie musste zugeben, es fühlte sich gut an. "Ich habe größtes Vertrauen in meine Crew, was die Versorgung der Verletzten und Evakuierten angeht. Aber natürlich kann ich verstehen, dass Sie sich persönlich darum kümmern möchten. Man möchte seiner Verantwortung ja gerecht werden. Wir sehen uns dann später. Auf Wiedersehen, Lieutenant Commander." James stand zusammen mit Deirdra auf und geleitete sie zur Tür, ehe er wieder zu seinem Schreibtisch zurück kehrte - nicht jedoch ohne vorher am Replikator anzuhalten und einen Darjeeling Tee zu replizieren. Seine Anfrage an das Hauptquartier war ... abgelehnt worden? "Was zum Teufel.", fuhr es aus Yates, er las die kurze Textbotschaft von Vargas, der Sekretärin des Admirals. Der Admiral war den Rest des Tages außer Haus. Termine... "Okay, es wird als Admiral mehr zu tun haben als sich um uns zu kümmern.", murmelte James. Den genauen Terminplan hatte Vargas sogar mitgeschickt. Glaubte sie, dass er ihr sonst nicht glauben würde? Er blätterte durch und blieb bei dem Wort 'Wirtschaftsausschuss' hängen und musste grinsen. Okay, der Admiral hatte es nicht gerade gut getroffen. Am nächsten Morgen um 9 Uhr hatte James einen Termin für eine Videokonferenz bekommen. Besser als nichts. Bis daher würde er sicher auch erste Fortschritte von der Reparatur der USS Ticonderoga vermelden können, sowie genaue Zahlen über Verletze und Verluste, sowie den Zustand des eigenen Schiffes. Er dachte an Lt. Cmdr. McKilian und Ens. Loraya, deren geheimnisvolles Lächeln ihm so viel Freude bereitet hatte. Er wünschte sich wirklich, dass es beide schaffen würden durchzukommen. Sie waren ja beide noch so jung - wie die ganze Crew. Sein Blick wanderte auf den vollen Schreibtisch und er nahm wahllos eines der PADDs auf um zu sehen worum es ging. --- Deck 1, Hauptbrücke "Ah, Miss Patterson, gut, dass sie noch da sind.", während die Halbbajoranerin sich vom taktischen Offizier verabschiedete, wandte sich Deirdra wieder an die OPS. "Ensign...", sie wartete kurz ab, ob die junge Offizierin ihren Namen ergänzte, es war ihr lieber, die Personen mit Namen statt nur mit dem Rang anzusprechen. "... Nyberg ..", half Anna kurz aus. "Ensign Nyberg, würden Sie mir bitte eine Übersicht der Führungsebene und aller mit der Evakuierung betrauten Personen geben, außerdem die Notquartierliste für die Crew der Ticonderoga." "Ja, Ma'am.", Anna tippte auf Ihrer Konsole und nahm aus einem Fach ein PADD, das sie kurz danach der Lieutenant Commander reichte. "Hier, Commander." "Lieutenant Commander Deirdra Izami.", stellte sich jetzt Deirdra vor. Sie nahm das PADD entgegen und warf einen Blick darauf. "Danke. Wir werden wahrscheinlich noch einiges miteinander zu tun haben. Ich bin die Verbindungsperson für die Ticonderoga hier an Bord und werde mich bestimmt noch öfters bei Ihnen melden." Inzwischen war Patterson wieder bei ihr und sie wandte sich wieder ihr zu und lotste sie in Richtung Turbolift. "Alles in Ordnung an der Taktik?", fragte sie, um die Zeit zu überbrücken, bis ein Turbolift ankam und sie einsteigen konnten. "Deck 11.", befahl Deirdra. --- Turbolift "Miss Patterson, ich habe eine gute Nachricht für Sie: Sie sind eine der Glücklichen, die ein leerstehendes Einzelquartier ergattern konnten. Deck 11...", sie konsultierte kurz das PADD und hielt es ihrer Gesprächspartnerin hin, damit sie sich Nummer und Lage einprägen konnte. "Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es eine Badewanne hat.", ergänzte sie mit einem Zwinkern. "Bitte suchen Sie es gleich auf, sie werden gleich Besuch bekommen." Jetzt kam der eher unangenehme Teil, Deirdra machte eine kurze Pause und sprach mit sanfter Stimme weiter. "Ich habe Commander Yates gebeten, den hiesigen Schiffscounselor zu Ihnen zu schicken. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich halte Sie für psychisch stabil, Sie haben diese Krisensituation mit Bravour gemeistert. Ich will Sie einfach so schnell wie möglich wieder hundertprozentig fit für den Brückendienst haben und mein Eindruck ist, dass Sie Mr. Tanners Hilfe gebrauchen könnten, wie weitere von uns auch." Deirdra sah die Halbbajoranerin möglichst ungezwungen an und warte ab, wie ihre Aktion aufgenommen wurde. "Vielen Dank, Commander.", erwiderte Mila, vor allem dafür, dass sie ein Quartier für sich hatte. Aber auch Yates war sie in gewisser Weise dankbar dafür, dass er ihnen erst einmal Zeit gab, sich zu erholen, bevor es ernst wurde. "Gemeistert ist gut. Ich denke, wir hatten alle keine andere Wahl, als unseren Aufgaben nachzukommen. Es ist wohl gut so, dass wir erst mal eine Pause bekommen haben. Die Lage ist momentan ruhig, und ich denke, es wird gut tun, nachzudenken.", fuhr die Halbbajoranerin fort. Sie schätzte es, dass Izami ihr verkündet hatte, dass sie Besuch des Counselors der Victory bekommen sollte. Der Turbolift hielt an und die Türen glitten auseinander. "Kopf hoch.", Deirdra klopfte Patterson freundschaftlich auf die Schulter. "Jetzt gehen Sie erstmal in Ihr Quartier, gönnen sich eine ausgiebige Dusche, essen etwas und legen die Beine hoch. Wir hören uns in dann in ein paar Stunden, sollte vorher etwas passieren, bin ich jederzeit erreichbar." Mila nickte und verabschiedete sich von Izami. Sie ließ sich vom Computer zu dem Quartier führen, das ihr zugewiesen wurde und betrat es schließlich. Deirdra winkte Patterson noch einmal zu, während sich die Türen wieder schlossen. Deirdra war versucht, den Lift anzuweisen, sie zu ihrem Quartier zu bringen. Deck 5, Offiziersquartiere. Dem PADD, dass sie von Ens. Nyberg erhalten hatte, konnte sie entnehmen, dass die Victory (noch?) keinen leitenden Wissenschaftler hatte. Vielleicht hatte sie jetzt das vorgesehene Quartier erhalten. Als Offiziersquartier hatte es wahrscheinlich immer noch nicht den Luxus einer Badewanne, aber immerhin würde sie dort ein provisorisches Büro einrichten können für die Dauer der Reparaturarbeiten. "Deck 15, Frachtraum 3.", befahl sie schließlich. --- Hauptmaschinenraum Die Antwort war schnell da - 'Schiff zum alleinigen Rückflug wiederherstellen.'. Sie hatte sich schon sowas gedacht und überlegte, was man da drüben alles brauchen würde. Bowman würde wohl noch mit der Kampfbrücke beschäftigt sein - so wie sein Bericht aussah, dürfte das noch eine ganze Weile dauern - ansonsten hatte sich alles soweit beruhigt. "Riddick an Perel. Wir brauchen ein paar Technikerteams für die Ticonderoga. Zuerst mal eins mit Schutzanzügen um die Hüllenbrüche zu versiegeln und Lebenserhaltung herzustellen. Dann müssen noch der Warpkern in Gang und die Waffensysteme online gebracht werden.", benachrichtigte sie ihn "Ich kümmere mich schon mal um unsere Ausrüstung, greifen Sie sich bitte noch ein paar Leute, die uns helfen und um zwei Teams, die danach bereitstehen." Nun wartete sie auf eine Antwort - wenn er gerade anderweitig beschäftigt war, müsste sie wohl ohne ihn auskommen. --- Deck 11, Milas (vorerst provisorisches *fg*) Quartier Die Halbbajoranerin sah sich erst mal in diesem Quartier um. Es war eben ein typisches Quartier, dem eine persönliche Note fehlte. Eine Wanne suchte sie im Bad vergeblich, doch momentan sollte sie ohnehin mit dem Bad warten, bis dieser Counselor da war. --- Deck 15, Frachtraum 3 Gähnende Leere begrüßte Deirdra, naja nicht wirklich, aber im Verhältnis zu vorher hatte sich der Frachtraum gut geleert. Sie ging auf einen älteren Chief zu. "Hallo, sind Sie Chief Nyobo?", sprach sie ihn an. Den Namen hatte sie aus ihrem PADD, Nyobo war für die Erfassung der Evakuierten zuständig. "Ja, der bin ich. Ma'am.", antwortete der Angesprochene. "Deirdra Izami.", stellte sich Deirdra vor und begrüßte ihn mit Handschlag. "Ah, Chefwissenschaftlerin, Lt. Cmdr.", ergänzte Nyobo. "Willkommen auf der Victory." Deirdra grinste. "Danke. Ich glaube, jetzt weiß ich, warum gerade Sie diesen Job machen." Dieser Mann musste ein sehr gutes Personengedächtnis haben, wenn er sie aus der Crewliste erkannt hatte. "Commander Mendez und Commander Yates haben mich als Verbindungsperson abgestellt, um die Ticonderoga-Crew hier an Bord zu koordinieren. Jetzt will ich mich erst einmal auf den neuesten Stand bringen. Wie sieht es aus, sind alle angekommen und versorgt?" "Da können Sie ganz beruhigt sein, Ma'am.", antwortete der Chief. "Die gesamte Crew ist transportiert worden, es gibt keine Vermissten. Abgesehen vom Captain haben es fünf Kameraden leider nicht geschafft. Mein Beileid." Deirdra nickte dankend, mit so vielen hatte sie nicht gerechnet. "Die Schwerverletzten wurden direkt auf die Krankenstation gebracht, von den restlichen hat inzwischen jeder eine Koje zugewiesen bekommen. Das dort drüben ist die letzte Gruppe, die noch durchgecheckt wird. Danach ist meine Arbeit hier erledigt." "Dann bin ich ja genau richtig gekommen. Danke für die Informationen, Chief.", verabschiedete sich Deirdra und machte sich weiter auf den Weg. Sie würde nachher noch in den verschiedenen Notquartieren vorbeischauen, damit sich alle gut aufgehoben fühlten und um sich zu überzeugen, dass alle gut untergebracht waren. Außerdem wollte sie die Nachricht, dass die Ticonderoga repariert wurde, und bald wieder flugtauglich war, persönlich überbringen. Und auf der Krankenstation wollte sie natürlich auch noch vorbei. Zuerst stand allerdings noch jemand anderes auf dem Plan. "Computer, lokalisiere Commander Mendez von der Ticonderoga." - "Der Commander befindet sich nicht an Bord." 'Gut, dann eben der nächste.', dachte Deirdra. "Computer, lokalisiere Lieutenant Commander Balakka von der Ticonderoga." - "Lieutenant Commander Balakka befindet sich auf Deck 11, Quartier 342." Immerhin war die Chefingenieurin noch da. --- Deck 11, Quartier 342 Deirdra klingelte, es dauerte einen Moment, bis Balakka öffnete. "Tut mir leid, dass ich deine Ruhe stören muss, Mimi.", begrüßte sie ihre Freundin. "Komm rein.", antwortete diese nur und fläzte sich gleich auf das Sofa, wo auch Deirdra unaufgefordert Platz nahm. "Ich habe eine gute Nachricht für dich... Die Ticonderoga wird repariert." "Was, ohne mich?" Jetzt hatte sie die volle Aufmerksamkeit der Haliianerin. "Nein, natürlich nicht.", antwortete sie lachend. "Ich möchte, dass du dich mit der hiesigen Chefingenieurin, Lieutenant Riddick, kurzschließt und mit ihr zusammen die Reparatur angehst.... Kuck nicht so, ich bin jetzt hier für die Koordination zuständig.", scherzte sie. "Du kannst auch jeden Techniker einsetzen, aber bitte sei nicht zu hart und gönn' jedem, inklusive dir, ein bisschen Pause.", ermahnte sie, sie kannte Mimi nur zu gut. Diese war schon so gut wie aufgesprungen. "Ich werde mich ausruhen, aber nicht jetzt. Du weißt doch, solange ich noch aufrecht stehen kann, schraubt niemand an meinem Schiff herum." Deirdra lachte. "Ingenieure.", stöhnte sie nur. "Dann lass ich dich mal wieder allein. Lieutenant Riddick findest du ja bestimmt alleine. Bis später." Sie verließ Mimis Quartier und machte sich auf den Weg, um die restlichen Crew-Mitglieder zu besuchen. --- Hauptmaschinenraum "Lieutenant, ich habe hier einige Techniker aus dem vorderen Bereich abziehen können. Wenn wir noch ein paar Techniker von der hinteren Sektion abziehen könnten, wären wir groß genug. Ich nehme mal an, auch Techniker der Ticonderoga werden sich bei der Reparatur ihres Schiffes beteiligen.", sprach Dan die Chefingenieurin an, sowie er sie erreicht hatte. Aliya hatte mittlerweile Technikerkits und Spezialwerkzeuge organisiert, als Perel eintrat. Sie versuchte nicht an die Kampfbrücke oder deren Zustand zu denken - die arme Victory. "Wir sollten sowieso einige Ticonderoga-Techniker einbeziehen, soweit möglich. Sie kennen das Schiff besser und haben die Schäden mehr oder weniger live miterlebt. Gerade was den Warpkern angeht, würde ich liebend gerne auf sie zurückgreifen - hat der Chefingenieur der Ticonderoga überlebt - beziehungsweise - ist er ansprechbar?", überlegte sie vor sich hin. Sie überlegte sich gerade, wie sie sich fühlen würde, wenn jemand an Shiny herumschrauben würde, ohne wenigstens versucht zu haben, sie zu erreichen und einzubeziehen. "Tja... wenn die Ticonderoga wieder flott ist, haben wir zwei größere Baustellen hier, die wir wieder richten müssen. Zum einen haben wir die Kampfbrücke, wo CPO Bowman bereits erste Analysen macht, wie man ein Desaster wie passiert für die Zukunft verhindern kann. Die zweite Sache sind unsere Phaser, vor allem die Kühlsysteme. Die bekommen die Abwärme bei voller Leistung nicht vollständig weg.", verkündete Dan die Dinge, die sich im vorderen Bereich aufgetan hatten, "Außerdem denke ich, dass sich der Servicepunkt bewährt hat und dauerhaft etabliert werden sollte. Mit den Reaktionszeiten auf die Schäden können wir zufrieden sein." "Dann kümmere ich mich später um die Kühlsysteme... Sie können sich aussuchen, ob sie Mr. Bowman oder mich unterstützen möchten.", nickte sie den Bericht ab und schmunzelte. Eigentlich hatte sie gehofft, dass Perel durch einen riesigen Zufall die Frage ihres Gedankenspiels hätte beantworten können. "Bringen sie die Ausrüstung bitte in den Transporterraum und organisieren sie Schutzanzüge.", richtete sie sich wieder an Perel. "Ich werde inzwischen sehen, ob ich den Chefingenieur der Ticonderoga auftreiben kann oder ein paar Techniker von da." Sie sah sich um. "Ansonsten kriegen wir das zweite Team auch noch mit Technikern von hier voll..." Dan nickte und wandte sich den Technikern zu, die er organisiert hatte. "Jeder von Ihnen organisiert sich Werkzeug und einen Schutzanzug. In fünfzehn Minuten möchte ich Sie im Transporterraum sehen.", war Dans Anweisung an die Techniker, denn er wollte zuerst im Shuttlehangar vorbeischauen. Ohne mechanische Unterstützung in Form von Workbees oder Shuttles konnten sie die Außenhülle der Ticonderoga wirklich nur notdürftig flickschustern. Mit Shuttles oder Workbees hatten sie die Chance, größere Hüllensegmente zu bearbeiten und brauchten weniger Schweißnähte, die es auf Dichtigkeit zu kontrollieren galt. Bevor er aufbrach, packte er seinen Schutzanzug und das Werkzeug zusammen, das er mitnehmen wollte. Nachdem Perel gegangen war, ging Aliya in ihr Büro "Computer: Befindet sich der Chefingenieur der USS Ticonderoga auf dem Schiff?" - "Positiv" Schonmal eine gute Antwort. "Wie ist sein Name und wo befindet er sich." - "Lieutenant Commander Balakka befindet sich auf Deck 11 in Quartier Quartier 342" 'Noch besser' dachte Aliya und da in der Beziehung 'Schiff reparieren' alle Ingenieure gleich waren, beschloss sie, den Commander gleich zu rufen: "Riddick an Lieutenant Commander Balakka. Entschuldigen Sie die Störung, aber wir bräuchten Unterstützung, um die Ticonderoga wieder flott zu kriegen. Sie und Ihre Techniker kennen das Schiff besser und wollen sicher auch nicht, dass 'Fremde' einfach an ihrem Warpkern herumfummeln.", bei den letzten Worten konnte man ihr Grinsen förmlich durch den Komkanal hören. --- Korridore Tanner war sofort nach der Konferenz wieder in sein Büro zurückgekehrt. Während des Kampfes mit den Cardassianern war seine Anwesenheit auf der Brücke nicht zwingend gewesen und deshalb hatte er - trotzdem wachsam, für den Fall, dass er doch gebraucht wurde - sich wieder seinen Berichten und Crewakten gewidmet. Dann erreichte ihn die Meldung, dass das Schiff der Nova-Klasse den Kampf aufgenommen hatte und die Crew große Verluste zu verbuchen hatte. Innerlich hatte Tanner geseufzt. Das würde wahrscheinlich ein langer Tag werden - und das, wo er gerade erst dabei war sich einzuarbeiten. Tanner war auf dem Weg zu einem Quartier, das kurzfristig einem Offizier der Ticonderoga zugeteilt worden war. Die junge Frau hieß Mila Patterson und war eine der glücklichen Personen, die die kleine Raumschlacht überlebt hatten. Er hatte sich rasch ein paar Daten über sie und das Schiff auf ein PADD gezogen und während er den Korridor entlang schritt, studierte er sie so gut wie möglich ein. Schließlich erreichte er die Tür und blieb stehen. Er zog noch einmal kurz an seiner Uniformjacke, strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und streckte dann die Hand nach dem Türsummer aus. Im Inneren der Unterkunft surrte es laut und kündigte seinen Besuch an. --- Deck 11, Quartier Patterson Kaum war der Bademantel im Ausgabefach materialisiert, meldete sich schon der Türsummer. Mit einem "Herein!" gestattete Mila dem Besucher den Zutritt. "Sie müssen der Counselor der Victory sein.", stellte die Halbbajoranerin fest, wie sie die blaue Farbe an der Uniform des Mannes sah. --- Deck 11, Quartier 342 "Hier Balakka. Hallo Miss Riddick, das ist ja perfekt. Ich wollte Sie gerade selbst kontaktieren." Mimiemar - Mimi für ihre Freunde - war gerade auf dem Weg zur Tür gewesen, durch die vor wenigen Augenblicken erst Deirdra entschwunden war. "Geben Sie mir fünf Minuten und ich bin mit einem Trupp Techniker bei Ihnen. Wenn's um die Tico geht, sind wir allzeit bereit!", dabei klang sie so gut gelaunt, wie sie annahm, dass Riddick war. Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus und diese Riddick schien auf ihrer Wellenlänge zu liegen, das merkte sie, auch wenn ihre empathischen Fähigkeiten über Kom nicht funktionierten. --- Deck 10, Notquartier 21 "Jungs, Mädels, ich brauch eure Hilfe!", Mimiemar klopfte gegen die Tür und hoffte, dass es drinnen auch zu hören war. Bei der alten Nova-Klasse war das keine Frage, aber dieses hochmoderne Schiff hatte vielleicht superisolierte Türen. Zur Sicherheit betätigte sie lieber noch den Türmelder. Sekunden später glitt die Tür auf und sie hatte vier ihrer Techniker vor sich, die in diesem Doppelquartier untergebracht waren und es sich wohl gerade gemütlich gemacht hatten. "Runter vom Sofa.", sagte sie grinsend. "Die Tico wird wieder fit gemacht..." Freudenlaute begrüßten diese Aussage. ".. und die Ingenieure hier brauchen unsere Unterstützung." Fast zeitgleich waren alle auf den Beinen. "Neers, Sie holen noch Samjan, Pryce, Nosoki, Tifoa, Wuan und wen Sie sonst finden können und kommen dann nach. Der Rest geht gleich mit mir zum Maschinenraum." --- Shuttlehangar Im Shuttlehangar angekommen sah er sich nach dem Diensthabenden um, der ihm weiterhelfen konnte. Fedir trat aus der verglasten Kabine, die Büro und gleichzeitig Leitzentrale für den Hangar darstellte, lehnte sich an die Brüstung des Laufganges und besah den Neuankömmling, der ratlos herumstand, im Weg wohlgemerkt. "Hey, halten Sie sich aus dem Rangierbereich raus. Fußgänger nur auf den markierten Wegen.", rief er hinunter und kletterte die nächsten Leiter nach unten. Auch wenn seine Haare und sein Schnauzbart schon grau waren, bewegte er sich immer noch mit jugendlicher Leichtigkeit. Erst unten sah er sich den Besucher genauer an. "Wollten Sie zu mir, Ensign?" "Wenn Sie der Shuttle-Chief sind, dann wollte ich zu Ihnen, Master Chief. Für die Reparaturen an der Ticonderoga hätte ich gerne zwei Workbees oder was vergleichbares samt Piloten. Wir haben einige Hüllenbrüche zu flicken, und da wären sie mir lieb, damit ich möglichst große Segmente verschweißen kann.", antwortete Dan auf die Frage des älteren Mannes. "So, so.", antwortete Fedir nachdenklich. Dieser Jungspund wollte also Hüllenteile verschweißen, an einem Schiff, das wahrscheinlich nur wenig jünger war als er selbst. "Warum nur zwei Workpods?", fragte er ruppig, als hätte ihn der Ensign beleidigt. "Ich habe hier drei Piloten, die schon auf Utopia Planitia gearbeitet haben, die machen das im Schlaf, dann habe ich noch drei Workpods übrig. Zwei brauchen Sie für Teiletransporte...", es war nicht die erste Reparatur, bei der Fedir die Workpods verplante. "... das dritte können Sie dann noch variabel einsetzen. Manipulatoren, Greifer und Werkzeuge, wir haben das komplette Sortiment da, alles auch fernsteuerbar. Haben Sie schon mal Außenreparaturen gemacht?" Noch bevor er eine Antwort erhalten hatte, winkte er einen Hangartechniker im Service-Overall herbei. "Sag' Dimoudi, wir brauchen unsere Ägypterinnen und hol T'Kral, Veynar und Mamoto." "Bei Ihnen werde ich öfter anklopfen. Sie haben jedenfalls einen gut.", meinte Dan mit einem Grinsen, und die Einladung war durchaus ernst gemeint. "Das ist ja richtig luxuriös hier. Auf DS Nine hätte ich schon für meine geforderten zwei hart kämpfen müssen, da die zu meiner Zeit noch feste zu tun hatten." In der Tat hatte die Sternenflotte 2371 kaum Mittel für die Raumstation locker gemacht, so dass die Techniker selbst im zweiten Jahr nach der Übernahme durch die Föderation Kreativität zu beweisen hatten. "Vielen Dank schon mal.", sprach der Bajoraner weiter, "Sobald wir draußen sind, melde ich mich wieder bei Ihnen, wegen der genau benötigten Segmente. Aber ich denke, wir werden alle möglichen Größen brauchen." "Nicht so hastig, Jungchen.", sagte Fedir grinsend. "Die Hüllensegmente kriegen Sie bei Ihrer Chefin, bei mir gibt's nur die Workpods samt Piloten. Drei der Sphinx kriegen Sie mit Greif-, Schweiß- und Schneidewerkzeug. Zwei kriegen die passenden Kopplungen und Greifer, um die Hüllensegmente zu transportieren. Beim dritten können Sie wählen. Sie könnten es als Leitstand zur Überwachung der Reparaturarbeiten nehmen, sie können einfache Reparaturarbeiten oder Assistenzarbeiten ferngesteuert machen, ganz wie Sie wollen." Er zuckte die Schultern und sah Perel fragend an, sprach dann aber doch noch weiter: "Wobei, da fliegt lieber ein junger Pilot mit und assistiert, dann kriegt der auch etwas Erfahrung und als Leitstand kriegen Sie ein Typ 9, dann braucht kein Techniker zu fliegen." Fedirs Meinung über die Pilotenkenntnisse von Technikern war hier deutlich durchzuhören. "Schließlich sind wir hier auf der Victory, eins der modernsten Schiffe, und nicht auf einer schrottreifen Raumstation am Ende der Föderation." Er zwinkerte dem Techniker zu, natürlich war Deep Space Nine kein Schrotthaufen. "Ach ja, ganz vergessen.", Fedir streckte eine Hand aus. "Fedir Tkachuk.", stellte sich der Ukrainer vor. "Ich melde mich, wenn alles fertig ist." "Perel Dan.", stellte sich der Bajoraner vor und nahm die angebotene Hand an, "Ich kümmere mich dann um die Segmente und werde dann meinen Platz im Typ-9-Shuttle übernehmen." Außerdem musste auch noch Riddick von der 'kleinen' Planänderung erfahren. "Gut. Ich warte dann auf Ihre Nachricht. Wir brauchen hier etwa 20 Minuten um alles fertig zu machen." Er grüßte kurz, und bevor sich die Türen hinter Perel geschlossen hatten, jagte er schon die Techniker übers Deck. --- Deck 14, Hauptmaschinenraum Mimiemar unterdrückte ein 'Wow' angesichts des Maschinenraums. Sie war versucht, sich vorzustellen, wie oft hier der Maschinenraum der Ticonderoga hineinpassen könnte. Aber nein, sie schob den Gedanken wieder zur Seite, das hier mochte vielleicht ein funkelnagelneues, riesiges Schiff sein, aber die Ticonderoga war ihr Schiff und, ganz nebenbei, hatten die hier bestimmt kein Atmosphärenshuttle zu Verfügung. "Lieutenant Riddick?", fragte sie gut hörbar in den Raum hinein. "Ah, Sie müssen Commander Balakka sein..." sah Aliya auf. Sie hatte die fünf Minuten, um die Balakka gebeten hatte, hatte Aliya genutzt, um die letzten Berichte über die Schäden an der Victory nochmal zu lesen. Dass die Chefingenieurin ihrem Schiff scheinbar einen Kosenamen gegeben hatte, machte sie Aliya sympathisch. Sie zwang sich, die Kratzer und kleinen Wunden der Victory erstmal zu verdrängen und kam auf Balakka zu. "Ich bin Aliya... Aliya Riddick." lächelte sie. "Wollen wir direkt aufbrechen oder vorher den groben Plan durchgehen?" wollte sie wissen. Eigentlich gab es keine Alternative. Hüllenbrüche, Lebenserhaltung, Energieversorgung, Warpantrieb und Waffen. Zweineinhalb Stunden Zeit. Aber sie wollte auch nicht als Oberboss auftreten - schließlich war es nicht 'ihr' Schiff - es musste es nur in zweieinhalb Stunden von alleine zur Reparaturstation machen können. "Mimiemar Balakka, kurz Mimi.", stellte sie sich vor und bot damit gleich das 'Du' an. Gerade wenn es hoch herging, empfand sie es als effizienter. Inzwischen war auch der Rest ihrer Techniker eingetroffen, eigentlich alle, die nicht auf der Krankenstation waren, sodass ihnen jetzt insgesamt 12 zur Verfügung standen. "Einen kurzen Gesamtüberblick über die Schäden und ihre Position könnten wir noch gebrauchen, im Quartier ist leider nicht genug Platz für ein MSD. Danach können wir starten, Standardvorgehen: Hüllenintegrität, Lebenserhaltung und so weiter. Gemischte Teams würde ich sagen, eine Nova-Klasse ist zwar lang nicht so komplex, wie eine Insignia, aber hat auch ihre Eigenheiten." Aliya schmunzelte "Und genau aus dem Grund bin ich froh das du und deine Leute einsatzfähig sind." stimmte sie ihrer Kollegin zu und schaltete auf der Hauptkonsole das Bild einer Risszeichnung der Ticonderoga mit den aktuellen Werten. "Und meine Planung war etwa dieselbe.", zeigte sie Mimi ihre Aufstellung daneben. "Mein Stellvertreter ist bereits mit ein paar Leuten und Schutzanzügen im Transporterraum und wartet nur auf uns. Es ist also alles soweit fertig." "Oh je, das sieht ja übler aus, als ich dachte.", kommentierte Mimiemar, als sie die Schäden jetzt zum ersten Mal in vollem Umfang sah. "Ich nehme mal an, ihr habt einen Industrie-Replikator, damit wir die Hülle notdürftig flicken können. Unsere Antimaterie-Lager auf Deck 8...", sie tippte auf den entsprechenden Bereich, der recht nah an einem der Risse lag. ".. ist auch so schon exponiert genug. Und die Frachträume sollten auch gut gesichert werden, oder versiegelt und mit portablen Lebenserhaltungssystemen ausgestattet, sonst steigt mir Deir... Lieutenant Commander Izami auf's Dach." Sie blickte kurz zu ihrem Techniker-Trupp, der ebenfalls das Diagramm studierte und wandte sich wieder an Aliya. "Samjan und Neers haben die meiste Erfahrung mit Außeneinsätzen, bei Wissenschaftsmissionen ist sowas häufiger notwendig. Eventuell noch Wuan. Die drei sollte dein Stellvertreter mitnehmen. Wieviel weitere Teams kannst du dann reinschicken? Ich hätte noch zwei Warp-Spezialisten, einen Waffentechniker und sechs Allrounder zu bieten.. und mich natürlich." Sie grinste. "Also geplant waren zwei, aber da so viele von deinen Leuten einsatzbereit sind, können wir drei oder gar vier Teams draus machen." berichtete Aliya. "Vielleicht sollten sich deine Spezialisten um euren Antrieb und die Waffen kümmern und dann bleibt noch die Lebenserhaltung..." begann Aliya als Perels Kommspruch eintraf. "Okay, ich bräuchte dann nur noch drei, vier zusätzliche Hilfskräfte und ein paar Werkzeuge.", nahm Mimiemar den Vorschlag an. --- Korridore Während Dan zum Lager unterwegs war, baute er eine Verbindung zu Riddick auf, "Perel an Riddick, es gibt eine kleine Planänderung, was die Außenarbeiten angeht. MCPO Tkachuk hat mir freundlicherweise sechs Sphinx-Workpods samt Piloten sowie ein Typ-9-Shuttle als Leitstand organisiert. Mit Segmenten aus den Beständen der Victory sollten wir die Hüllenbrüche ordentlich versiegeln können.", erklärte er seiner Chefin. --- Deck 14, Hauptmaschinenraum "Sehr schön. Dann machen sie's so.", meinte Aliya. "Commander Balakka wird die Teams mit einigen Technikern verstärken.", unterrichtete sie Perel bevor sie sich wieder Mimi zuwandte "Damit müssen wir keinen rausschicken.", stellte sie fest. "Und haben ein Problem weniger.", sie sah Mimi an "Dann stellen wir im Transporterraum mal die Teams zusammen." sie stockte "Was ist eigentlich mit eurem Frachtraum?", wollte sie wissen, da Mimi ihn vorhin erwähnt hatte. "Wir haben auf unserer Mission diverse Proben gesammelt, die alle unter kontrollierten Bedingungen gelagert werden müssen Commander Izami wird sich darum kümmern, dass nichts kaputt geht, aber bis zur Rückkehr zur nächsten Starbase sollten die Kontrollen wieder einwandfrei funktionieren. Gut, aber das ist im Moment erstmal zweitrangig, starten wir zum Transporterraum!" --- Krankenstation Shyla saß in ihrem Büro. Das Chaos auf der Krankenstation war wieder ein wenig zurückgegangen, viele der Leichtverletzten waren schon wieder entlassen worden. Nur die drei Schwerverletzten bereiteten ihr noch Sorgen. Ihr Kreislauf war zwar stabil, aber ihre Körper waren durch den hohen Anteil an Verbrennungen so geschwächt, dass sie mit der Behandlung nicht anfangen konnten. Ohne Behandlung würden sich die Patienten jedoch auch nicht erholen. Ein verteufelter Kreislauf. Shyla hatte sich in Ruhe über das weitere Vorgehen informiert. Sobald die Ticonderoga einigermaßen zusammengeflickt war, würde sie zur ausführlichen Reparatur zu einer Sternenbasis müssen. Shyla hatte beschlossen, dass es das Beste für die drei Verletzten wäre, auf der Sternenbasis in aller Ruhe behandelt zu werden und sich zu erholen. Nachdem sie Commander Yates mittels einer kurzen schriftlichen Nachricht darüber informiert hatte, lehnte sie sich in ihre Stuhl zurück und gönnte sich einen schönen heißen Tee. --- Deck 9, Holodeck Dan begab sich nach der Landung und der Abschluss-Überprüfung zuerst zum Holodeck, bevor er sich mit den Leuten im Casino treffen wollte, die bei den Hüllenarbeiten beteiligt waren. Was sie alle abgeliefert hatten, war gute Arbeit, und die musste einfach gefeiert werden. Vorher aber wollte er sich über Bowmans Fortschritte informieren - und der Chief war noch immer beschäftigt im Holodeck. Der Bajoraner betrat das Holodeck und sah, wie ein Test ablief. "Wie sieht es aus, Chief?", fragte Dan, doch offenbar hatte Bowman viele Fortschritte gemacht. Er hatte nicht gegessen, zu wenig getrunken, keine Pause gemacht und die ganze Zeit gestanden. Ihm taten die Augen, Arme und Beine weh. Er hatte Hunger und Durst und sehnte sich nach Feierabend und Ruhe. "Ja Ensign, ich habe die gesamte Infrastruktur der Energieverteilung geändert. Außerdem die ganze Systemstruktur der EPS Leitung überarbeitet." Er kratzte sich am Kopf. "Ich muss das ganze noch in verschiedenen Szenarien testen, aber es scheint nicht nur sicherer zu sein auf diesem Deck, das ganze Schiff könnte davon profitieren." Er sah den Ensign an, vermutlich hatte er die letzte Zeit am Tag auch genug gearbeitet. "Computer: Programm sichern und beenden." Er sah Perel an. "Und jetzt ist Feierabend." "Wollte ich gerade sagen. Sie haben einen langen Tag gehabt.", erwiderte Dan und nickte dem Chief anerkennend zu. "Schönen Feierabend.", wünschte der Bajoraner dem Chief, und gemeinsam verließen sie das Holodeck. (c) Spielergemeinschaft des PbEM-RPGs USS Victory http://www.uss-victory.de